Kurzrezension – Die Kunst, seine Schulden zu zahlen

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Von Honoré de Balzac, 120 Seiten, 9,00 Euro, Insel Verlag 2004.

Früher, in der Zeit des Goldstandards, waren nicht nur die Währungen, sondern auch die Buchtitel irgendwie substanzhaltiger: „Die Kunst, seine Schulden zu zahlen und seine Gläubiger zu befriedigen, ohne auch nur einen Sou selbst aus der Tasche zu nehmen. Gelehrt in zehn Lektionen oder Handbuch des Handelsrechts zum Gebrauch der ruinierten Leute, der Schuldner, der Hilfsbeamten, kurz aller jener, die Geld ausgeben, ohne es zu haben“ – so lautet der volle Titel dieses klassischen Finanzratgebers der etwas anderen Art. „Kurzrezension – Die Kunst, seine Schulden zu zahlen“ weiterlesen

Rezension – Des Bankers neue Kleider: Was bei Banken wirklich schief läuft und was sich ändern muss

Titelbild von Des Bankers neue Kleider

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Von Anat Admati und Martin Hellwig, 528 Seiten, 24,99 Euro, FinanzBuch Verlag 2013.

Kopf: Die Banken gewinnen. Zahl: Der Steuerzahler verliert. Auf diesem kleinsten gemeinsamen Nenner basiert das lukrative Geschäftsmodell einer der politisch verflochtensten Branchen überhaupt. Und an genau dieser Asymmetrie setzt das deutsch-amerikanische Autorenduo mit ihrer umfassenden Gemeinschaftspublikation an. Der auf obigem Nenner beruhenden Systemfragilität setzen die beiden Professoren eine einzige Schlüsselgröße entgegen: Eigenkapital. „Rezension – Des Bankers neue Kleider: Was bei Banken wirklich schief läuft und was sich ändern muss“ weiterlesen

Videoanalyse – AT&T

Der Gigant unter den Telkos

Im nachfolgenden Videobeitrag aus dem Youtube-Kanal „D wie Dividende“ widmet sich Anton Gneupel dem legendären Giganten AT&T, der seine Anleger seit Jahrzehnten mit einer überdurchschnittlich hohen Dividendenrendite und bis zum Jahr 2000 auch mit soliden Kurszuwächsen erfreut hat. Vom jähen Absturz im Zuge der Dotcom-Krise hat sich die Notierung des Titel bisher nicht vollständig erholen können, auch wenn es seither unter zyklischen Schwankungen nach oben ging. „Videoanalyse – AT&T“ weiterlesen

Videoanalyse – AGNC Investment Corporation

Hypothekenbesicherte Wertpapiere mit Staatsunterstützung

Im heutigen Videobeitrag aus seinem Youtube-Kanal „D wie Dividende“ stellt Anton Gneupel einen Mortgage Real Estate Investment Trust, (REIT) vor. Im Gegensatz zu den international verbreiteten Equity REITs, die direkt in Immobilien investieren, erwerben Mortgage REITs hypothekarisch besicherte Wertpapiere und sind ausschließlich in den USA aktiv. Details zu dieser Anlageklasse können sowohl in einem umfangreichen Blogbeitrag als auch in meinem Buch „Geldanlage in REITs“ nachgelesen werden. „Videoanalyse – AGNC Investment Corporation“ weiterlesen

Videoanalyse – Guggenheim Strategic Opportunities Fund

Ein Portfolio hochverzinslicher Anleihen

In dem heutigen Videobeitrag aus seinem Youtube-Kanal „D wie Dividende“ behandelt Anton Gneupel einen Closed-end Fund (CEF). CEFs unterscheiden sich von den auch in Deutschland bekannten und beliebten offenen Investmentfonds durch zwei wesentliche Punkte. Zum einen können sie ausschließlich über die Börse und nicht über den Emittenten (Deka Investments, DWS, Union Investment etc.) gehandelt werden. Im Gegenzug erfolgt eine laufende Preisbildung gemäß Angebot und Nachfrage. Zum zweiten sind sie „closed“, also „geschlossen“, das heißt es werden keine neuen Anteile durch die Fondsgesellschaft herausgegeben oder umlaufende Anteile zurückgenommen. Vergleichbar ist ein CEF daher am ehesten mit einer börsennotierten Beteiligungsgesellschaft. „Videoanalyse – Guggenheim Strategic Opportunities Fund“ weiterlesen

Kurzrezension – Dexit: Warum der Ausstieg Deutschlands aus dem Euro zwar schwierig, aber dennoch machbar und notwendig ist

Titelbild von Dexit

Von Bruno Bandulet, 189 Seiten, 19,99 Euro, Kopp Verlag 2018.

Am 23. April 1998 erklärte Helmut Kohl in einer Rede vor dem Bundestag zur Einführung des Euro: „Von der heutigen Entscheidung […] hängt es wesentlich ab, ob künftige Generationen in Frieden und Freiheit, in sozialer Stabilität und auch in Wohlstand leben können.“ In den letzten Jahren hat sich mehr und mehr abgezeichnet, wie Recht er damit haben sollte. „Kurzrezension – Dexit: Warum der Ausstieg Deutschlands aus dem Euro zwar schwierig, aber dennoch machbar und notwendig ist“ weiterlesen

Spareinlagen – Nur Bares ist Wahres!

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Ein Rückblick zum 10. Jahrestag der Staatsgarantie auf Bankeinlagen

„Die Bundesregierung sagt am heutigen Tag, dass wir nicht zulassen werden, dass die Schieflage eines Finanzinstituts zu einer Schieflage des gesamten Systems wird. […] Wir sagen den Sparerinnen und Sparern, dass ihre Einlagen sicher sind. Auch dafür steht die Bundesregierung ein.“ Vor fast genau zehn Jahren, am Sonntag, den 5. Oktober 2008, sprach erstmals in der Geschichte eine Regierung der Bundesrepublik Deutschland eine staatliche Garantie für private Spareinlagen aus, beleumundet durch das Wort der Bundeskanzlerin Angela Merkel. „Spareinlagen – Nur Bares ist Wahres!“ weiterlesen

Die Lehman-Pleite – Vor 10 Jahren kollabierte die legendäre Investmentbank

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Der lange Anlauf zum großen Crash

Fast auf den Tag genau zehn Jahre ist es her, dass die Insolvenz der großen, traditionsreichen US-amerikanischen Investmentbank die gesamte Finanz- und Wirtschaftswelt in Schockstarre versetzte, welche sich in einem deflationären Kollaps aufzulösen drohte. Die Pleite von Lehman Brothers stellt nach wie vor den dramaturgischen Höhepunkt der seinerzeit nacheinander ablaufenden Subprime-, Immobilien-, Banken- und Weltwirtschaftskrise dar, die mit sprunghaft anziehenden Zinsen im August 2007 ihren Anfang nahm. Dieses besondere Jubiläum habe ich zum Anlass genommen, einen Blogbeitrag zum Thema aus dem letzten Jahr zu aktualisieren um die sträflich vernachlässigte Chronik der Ereignisse der mittlerweile deutlich angewachsenen Leserschaft ins Gedächtnis zu rufen. Begeben wir uns also auf Zeitreise! weiterlesen

Rezension – Der schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse

Titelbild von Der schwarze Schwan

Von Nassim Nicholas Taleb, 624 Seiten, 29,99 Euro, Knaus Verlag 2015.

Von allen Finanzbuchautoren hat Nassim Nicholas Taleb wohl die besten Chancen, den legendären André Kostolany zu beerben. Beide wurden nach Eigenauskunft durch Spekulationen reich und unabhängig, aber erst durch ihre publizistische, mit zahlreichen biographischen Anekdoten angereicherte Tätigkeit weltweit berühmt. Vor nunmehr zehn Jahren ist Talebs seinerzeit knapp 400 Seiten starkes Werk „Der Schwarze Schwan“ (*) erstmals in deutscher Sprache erschienen – heute ein Klassiker des Genres. „Rezension – Der schwarze Schwan: Die Macht höchst unwahrscheinlicher Ereignisse“ weiterlesen

Faktencheck – Der Euro

Baustein der Einheit oder kränkelnde Frühgeburt?

Im Herbst des Jahres 1998 steht in Deutschland die Wahl zum 14. Deutschen Bundestag an. Der „ewige Kanzler“ Helmut Kohl möchte es noch einmal wissen und tritt zum sechsten Mal in Folge als Kanzlerkandidat der CDU/CSU an. Es ist gleichzeitig die letzte Wahl vor Ablösung der Deutschen Mark durch den Euro, der am 01. Januar 1999 als Buchgeld eingeführt werden sollte. Und obwohl die entsprechenden Beschlüsse zum damaligen Zeitpunkt bereits in trockenen Tüchern waren, ließ es sich die CDU/CSU nicht nehmen, die Einheitswährung zum Wahlkampfthema zu machen, wie diese sehenswerten 90 Sekunden belegen: „Faktencheck – Der Euro“ weiterlesen