Rezension & Verlosung – Adele Spitzeder: Der größte Bankbetrug aller Zeiten

Adele Spitzeder - Titelbild

Von Julian Nebel, 176 Seiten, 17,99 Euro, FinanzBuch Verlag 2017.

„Hinter jedem erfolgreichen Mann steht eine starke Frau“ – die bekannte Volksweisheit gilt zumindest für das wenig schmeichelhafte Segment des modernen Kapitalanlagebetrugs. Gemeinhin gilt Charles Ponzi, ein US-Amerikaner italienischer Abstammung als der bekannteste Vertreter wenn nicht gar Begründer dieser Disziplin. Seinen Machenschaften zu Ehren heißt eine nach dem Schneeballsystem organisierte „Investition“ auch Ponzi-Schema. Historisch betrachtet erwies sich Ponzi allerdings als gelehriger Schüler der bis heute ungeschlagenen Großmeisterin Adele Spitzeder. Mütterlicherseits ebenfalls italienischer Abstammung dürfte ihr „Erfolg“ selbst den Bernie Madoffs weit in den Schatten stellen, zumindest was die sozioökonomischen Folgen ihres Betrugssystems angeht. „Rezension & Verlosung – Adele Spitzeder: Der größte Bankbetrug aller Zeiten“ weiterlesen

Rezension – Rich Dad Poor Dad: Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen

Rich Dad Poor Dad - Titelbild

Von Robert T. Kiyosaki, 240 Seiten, 14,99 Euro, FinanzBuch Verlag 2014.

Unfassbare 20 Jahre ist es her, dass die beginnende Dotcom-Blase ebenso viele Kursraketen in den Börsenhimmel wie Finanzratgeber auf die Bestsellerlisten beförderte. Den unangefochtenen Spitzenplatz erklomm diesseits des Atlantiks Bodo Schäfer mit „Der Weg zur finanziellen Freiheit“ (*), das Pendant jenseits des großen Teichs war das 1997 erstmals veröffentlichte Buch Robert T. Kiyosakis „Rich Dad Poor Dad – Was die Reichen ihren Kindern über Geld beibringen“ (*) – angesichts des runden Jubiläums ein willkommener Anlass, den Inhalt Revue passieren zu lassen. weiterlesen

Anleihen – Langfristig (vielleicht) zur schwarzen Null

Finanzielle Repression als Ausweg aus der Staatsschuldenkrise?

Wenn schon am kurzen Ende der Zinskurve, also mit Tages- und Festgeld und Sparbüchern, seit jeher bestenfalls auf Kapitalerhalt gehofft werden darf, lässt sich dann wenigstens an deren langem Ende, das heißt mit klassischen Anleihen, inflationsbereinigt Geld verdienen? War nicht über Generationen hinweg der Couponschneider geradezu der Inbegriff des Rentiers respektive Einkommensinvestors, dessen alljährliches Ritual im sorgfältigen Abtrennen des jeweiligen Zinskupons vom Anleihebogen bestand, um diesen im Anschluss bei der Hausbank in Bargeld einzulösen? weiterlesen