Fragen und Antworten

Allgemeine Hinweise

Auf dieser Seite sind die häufig gestellten Fragen von Lesern rund um die Inhalte dieses Blogs und meine Antworten aufgeführt. Bitte suchen Sie zunächst innerhalb der thematischen Gliederung, bevor Sie mir eine konkrete Leseranfrage stellen. Sollte die Antworten aus den nachfolgenden Ausführungen hervorgehen, werde ich die Nachricht mit niedriger Priorität behandeln und zudem direkt auf die entsprechende Stelle auf dieser Seite verweisen.

Alternativ können Sie die Frage natürlich auch in der geschlossenen Facebook-Gruppe zu diesem Blog einstellen oder in den bereits vorhandenen Diskussionen nach einer Antwort recherchieren – das fachkompetente Publikum ist erfahrungsgemäß gerne behilflich! Im Fall einer geplanten Kooperationsanfrage verweise ich auf meine Rahmenbedingungen für eine Zusammenarbeit, sie zu lesen spart beiden Parteien Zeit.

Allgemeines

1. Was sind Hochdividendenwerte?
Hochdividendenwerte sind vor allem in der angelsächsischen Welt weit verbreitet und dort als „high-yield stocks“ bekannt. Allen Unterschieden zum Trotz zeichnen sich sich durch acht Gemeinsamkeiten aus. Hierbei handelt es sich übrigens in Ermangelung einer allgemeingültigen Definition um meine persönlichen Abgrenzungskriterien. Zum einen sind Hochdividendenwerte börsennotierte Wertpapiere. Anleger bewegen sich damit also in einem transparenten und liquiden Umfeld fernab des grauen Kapitalmarktes. Zum zweiten unterliegen die entsprechenden Instrumente oftmals einer besondere Gesetzgebung und Aufsicht. Dies hat drittens zur Folge, dass zahlreiche Hochdividendenwerte von der Besteuerung auf Unternehmensebene befreit sind. Im Gegenzug unterliegen sie viertens bestimmten Auflagen bezüglich ihrer Ausschüttungspolitik. Steuerfreiheit und Auflagen führen in Kombination fünftens zu überdurchschnittlich hohen Dividendenrenditen. Sechstens erfolgen diese in der Regel mehrmals pro Jahr, meist quartalsweise oder monatlich. Viele Hochdividendenwerte pflegen zudem siebtens eine „managed distribution policy“, eine durch das Management erlassene Ausschüttungsrichtlinie, welche die Höhe und Termine der Auszahlungen über die nächsten zwölf Monate festlegt. Achtens und letztens sind die Zielgruppe solcher Gesellschaften oftmals künftige beziehungsweise aktuelle Rentner sowie Pensionskassen und ähnliche Altersvorsorgesysteme. Zwölf unterschiedliche Instrumente aus dem Bereich stelle ich in meinem Gratiskurs vor.
2. Was sind Einkommensinvestoren?
Einkommensinvestoren fokussieren sich im Rahmen ihrer Anlagestrategie auf ertragsorientierte Vermögenswerte oder „income producing assets“ im Sinne Robert T. Kiyosakis. Mit ihrer Ausrichtung auf einen langfristig möglichst konstanten Dividenden- beziehungsweise Zahlungsstrom grenzen sie sich beispielsweise klar von Kursgewinninvestoren ab, die vornehmlich darauf abzielen, ihr Buchvermögen über Differenzgeschäfte zu erhöhen. Hochdividendenwerte sind also exakt an den Bedürfnissen von Einkommensinvestoren ausgerichtet und erfreuen sich in einschlägigen Kreisen, vor allem innerhalb der Generation der im Rentenübergang befindlichen „baby boomer“, wachsender Beliebtheit. Das liegt freilich auch daran, dass in deren Verbreitungsgebiet traditionell ein bedeutender Teil der Altersbezüge direkt oder indirekt über börsennotierte Wertpapiere generiert wird. Diese Nachfrage wiederum spiegelt sich in der Anlage- und Dividendenpolitik zahlreicher Gesellschaften und Instrumente wider.
3. Brauche ich Vorkenntnisse, um ein Einkommensinvestor zu werden?
Um ein Einkommensinvestor zu werden ist weder mehr noch weniger Wissen erforderlich als für jeden anderen Investorentypus auch. Letztlich handelt es sich bei der ausschüttungsorientierten Geldanlage um eine von zahlreichen Möglichkeiten der Vermögensaufteilung. Das spezifische Fachwissen können sich Anfänger, Fortgeschrittene und Experten gleichermaßen erschließen. Eine unabdingbare Voraussetzung ist allerdings ein Mindestmaß an finanzieller Bildung – das gilt allerdings für jegliche Form der Geldanlage. Literarische Anregungen liefern meine zahlreichen Buchbesprechungen, weiterführende Empfehlungen habe ich zudem auf einer eigenen Blogseite gelistet.
4. Warum können Firmen überhaupt so viel ausschütten?
Die Aktionäre kontinentaleuropäischer Unternehmen sind nicht gerade dividendenverwöhnt. Und tatsächlich ist die Dividendenkultur hierzulande nicht besonders ausgeprägt, auch ein Grund, weshalb sich heimische Unternehmenseigentümer mit oftmals homöopathischen Ausschüttungen abspeisen lassen. Ganz anders sieht es hingegen in weiten, insbesondere den angelsächsisch geprägten Teilen der Welt aus, wo traditionell ein großer Teil der Altersvorsorge direkt oder indirekt über die Kapital- beziehungsweise Aktienmärkte gemanagt wird. Es ist daher auch kein Zufall, dass vor allem dort verschiedene Hochdividendenwerte gedeihen. Bei zahlreichen Instrumenten führt zudem die Steuerfreiheit auf Unternehmensebene zu einer höheren Liquidität als es bei „normalen“ Aktiengesellschaften der Fall ist. Ob hohe Dividenden nun „gut“ oder „schlecht“ für Unternehmen und Aktionäre sind, ist eine Frage, die leidenschaftlich diskutiert aber letztlich nicht beantwortet werden kann und auf die ich mehrfach in meinem Buch „Bargeld statt Buchgewinn“ eingehe. Fakt ist jedoch, dass zahlreiche Unternehmen rund um den Globus seit Jahrzehnten relativ hohe (und sukzessive steigende) Ausschüttungen tätigen können. Und das, ohne von der Substanz zu zehren. Ganz im Gegenteil gelang es vielen von ihnen sogar, parallel dazu stetig zu wachsen.
5. Bekomme ich die Dividendenrendite zusätzlich zu den Kurssteigerungen?
Die Gesamtrendite eines Wertpapiers setzt sich aus den Kursveränderungen und Ausschüttungen im betrachteten Zeitraum, also üblicherweise ein Jahr, zusammen. Beispiel: Der der Kurs eines Hochdividendentitels steht zu Beginn eines Jahres bei 100,00 US-Dollar. Im Laufe der kommenden zwölf Monate steigt der Kurs auf 104,00 US-Dollar, zusätzlich schüttet das Unternehmen in diesem Zeitraum 6,00 US-Dollar an Dividenden aus. In diesem Fall beträgt die Kursrendite vier, die Dividendenrendite sechs und die Gesamtrendite zehn Prozent bezogen auf den Ausgangskurs von 100,00 US-Dollar. Der reinen Lehre folgend gehen Dividendenzahlungen grundsätzlich vom Kurs ab, da sie ja den Kassenbestand des Unternehmens und damit dessen Gesamtvermögen schmälern. Bezogen auf obigen Beispielfall wäre demnach der Kurs des Wertpapiers auf 110,00 US-Dollar gestiegen, hätte das Unternehmen die Dividende einbehalten oder thesauriert. Gleichwohl spielen bei der Kursbildung viele Faktoren eine Rolle. Es gibt Unternehmen, die nichts oder wenig ausschütten und über Jahre massiv wachsen wie beispielsweise Amazon, allerdings auch solche, die ebenso kontinuierlich schrumpfen. Exemplarisch sei auf die Deutsche Bank verwiesen, die im Frühjahr 2019 ein 45-Jahrestief markierte und fast schon traditionell lieber Boni an das Management als Dividenden an die Aktionäre ausschüttet. Umgekehrt gelingt es zahlreichen Hochdividendenwerten selbst in konservativen Branchen ohne großartige Wachstumsphantasien trotz laufend hoher Dividendenzahlungen sowohl den Kurs als auch die Ausschüttungen kontinuierlich zu steigern, so der US-amerikanische Real Estate Investment Trust (REIT) Realty Income Corporation oder der kanadische Versorger Canadian Utilities Limited. Die Frage, ob denn nun die Ausschüttung oder Thesaurierung von Gewinnen vorteilhafter ist, lässt sich trefflich diskutieren ohne zu einer endgültigen Antwort zu gelangen. Auf einige dieser Aspekte bin ich in einem früheren Blogbeitrag eingegangen. Zudem steht dieser Punkt auch auf der Agenda meiner Seminare.
6. Wie kann ich am Thema dran bleiben?
Wer meine Informationsangebote rund um das Thema Hochdividendenwerte und ausschüttungsstarke Geldanlagen nicht verpassen möchte, sollte das kostenlose Blogtelegramm (Newsletter) abonnieren. Interessenten können mir darüber hinaus auf Facebook, Pinterest, Instagram, Twitter, LinkedIn und YouTube folgen. Ein reger Austausch findet zudem in der geschlossenen Facebook-Gruppe „Einkommensinvestoren“ statt, in der alle Leser willkommen sind.
7. Warum bekomme ich das Blogtelegramm und/oder den Gratiskurs nicht zugestellt?
Die Anmeldung zum Blogtelegramm inklusive Gratiskurs erfolgt nach dem Double-Opt-In Verfahren. Das bedeutet, dass nach Angabe der E-Mail-Adresse sowie gegebenenfalls des Namens und dem Klick auf „Jetzt abonnieren!“ die Anmeldung noch einmal bestätigt werden muss. Hierzu wird eine E-Mail an die eingetragene Adresse gesendet, die einen Aktivierungsverweis enthält. Erst wenn dieser angeklickt wird, wird auch die Zustellung des Blogtelegramms und Gratiskurses aktiviert. Zudem enthält jede E-Mail am Ende den Deaktivierungsverweis „Abonnement abbestellen“. Mit einem Klick auf diesen Verweis wird der Bezug weiterer E-Mails sofort beendet. Das umfasst sowohl das Blogtelegramm und den Gratiskurs. Wenn also das Blogtelegramm und/oder der Gratiskurs nicht zugestellt werden, kann das mehrere Ursachen haben. Erstens kann die E-Mail-Adresse ungültig (zum Beispiel ein Tippfehler) oder nicht erreichbar (zum Beispiel Serverfehler) sein, so dass die E-Mail mit dem Aktivierungsverweis nicht zugestellt werden kann. Zweitens wird die E-Mail mit dem Aktivierungslink zwar zugestellt, landet bisweilen jedoch im Spam-Ordner des Empfängers. Drittens kann der unbeabsichtigte Klick auf den Deaktivierungsverweis dazu geführt haben, dass das Abonnement abbestellt wurde. Der Klick kann dabei auch durch eine dritte Person erfolgt sein, an welche beispielsweise eine entsprechende E-Mail weitergeleitet wurde. Unabhängig von der konkreten Ursache ist eine Neuanmeldung jederzeit möglich. Ein abschließender Hinweis: Der Gratiskurs endet automatisch nach zehn Teilen respektive Wochen, danach wird nur noch das Blogtelegramm zugestellt!
8. Warum funktioniert der Download-Link nicht?
Das kann im Wesentlichen zwei Ursachen haben. Zum einen aktualisiere ich regelmäßig einen großen Teil der zum Herunterladen angebotenen Dateien. Das führt allerdings in der Regel dazu, dass sich die entsprechende Adresse ändert, unter der das betroffene Dokument abgerufen werden kann. Damit ist es über Verweise, die vor der Aktualisierung versendet wurden, beispielsweise in einem Blogtelegramm oder einem Teil des Gratiskurses, nicht mehr erreichbar. Auf Nachfrage stelle ich jedoch gerne das entsprechende Dokument zur Verfügung. Zum zweiten kann die verknüpfte Adresse schlichtweg fehlerhaft sein. In diesem Fall bitte ich darum, mit mir Kontakt aufzunehmen, damit ich den Fehler beseitigen kann. Vielen Dank!
9. Warum erhalte ich eine Warnmeldung, wenn ich auf einen Download-Link klicke?
Zahlreiche Informationsangebote biete ich als Datei zum Herunterladen an, unter anderem mehrere Dokumente im Rahmen meines Gratiskurses. Wenn Sie auf den einen entsprechenden Verweis oder Schaltfläche klicken, wird die verknüpfte Datei automatisch geöffnet beziehungsweise im eingestellten Zielordner abgelegt. Ja nach Sicherheitseinstellungen des Betriebssystems beziehungsweise Navigationsprogramms erhalten Sie vorab eine Warnmeldung. Die von mir bereitgestellten Dateien sind virenfrei und können bedenkenlos verwendet werden.
10. Gibt es einen Stammtisch für Einkommensinvestoren?
Aktuell finden keine regelmäßig wiederkehrenden Treffen von Einkommensinvestoren statt. Gleichwohl gibt es lokale Stammtisch-Initiativen, unter anderem in Göttingen, Frankfurt und Stuttgart. Informationen zu Datum, Ort und Zeit entsprechender Veranstaltung werden im Blogtelegramm (Newsletter) sowie in der geschlossenen Facebook-Gruppe rechtzeitig bekannt gegeben. Die Facebook-Gruppe können engagierte Einkommensinvestoren auch gerne als Plattform nutzen, um selbst einen Stammtisch zu organisieren.
11. Wer oder was ist Durihana?
Durihana ist eine im Jahr 1999 gegründete Hilfsorganisation, die nordkoreanische Dissidenten und Überläufer sowohl indirekt mit Geld und (gefälschten) Dokumenten als auch direkt als Fluchthelfer sowie Betreuer in der freieren Welt unterstützen. Über 1.200 Menschen konnte Durihana bisher unter hohem persönlichen Einsatz und Risiko in Sicherheit bringen, die Kosten pro Rettungsaktion betrugen im Durchschnitt 11.000 US-Dollar. Die wichtigsten Hintergründe zum Thema und warum ich Durihana regelmäßig finanziell unterstütze habe ich auf einer eigenen Blogseite dargelegt.

Angebote

1. Wo finde ich Bücher zum Thema Hochdividendenwerte?
Meine eigenen Publikationen habe ich auf einer Übersichtsseite zusammengestellt. Bestellungen sind in der Regel sowohl über den lokalen Buchhandel als auch im Netz möglich. Darüber hinaus sind sämtliche Bücher in meinem Autorenverzeichnis auf Amazon gelistet, wo diese ebenfalls erworben werden können. Bei Interesse an einer individuellen Note können signierte Exemplare über ein Bestellformular direkt bei mir geordert werden.
2. Wo kann ich mich für den Gratiskurs anmelden?
Alle neuen Abonnenten meines Blogtelegramms (Newsletters) erhalten als als Gratiszugabe einen E-Mail-Kurs zur einkommensorientierten Geldanlage. Weitere Informationen gibt es auf einer entsprechenden Blogseite, auf der auch die Anmeldung zum Blogtelegramm und Gratiskurs möglich ist.
3. Wie gelange ich zu den Inhalten im Premiumbereich?
Der Zugang zum Premiumbereich erfolgt ausschließlich über die dafür vorgesehene Anmeldeseite. Nach der Eingabe des Benutzernamens und des Passworts erfolgt die Freischaltung beziehungsweise Weiterleitung auf die Hauptseite des Premiumbereichs. Von hier gelangen Abonnenten über die jeweiligen Symbole auf die verschiedenen Themenseiten. Das Passwort kann übrigens im persönlichen Nutzerprofil (nach der Anmeldung rechts oben unter „Profil bearbeiten“) geändert werden. Den Benutzernamen und das Passwort erhalten Abonnenten nach Buchung der Premiummitgliedschaft und Bestätigung des Zahlungseingangs per E-Mail zugestellt.
4. Wo finde ich Informationen zu den nächsten Vor-Ort-Seminaren?
Alle wichtigen Informationen zu den Vor-Ort-Seminaren sind auf einer eigenen Blogseite aufgeführt. Von hier aus gelangen Interessenten auch direkt auf die Themenseiten zum Hochdividenden-Seminar sowie zum REIT-Seminar. Neben den Seminarinhalten finden sich auf den Themenseiten auch die geplanten Termine.
5. Wie kann ich Tickets für ein Vor-Ort-Seminar buchen?
Über die Themenseiten zum Hochdividenden-Seminar sowie zum REIT-Seminar sind auch die jeweilige Buchungsseite direkt erreichbar. Die Abwicklung der Buchung und des Zahlungsverkehrs erfolgt über Digistore24.
6. Bin ich nach der Teilnahme am Vor-Ort-Seminar in der Lage, direkt loszulegen?
Selbstverständlich sind die Vor-Ort-Seminare streng praxisorientiert ausgerichtet (siehe hierzu auch die Teilnehmerstimmen). Neben den Grundlagen gehen wir vor allem darauf ein, wie Hochdividendenwerte beziehungsweise REITs analysiert werden, wie Investoren eine individuelle Anlagestrategie entwickeln und wie ein konkretes Portfolio aussehen könnte. Im Nachgang zum Seminar gibt schließlich noch ergänzende Materialien, die bei der Umsetzung unterstützen. Letztere obliegt dann freilich dem Teilnehmer!
7. Erhalte ich bei Buchung eines kostenpflichtigen Angebots eine Rechnung?
Käufer, die eine Leistung über den Zahlungsabwickler Digistore24 gebucht haben, erhalten von diesem eine ordnungsgemäße Rechnung an die angegebenen E-Mail-Adresse geschickt. Das gilt analog auch bei der Bestellung von Waren über die Plattformen Amazon oder Spreadshirt beziehungsweise beim Bezug von Leistung direkt über mich. Hinweis für Unternehmen: Auf meinen Rechnungen weise ich die jeweils aktuell gültige Mehrwertsteuer aus, innergemeinschaftliche Lieferungen erfolgen umsatzsteuerfrei, sofern mir eine entsprechende Umsatzsteuer-Identifikationsnummer vorliegt.
8. Lohnt es sich für mich, eines der kostenpflichtigen Angebote in Anspruch zu nehmen?
Wenn Sie das Thema interessiert kommt es darauf an, welche Opportunitätskosten Sie zu tragen bereit sind. Konkret also darauf, wie viel (Lehr-)Geld und Zeit Sie investieren möchten, wenn Sie ein passendes Angebot nicht in Anspruch nehmen. Letztlich können nur Sie sich diese Frage beantworten. Um jedoch die etwaigen Kosten in Relation zu den möglichen Ergebnissen zu setzen: Mit der einmaligen Investition von 15.000 Euro in ein diversifiziertes Portfolio aus Hochdividendenwerten lässt sich ein (passives) Einkommen von monatlich 100 Euro nach Steuern erzielen. Allein durch die Ausschüttungen wäre damit ein Fachbuch nach gut fünf Tagen, ein Vor-Ort-Seminar nach etwa zwei Monaten refinanziert.
9. Kann ich eine persönliche Einschätzung oder Empfehlung zu einem bestimmten Wertpapier erhalten?
An den weltweiten Börsen sind mehrere Millionen Wertpapiere und tausende Hochdividendenwerte notiert, von denen ich die meisten nicht kenne geschweige denn ausführlich analysiert habe. Ich bin aber gerne bereit, die für eine Einschätzung relevanten Informationen im Rahmen einer Schulung zu beschaffen und zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus empfehle ich keine Wertpapiere. Aus meiner Sicht interessante Titel bespreche ich einschließlich der subjektiv empfundenen Chancen und Risiken unter anderem auf meinem Blog. Die Besprechungen enden meist mit einer generischen Einschätzung, für welchen Investorentyp das jeweilige Papier geeignet sein könnte. Die Betonung liegt auf könnte, denn die konkrete Eignung hängt immer vom individuellen Einzelfall und damit einer Vielzahl von Faktoren ab, die ich nicht kenne. Gleichwohl unterstütze ich Investoren je nach Kenntnisstand mit unterschiedlichen Leistungen auf dem Weg zur persönlichen Anlagestrategie. So oder so ist aber ein jeder für seine Entscheidungen selbst verantwortlich – wie immer im Leben!
10. Kann ich eine Beratung zum Thema Hochdividendenwerte erhalten?
Ich bin weder Anlageberater noch Anlagevermittler oder Wertpapierhändler. Aus dem Grund führe ich auch keine Anlageberatung im Sinne des Kreditwesengesetzes (KWG) durch. Was ich im Rahmen meiner Schulungen anbiete sind Auskunftsleistungen auf dem Gebiet börsengehandelter Hochdividendenwerte sowie außerbörslicher Hochertragsanlagen. Hierbei vermittle ich als beratender Betriebswirt ausschließlich durch Nachforschungen gewonnene Erkenntnisse. Die Bezahlung erfolgt unabhängig von der tatsächlichen Nutzung der zur Verfügung gestellten Informationen. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Seite zu meinen Schulungsangeboten. Darüber hinaus bitte ich den Haftungsausschluss zu beachten.

Depotbanken

1. Welche Depotbank ist die beste?
Die „beste“ Depotbank für alle Lebenslagen gibt es nicht. Die Wahl hängt wie so oft im Leben von den individuellen Präferenzen und Zielen ab. Einkommensinvestoren und solchen, die es werden wollen, empfehle ich zum Einstieg gleichwohl Interactive Brokers beziehungsweise einen Wiederverkäufer wie CapTrader (*) oder LYNX Broker (*). Zum einen ist das Preis-Leistungs-Verhältnis ausgezeichnet, sodass selbst eine Kleinorder im Gegenwert von wenigen hundert Euro wirtschaftlich ausgeführt werden kann. Zum anderen sind über die Handelplattform über eine Millionen Wertpapiere an mehr als 80 Börsen rund um die Welt handelbar. Zudem hat mich persönlich auch die Erreichbarkeit und Kompetenz des deutschsprachigen Service überzeugt. Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Eröffnung eines Depots bei CapTrader (*) habe ich in einem Blogbeitrag dokumentiert.
2. Darf ich ein Konto oder Depot im Ausland eröffnen?
Ja, entgegen anders lautenden Befürchtungen ist es für Bürger der Bundesrepublik Deutschland nicht verboten, ein Konto oder Depot im Ausland zu eröffnen. Lediglich die Kapitalerträge dürfen nicht verschwiegen und müssen hierzulande in der Einkommensteuererklärung deklariert werden. Solange keine steuerbaren Einkünfte anfallen, beispielsweise weil es sich um ein zinsloses Giro- oder Edelmetallkonto handelt, muss die Bankverbindung auch nicht offen gelegt werden. Eine aufschlussreiche Themenseite betreibt das auf In- und Auslandsbanken spezialisierte Informationsportal Optimal Banking.
3. Welche Vor- und Nachteile hat ein Auslandsdepot?
Für Anleger aus Deutschland kann es je nach Anbieter mehrere wesentliche Vorteile haben, ein Depot bei einem Broker im Ausland zu unterhalten. Zum einen sind zahlreiche Auslandsbroker an viel mehr Börsenplätze angebunden als heimische Depotbanken. So haben einige deutsche Broker gerade die für Einkommensinvestoren besonders interessanten Handelsplätze wie Toronto oder Sydney gar nicht im Angebot. Zweitens liegen die Ordergebühren der Auslandsbroker oftmals deutlich unter denen der inländischen Wettbewerber. Dies gilt gerade für Aufträge an vergleichsweise kleinen beziehungsweise „exotischen“ Börsen. Drittens sind Auslandsbroker nicht an die inländische Steuergesetzgebung gebunden und führen daher auch keine (Abgeltungs-)Steuern an den heimischen Fiskus ab. Dementsprechend muss der Anleger die Erträge selbst im Rahmen der jährlichen Steuererklärung angeben und später gegebenenfalls nachzahlen, was ihm einen Liquiditätsvorteil im Vergleich zur sofortigen Abführung bei Auszahlung durch ein inländisches Institut verschafft.
4. Wie aufwändig wird die Steuererklärung, wenn ich ein Auslandsdepot führe?
Den einen oder anderen Investor mag der mit einer Auslandsbank verbundene Aufwand bei der Erstellung der Steuererklärung schrecken. Tatsächlich hält sich die Mehrarbeit sehr in Grenzen und lässt sich auf eine bis zwei Stunden pro Jahr drücken. Eine beispielhafte Erläuterung gibt es sowohl im Gratiskurs als auch in entsprechenden Blogbeiträgen. Weiterer Vorteil: Die Steuererklärung zwingt den Anleger zu einer Auswertung seiner Einkünfte und erhöht durch die Beschäftigung mit dem Thema den Kompetenzgrad in Steuerangelegenheit – auch das ist eine Form der finanziellen Bildung!
5. Sind ausländische Discountbroker überhaupt sicher?
In der Regel sind Anleger über die heimische Bankenlandschaft deutlich besser informiert als über ausländische Institute, zumal wenn diese ihre Leistung in einem anderen Rechtsraum, beispielsweise außerhalb der Europäischen Union (EU), erbringen. Dieses Nichtwissen führt oft zu einer verzerrten Risikowahrnehmung. Tatsächlich werden Privatanlegerdepots in allen Ländern der westlichen Welt treuhänderisch geführt, die Wertpapiere befinden sich also im Eigentum der Anleger, nicht der Bank. Daher sind diese grundsätzlich gegen die Pleite eines Instituts geschützt. Unterschiedlich fallen hingegen die Regelungen im Fall der sehr unwahrscheinlichen, aber dennoch denkbaren Veruntreuung aus. Gleiches gilt bezüglich der Einlagensicherung. Letztere sollen Bankkunden vor dem Verlust ihrer Guthaben bewahren, zumindest bis zu einer bestimmten Höhe. Diese werden nämlich im Gegensatz zu Wertpapieren nicht treuhänderisch verwaltet, sondern sind eine Forderung und damit Darlehen des Kunden gegen das Institut. Nun fallen beispielsweise in beiden Punkten die Sicherungsmechanismen, die der US-amerikanische Gesetzgeber eingezogen hat, deutlich besser aus als diejenigen, die in der EU vorgesehen sind, wie ich in einem Blogbeitrag exemplarisch herausgearbeitet habe.
6. Hat der Brexit Auswirkungen auf meine in England gelagerten Wertpapiere?
Ein wie auch immer gelagerter Brexit wird keine spürbaren Auswirkungen auf deutsche Kunden beziehungsweise Kunden mit Wohnsitz in der Europäischen Union (EU) von Banken haben, die Wertpapiere in England lagern. Das ist beispielsweise bei Interactive Brokers beziehungsweise den Wiederverkäufern wie CapTrader (*) oder LYNX Broker (*) der Fall. Zur Begründung: Interactive Brokers ist ein US-Institut, in England (London) werden ausschließlich die Wertpapiere aller europäischen Kunden gelagert und verwaltet. Das erfolgt analog zu anderen internationalen Lagerstätten, beispielsweise in der Schweiz oder Hongkong, die ja beide auch nicht in der EU sind. Durch den Brexit ändert sich weder etwas an den Eigentumsverhältnissen noch an der Verfügbarkeit der Kunden über die Wertpapiere.
7. Was kostet mich der Übertrag einzelner oder aller Positionen von einem in ein anderes Wertpapierdepot?
Bei einem Übertrag von Wertpapieren zwischen in Deutschland ansässigen Instituten dürfen dem Kunden keine Gebühren in Rechnung gestellt werden. So hat es der Bundesgerichtshof, die höchste deutsche Rechtsinstanz in Straf- und Zivilverfahren, nach einem jahrelangen Rechtsstreit im Jahr 2004 abschließend entschieden. Anders sieht es bei einem Übertrag von Wertpapiere an eine ausländische Depotbank aus. In diesem Fall ist es den Banken erlaubt, hierfür Gebühren zu erheben. Gleiches gilt in der Regel, wenn der Übertrag von einem ausländischen Institut an eine andere Bank erfolgt, egal, ob diese nun im Ausland oder in Deutschland sitzt. Die genaue Gebührenhöhe fällt je nach Depotbank höchst unterschiedlich aus und reicht von etwa 5,00 bis über 40,00 Euro pro Position! Aus dem Grund empfehle ich dringend, sich vor einem Übertrag direkt mit dem (noch) depotführenden Institut in Verbindung zu setzen, um die anfallenden Kosten zu klären. Gegebenenfalls ist ein Verkauf des Bestands mit anschließender Überweisung der liquiden Mittel und dem Neukauf der Wertpapiere die günstigere Variante. In diesem Fall sollte auch den steuerrechtlichen Aspekten Beachtung geschenkt werden. Die Informationen zur Anschaffung der Wertpapiere, beispielsweise Kaufdatum und Kaufkurs, werden übrigens mitübertragen.
8. Was hat es mit MiFID II auf sich?
Unter dem Kürzel MiFID II verbirgt sich die seit dem 03. Januar 2018 gültige Richtlinie 2014/65/EU über Märkte für Finanzinstrumente. In Verbindung mit der zwei Tage zuvor in Kraft getretenen „Verordnung über Basisinformationsblätter für verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte“ (PRIIP-Verordnung) schränkt sie die Handelbarkeit bestimmter Finanzanlagen für Privatanleger mit Wohnsitz in der Europäischen Union (EU) ein. Hierzu zählen unter anderem börsengehandelte Indexprodukte wie die aufgrund ihres in der Regel marktbreiten und kostengünstigen Ansatzes auch bei Einkommensinvestoren beliebten Exchange Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Notes (ETNs), sofern sie nicht bestimmte Vorgaben der Richtlinie erfüllen. Ausführlich habe ich die relevanten Inhalte und Auswirkungen von MiFID II in einem Blogbeitrag besprochen.
9. Kann ich MiFID II mit einem Auslandsdepot umgehen?
Das kommt tatsächlich auf den konkreten Einzelfall an. Fakt ist: Nur weil sich der Sitz einer Depotbank außerhalb der Europäischen Union (EU) befindet, bedeutet das keineswegs, dass dieses nicht die EU-Richtlinie anwendet. Der Grund dafür ist das sogenannte Marktortprinzip. Demnach müssen Banken, die innerhalb der EU ihre aktiv Dienstleistungen anbieten, wozu allein schon Kundenwerbung zählt, eine Banklizenz im jeweiligen Land beantragen. In Deutschland vergibt diese die BaFin, selbstverständlich verbunden mit der Auflage, sämtlichen nationalen und europäischen Vorgaben Folge zu leisten. Und zu diesen gehört auch MiFID II.
10. Kann ich MiFID II mit einem Depot bei Degiro Schweiz umgehen?
Der Schweizer Ableger des niederländischen Finanzkonzerns Degiro hat mit ziemlich genau einem Jahr Verspätung das MiFID-II-Reglement zum 01. Januar 2019 umgesetzt. Dies erfolgte vermutlich aufgrund einer unternehmensweiten Vereinheitlichung, der Kundenservice spricht auf Nachfrage von einer „bewussten internen Entscheidung”. Aus diesem Grund bietet Degiro Schweiz nicht mehr das ursprüngliche Spektrum an Wertpapieren an. Details hierzu können in einem Blogbeitrag einschließlich Podcast zum Thema nachgelesen beziehungsweise nachgehört werden.
11. Kann ich MiFID II mit einem Depot bei der Swissquote Bank umgehen?
Der Schweizer Broker ist tatsächlich das einzige mir bekannte Institut mit deutschsprachigem Service, welches die Handelbarkeit von Wertpapieren für Anleger mit Wohnsitz in der EU bisher in keiner Weise eingeschränkt hat und Nichtschweizer als Kunden akzeptiert. Dies ist bei eidgenössischen Banken keineswegs selbstverständlich. Zudem kann die Konto- und Depoteröffnung komplett digital abgewickelt werden. Die Swissquote eignet sich daher grundsätzlich für alle Anleger, die anderweitig nicht handelbare Exchange Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Notes (ETNs) erwerben wollen. Ergänzend sei hinzugefügt, dass hierzu auch alternative Optionen zur Verfügung stehen, wie ich in einem Blogartikel dargelegt habe. Ein Manko des führenden Schweizer Brokers sind nämlich die vergleichsweise hohen Handelsgebühren. Eine Order lohnt sich hier in der Regel erst ab einem mittleren vierstelligen Betrag in Euro beziehungsweise dem Äquivalent in einer andere Währung. Weitere Hinweise , die es bei der Kontoeröffnung zu beachten gibt sowie einen Trading-Credit (Spesenguthaben) für Neukunden gibt es auf der Empfehlungsseite zu Depotbanken.
12. Kann ich MiFID II mit einem Depot bei Captrader oder LYNX Broker umgehen?
Das ist leider nicht möglich. Der Grund dafür ist das sogenannte Marktortprinzip. Demnach müssen Banken, die innerhalb der Europäischen Union (EU) ihre Leistungen anbieten, wozu bereits das Bewerben derselben zählt, eine Banklizenz im jeweiligen Land beantragen. In Deutschland vergibt diese die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), verbunden mit der Auflage, sämtlichen nationalen und europäischen Vorgaben Folge zu leisten. Und so kommt es dann auch, dass die US-amerikanische Depotbank Interactive Brokers mit seinen beiden bekanntesten Wiederverkäufern CapTrader (*) und LYNX Broker (*) der MiFID-II-Richtlinie unterliegt. Dafür bieten die Broker den Zugang zu circa 80 Börsen und über einer Millionen Wertpapieren bei gleichzeitig äußerst attraktiven Konditionen. Mit Ausnahme außereuropäischer Exchange Traded Funds (ETFs) und Exchange Traded Notes (ETNs) lassen sich dort so gut wie alle (Hochdividenden-)Titel handeln. Für diese gibt es zudem durchweg Alternativen, so dass eine Konto- und Depoteröffnung meist lohnt. Weitere Informationen zu den beiden Brokern gibt es auf der Empfehlungsseite zu Depotbanken.
13. Kann ich nicht gleich bei Interactive Brokers ein Depot eröffnen, anstatt bei Wiederverkäufern wie CapTrader oder LYNX Broker?
Natürlich steht es Privatanlegern frei, direkt bei Interactive Brokers eine Depot zu eröffnen. Tatsächlich ist es ja dieselbe Wertpapierverwahrung und Handelsplattform, die auch über CapTrader (*) und LYNX Broker (*) bereitgestellt wird. Allerdings sind die Zutrittsbarrieren höher. So beträgt die Mindesteinlage bei Interactive Brokers 10.000 US-Dollar, bei den Wiederverkäufern lediglich 2.000 Euro. Zudem stellt Interactive Brokers eine Umsatzgebühr in Höhe von 10,00 US-Dollar pro Monat in Rechnung, auf die sämtliche Handelsprovisionen in dem Zeitraum angerechnet werden. Hier sind also beispielsweise monatlich zehn Aufträge a 100 US-Aktien erforderlich, um die Umsatzgebühr kompensieren zu können. Erst wenn das Gesamtvermögen im jeweiligen Kalendermonat über 100.000 US-Dollar beträgt, fällt keine Mindestumsatzgebühr an. CapTrader und LYNX Broker erheben hingegen weder eine Depot- noch eine Kontoführungs- oder Umsatzgebühr, was bei den meisten Anlegern die höheren, im Vergleich zu anderen Brokern aber immer noch sehr günstigen Gebühren, mehr als wettmachen dürfte. Zudem bieten die Wiederverkäufer ihren Anlegern gut geschulte und deutschsprachige, auch telefonisch erreichbare Kundenbetreuer. Letztlich ist die Brokerwahl in diesem Fall aufgrund der sonst gleichen Leistungen eine Frage der (Gesamt-)Kosten und persönlichen Präferenzen.

Dividenden

1. Wie oft und wann werden Dividenden ausgezahlt?
Die Dividendenfrequenz sowie die Ausschüttungstermine variieren je nach Unternehmen beziehungsweise Finanzinstrument wie beispielsweise Fonds oder ETF. Während in Kontinentaleuropa die Jahresdividende dominiert, sind in der angelsächsischen (Börsen-)Welt Quartals- bisweilen sogar Monatszahlungen üblich. Insbesondere in Australien schütten manche Unternehmen auch halbjährlich aus. Bezüglich der Auszahlungsmonate respektive Auszahlungstage gibt es keine einheitliche Regelung, häufig werden Zahlungen jedoch am Quartalsende und Monatsultimo vorgenommen. Informationen zur Dividendenpolitik gibt es auf der jeweiligen Unternehmens- beziehungsweise Emittentenseite. Darüber hinaus können mehrere hundert thematisch gegliederte Hochdividendenwerte, die halbjährlich, quartalsweise und monatlich ausschütten, im Premiumbereich abgerufen werden.
2. Wann habe ich Anspruch auf die Zahlung einer Dividende?
In Deutschland beziehungsweise Kontinentaleuropa erwirbt grundsätzlich der rechtliche Eigentümer am Tag der Hauptversammlung der jeweiligen Aktiengesellschaft den Dividendenanspruch. Ab dem ersten darauffolgenden Handelstag wird das Wertpapier dann „ex Dividende“, also ohne Dividendenanspruch gehandelt. Ausgezahlt wird die Dividende zumindest in Deutschland gewöhnlich am dritten auf die Hauptversammlung folgenden Bankarbeitstag an die anspruchsberechtigten Anleger. Bisweilen und anderorts kann die Auszahlung auch zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen. Etwas anders sieht es im angelsächsischen Raum aus, wo drei beziehungsweise vier relevante Termine zu beachten sind. Am Deklarationstermin („declaration date“ oder „announcement date“) verkündet das Management eines Unternehmens oder Fonds die Höhe der nächsten Dividende und sowie den Zahlungstermin („payment date“) und den Ex-Dividenden-Termin („ex-dividend date“). Anleger, die das Wertpapier vor beziehungsweise am Ex-Dividenden-Termin im Bestand halten, sind dividendenberechtigt. Anders gesagt: Ab dem Ex-Dividenden-Termin wird das Wertpapier ohne Dividendenberechtigung gehandelt und kann durch den Eigentümer verkauft werden, ohne dass dieser seinen Anspruch auf die (nächste) Dividendenzahlung verliert. Der Ex-Dividenden-Termin liegt zumindest in den USA regulatorisch bedingt einen Bankarbeitstag vor dem Stichtagstermin („record date“). Am Stichtagstermin wird verbindlich festgelegt, welche Anleger dividendenberechtigt sind. Hierfür ist nämlich nicht das Kaufdatum des Wertpapiers, sondern der Eigentumsübertrag entscheidend. Gemäß der T+2-Regel, nach welcher der Übertag spätestens zwei Bankarbeitstage nach der Transaktion zu verbuchen ist, muss ein Anleger das entsprechende Wertpapier also spätestens am Handelstag vor dem Ex-Dividenden-Termin kaufen, damit er es rechtzeitig zum Stichtagstermin in seinem Bestand hält und dividendenberechtigt ist. Der Zahlungstermin selbst kann durchaus mehrere Wochen nach dem Stichtagstermin liegen. Der Zahlungseingang auf dem Depotkonto erfolgt je nach Wertpapier, Clearingstelle und Bankverbindung einige Tage später.
3. Was ist der „Return of Capital“ (ROC)?
Der „Return of Capital“ (ROC) oder „Kapitalrückzahlungsanteil“, nicht zu verwechseln mit dem „Return on Capital“ (ROCE), ist bei US-amerikanischen und teilweise auch kanadischen Wertpapieren eine von mehreren steuerrechtlich relevanten Komponenten, aus denen sich eine Dividendenzahlung zusammensetzt. Sie ergibt sich rückwirkend aus der Bilanz beziehungsweise Gewinn- und Verlustrechnung eines Unternehmens. Alle wesentlichen Grundlagen zum ROC einschließlich eines Praxisbeispiels habe ich in einem Blogbeitrag zum Thema Steuern erläutert.
4. Manche Unternehmen schütten seit Jahren mehr an Dividenden aus, als sie verdienen – müssten die nicht Pleite gehen?
Bisweilen schütten Unternehmen tatsächlich aus der Substanz aus, nehmen also Liquiditätsrücklagen in Anspruch oder gar zusätzliches Eigen- beziehungsweise Fremdkapital auf, um die beschlossene Dividende auszahlen zu können. Die Deutsche Telekom war hierfür über viele Jahre ein unrühmliches Beispiel, was in diesem speziellen Fall nicht unwesentlich am stets klammen Hauptaktionär, dem deutschen Fiskus, gelegen haben dürfte. Sehr oft resultiert die Differenz zwischen Dividende und Gewinn allerdings aus unterschiedlichen Rechnungslegungen, vor allem der Bilanzbuchhaltung einerseits und der Zahlungsstrom-Rechnung andererseits. Dazu ein Beispiel. Wenn ein Immobilieninvestor hierzulande eine Wohnung kauft, können vereinfacht gesagt jedes Jahr zwei Prozent des Kaufpreises abgeschrieben werden. Dennoch verliert das Objekt in der Regel nicht an Wert, da parallel Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten erfolgten. Die Abschreibung kann der Investor von den Mieterträgen als zusätzliche Kosten abziehen, sie schmälern jedoch nicht seine Liquidität. Wenn sich also der Immobilieninvestor die Mieterträge einschließlich des Abschreibungsanteils auszahlt, haben er gewissermaßen mehr „ausgeschüttet“ als „verdient“. Der Zahlungsstrom (Cashflow) ist nicht durch den Gewinn gedeckt. Dennoch kann er dies langfristig so praktizieren, ohne insolvent zu werden. Nach 50 Jahren ist das Objekt übrigens abgeschrieben und hat einen Bilanzwert von einem Euro. Im Grunde ist es gerade bei kapitalintensiven Unternehmen wie beispielsweise Real Estate Investement Trusts (REITs) und Infrastrukturunternehmen genauso, nur eben in einem viel größeren Maßstab. Zudem können sie meistens auch deutlich höhere Abschreibungsraten in Anspruch nehmen als heimische Immobilienanleger.

Steuern

1. Führt die Depotbank für mich die Abgeltungssteuer ab?
Für Steuerinländer, also Privatanleger, die in Deutschland steuerpflichtig sind, gilt folgender Grundsatz: Befindet sich das Depot in Deutschland, ermittelt die Depotbank die steuerlich relevanten Kapitalerträge und gezahlten sowie anrechenbaren ausländischen Quellensteuern und überweist die fällige Abgeltungssteuer an das Finanzamt. Befindet sich das Depot dagegen im Ausland, muss der Anleger die entsprechenden Angaben im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung selbst ermitteln. Praxisbeispiele hierfür gibt es sowohl im Gratiskurs als auch in Blogbeiträgen.
2. Was ist eine Quellensteuer?
Eine Quellensteuer ist eine Steuer auf (Kapital-)Erträge wie beispielsweise Dividenden oder Zinsen, die vor Ausschüttung an einen ausländischen Anleger von der inländischen Zahlstelle, also direkt an der Quelle, einbehalten und an das Finanzamt des Quellenstaats abgeführt wird. Einen guten Einstieg in das Thema Quellensteuern bietet das Informationsportal Finanztip.
3. Wieviel Quellensteuer wird mir abgezogen?
Das hängt vom Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und dem jeweiligen Quellenstaat ab. Zudem kann innerhalb des Abkommens nach unterschiedlichen Ertragsarten unterschieden werden. Eine vollständige und jährlich aktualisierte Übersicht über die im Ausland erhobenen und in Deutschland anrechenbaren Quellensteuern auf Dividenden und Zinsen hält das Bundeszentralamts für Steuern (BZSt) auf einer Informationsseite bereit.
4. Wie kann ich den Quellensteuerabzug im Vorfeld ermitteln?
Einen ersten Anhalt liefert die Übersicht des Bundeszentralamts für Steuern (BZSt), in welcher die entsprechenden Quellensteuersätze gemäß Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) sowie deren Anrechenbarkeit auf die Abgeltungssteuer nach Ländern sortiert gelistet sind. Da die Umsetzung jedoch nicht immer einheitlich erfolgt, empfehle ich die Handhabung für den konkreten Einzelfall direkt beim Kundenservice der Depotbank anzufragen und erst danach das jeweilige Wertpapier zu ordern (oder eben nicht).
5. Kann ich mir die Quellensteuer erstatten lassen?
Die Erstattung der auf die heimische Abgeltungssteuer anrechenbaren Quellensteuer ist in jedem Fall ausgeschlossen. Das gilt auch für den Fall, dass der Sparerpauschbetrag nicht ausgeschöpft wurde. Der über den anrechenbaren Anteil hinausgehende Quellensteuerabzug kann gemäß des jeweiligen Doppelbesteuerungsabkommens (DBA) zurückgefordert werden. Entsprechende Formulare hält das Bundeszentralamt für Steuern (BZSt) bereit. Je nach Land sind zusätzliche, teils kostenpflichtige Bescheinigungen nötig, die den bürokratischen und finanziellen Aufwand deutlich erhöhen können. Aus diesem Grund sowie der teilweise mehrjährigen Bearbeitungszeit schließe ich für mich Anlagen aus, bei denen diese Verfahren nötig ist, um die zu viel gezahlte Quellensteuer erstattet zu bekommen.
6. Wie lange dauert es, bis ich zu viel gezahlte Quellensteuer erstattet bekomme?
Die Erstattung kann je nach Land unterschiedlich lange dauern. So überweist der Schweizer Fiskus entsprechende Beträge innerhalb weniger Wochen. Berüchtigt sind hingegen die italienischen Behörden, die sich schon mal mehrere Jahre mit der Rückzahlung Zeit lassen. Aus diesem Grund sowie dem damit verbundenen administrativen Mehraufwand schließe ich für mich Anlagen aus, bei denen diese Verfahren nötig ist, um die zu viel gezahlte Quellensteuer erstattet zu bekommen.
7. Kann die Quellensteuer mit der Abgeltungssteuer verrechnet werden?
Für Steuerinländer, also Privatanleger, die in Deutschland steuerpflichtig sind, gilt folgender Grundsatz: Befindet sich das Depot in Deutschland, ermittelt die Depotbank die steuerlich relevanten Kapitalerträge, die gezahlten sowie anrechenbaren Quellensteuern und überweist die fällige Abgeltungssteuer an das Finanzamt. Befindet sich das Depot dagegen im Ausland, muss der Anleger die entsprechenden Angaben im Rahmen seiner Einkommensteuererklärung selbst ermitteln. Praxisbeispiele hierfür gibt es sowohl im Gratiskurs als auch in entsprechenden Blogbeiträgen.
8. Dauert die Steuererklärung nicht ziemlich lange, wenn ich sie selbst mache?
Zumindest was die Anlage KAP, also die Einkünfte aus Kapitalvermögen, hier in Kombination mit Dividendenzahlungen, angeht, hält sich der Zeitaufwand sehr in Grenzen. Das gilt selbst dann, wenn der (Auslands-)Broker keine jährliche Erträgnisaufstellung ausstellt und daher sämtliche Dividendengutschriften einzeln nachgewiesen werden müssen. Ausführlich habe ich dieses Procedere, was mich etwa zwei Stunden im kostet, einschließlich tatsächlicher Fallbeispiele, in einem Blogbeitrag erläutert.
9. Dauert die Steuererklärung nicht ziemlich lange, wenn ich sie selbst mache?
Zumindest was die Anlage KAP, also die Einkünfte aus Kapitalvermögen, hier in Kombination mit Dividendenzahlungen, angeht, hält sich der Zeitaufwand sehr in Grenzen. Das gilt selbst dann, wenn der (Auslands-)Broker keine jährliche Erträgnisaufstellung ausstellt und daher sämtliche Dividendengutschriften einzeln nachgewiesen werden müssen. Ausführlich habe ich dieses Procedere, was mich etwa zwei Stunden im kostet, einschließlich tatsächlicher Fallbeispiele, in einem Blogbeitrag erläutert.
10. Wozu dient die Anlage KAP und wann muss ich sie abgeben?
Für die Einkommenssteuererklärung müssen in Deutschland die amtlich bereitgestellten Formulare verwendet werden, unabhängig davon, ob hierfür die Vordrucke in Papierform oder das Programm ELSTER genutzt wird. Die Formulare bestehen aus einem Mantelbogen, auf dem neben den persönlichen einige weitere grundlegende Angaben erfolgen. Ergänzt wird der Mantelbogen um Anlagen für die verschiedenen Einkunftsarten, die das deutsche Steuerrecht kennt. In der sogenannten Anlage KAP werden Einkünfte aus Kapitalvermögen vermerkt, neben Zinsen also beispielsweise Dividenden und Kursgewinne. Seit Einführung der Abgeltungssteuer ist die Abgabe der Anlage KAP nicht mehr verpflichtend. Dies ist allerdings nach wie vor der Fall, wenn Kapitalerträge bezogen wurden, die nicht der Abgeltungssteuer unterlegen haben. Das kann bei einer ausländischen Depotstelle der Fall sein, so beispielsweise bei CapTrader (*), LYNX Broker (*) oder Swissquote, da diese in der Regel keine Abgeltungssteuer berechnen und abführen. Doch selbst wenn die Kapitalerträge dem Steuerabzug unterlegen haben, kann sich die Abgabe der Anlage KAP lohnen, wenn gleichzeitig eine sogenannte Günstigerprüfung beantragt wird. Hierbei prüft das Finanzamt, ob die Versteuerung der Kapitalerträge mit dem persönlichen Steuersatz zu einem günstigeren Ergebnis als der Steuerabzug durch die Abgeltungsteuer führt. Die ist insbesondere dann der Fall, wenn außer Kapitalerträgen keine oder nur geringe Einkünfte erzielt wurden. Sehr ausführlich widmet sich die Redaktion von Finanztip der Anlage KAP in einem erhellenden Artikel.
11. Warum habe ich bei einem US-Wert einen höheren Quellensteuerabzug als erwartet?
Das kann mehrere Gründe haben. Zum einen könnte es sich um ein Wertpapier handeln, welches nicht als „normale“ Aktie klassifiziert ist, sondern einen speziellen rechtlichen Status innehat. Dies ist beispielsweise bei der Master Limited Partnership (MLP) der Fall. Hier wird bei aus Sicht des US-Finanzamtes ausländischen Anteilseignern je nach MLP eine Quellensteuer in Höhe des maximalen US-Bundessteuersatzes von 39,6 Prozent erhoben, um sie gegenüber inländischen Anteilseignern nicht zu übervorteilen. Warum das so ist und entsprechende Gegenmaßnahmen habe ich in einem Blogbeitrag erläutert. Zum anderen könnte es sein, dass bisher noch kein W-8BEN-Formular hinterlegt wurde. Dieses Formular halten Banken und Broker extra für nicht in den USA steuerpflichtige Personen bereit. Wird dieses Formular nicht ausgefüllt, werden automatisch 30 Prozent Quellensteuer bei US-Titeln einbehalten. Das Formular ist kurz und einfach gehalten, es kann und wird meist auch online durch den Kunden ausgefüllt und durch Namenseingabe gegengezeichnet. Ist das korrekt ausgefüllte und unterzeichnete W-8BEN-Formular bei der Bank hinterlegt, werden bei in Deutschland steuerpflichtigen Anlegern in der Regel nur noch 15 Prozent Quellensteuern abgezogen. Anleger, die unsicher sind, ob sie so ein Formular ausgefüllt haben, sollten dazu die Kundenbetreuung ihrer Depotbank kontaktieren. Zu guter Letzt kann der Quellensteuerabzug durch die Depotbank auch schlichtweg fehlerhaft sein. Gerade das Thema Quellensteuern wird von manchen Instituten nicht ordnungsgemäß gehandhabt. Auch hier hilft bisweilen die Rücksprache mit dem Kundenservice und der Verweis auf das entsprechende Doppelbesteuerungsabkommen (DBA), in dem Fall dem zwischen Deutschland und den USA. Allerdings sind mache Institute auch belehrungsresistent oder berufen sich auf Vorgaben der Rechtsabteilung. In diesem Fall ist es aussichtsreicher, die Depotbank zu wechseln, anstatt gegen sie vorzugehen.

Strategie

1. Wie soll ich mein Geld anlegen?
Hier gilt analog die Antwort zu der Frage „2. Soll ich Einkommensinvestor werden und in Hochdividendenwerte investieren?“ in der Rubrik „Vermischtes“, siehe weiter unten.
2. Soll ich die Realdepots aus dem Premiumbereich nachbilden?
Es kommt darauf an! Zumindest nicht blind, also ohne vorher eine Geldanlagestrategie erarbeitet zu haben, in die sich dann die Wertpapiere aus meinen Realdepots zweckmäßigerweise einfügen. In diesem Prozess steht die Auswahl der konkreten Produkte beziehungsweise Wertpapier am Ende, nicht am Anfang. Zuvor sind mindestens die persönlichen Ziele, die Risikotoleranz und Risikotragfähigkeit sowie die Umsetzungsmethode, unter anderem die Anzahl der Positionen im Depot und der Rückgriff auf Einzeltitel oder Sammelanlagen, zu definieren. Die Realdepots können danach als beispielhafte Zusammenstellungen von Hochdividenwerten für die Produktauswahl herangezogen werden, zumal ich aus eigener Erfahrung weiß, wie schwierig sich diese ohne Leitlinien gestaltet.

Vermischtes

1. Können wir uns die Vermittlungsprämie teilen, wenn ich ein beworbenes Angebot nutze?
Nein. Erstens erfolgt die Vermittlung in der Regel über sogenannte Affiliate-Links und damit pseudonym. Das heißt, ich erhalte keinerlei Informationen darüber, wer welches Angebot wann in Anspruch genommen hat. Zum zweiten erhalten die Leser meines Blogs in vielen Fällen ohnehin einen Bonus, wenn sie ein beworbenes Angebot nutzen. Drittens sind solche Prämienteilungen vertraglich meist nicht zulässig. Viertens und für mich am wichtigsten: Ich werde meine Reputation durch eine solche Vereinbarung nicht gefährden, auch wenn der Nachweis kaum möglich ist. Wer nicht möchte, dass ich eine Vermittlungsprämie erhalte, soll das entsprechende Angebot halt direkt in Anspruch nehmen – vorher aber bitte nicht vergessen, den Cache zu leeren!
2. Soll ich Einkommensinvestor werden und in Hochdividendenwerte investieren?
Das hängt von sehr vielen Faktoren ab, die ich (vermutlich) nicht kenne: Wie sieht die persönliche Einkommens- und Vermögenssituation aus? In welcher Höhe ist eine gesetzliche und/oder betriebliche Rente, eine Pension und gegebenenfalls Versicherungsleistungen zu erwarten? Wie sieht es mit der persönlichen Präferenz, der Risikotoleranz und Risikotragfähigkeit aus? Welche Pläne gibt es für die Zukunft? Gibt es wirtschaftlich abhängige Personen und wenn ja, wie lange? Ohne Kenntnis dieser und weiterer Parameter wäre es unseriös, hierzu eine Empfehlung zu geben. Um zu einer angemessenen Antwort zu kommen, biete ich verschiedene Leistungen an.
3. Wie finde ich bei CapTrader ein Wertpapier?
CapTrader unterhält eine ebenso einfache wie effiziente und umfangreiche Wertpapiersuche. Auf der Seite muss in das Eingabefeld lediglich der Name beziehungsweise ein Namensbestandteil des gesuchten Wertpapiers oder dessen Kürzel eingegeben werden. Klickt der Nutzer in der anschließend ausgegebenen Ergebnisliste auf einen Eintrag, werden alle handelbaren Produkte zum jeweiligen Namen in einer gesonderten Übersicht aufgeführt. Diese umfasst sofern vorhanden alle Anleihen, Futures, Optionen, Stamm- und Vorzugsaktien zum Wertpapier mit allen für den Handel notwendigen Angaben. Letztere finden sich unter dem Verweis „Detail“ in der Übersicht und umfassen neben dem Börsenkürzel auch eine hauseigene sogenannte AssetID des Brokers, über die sich das Papier eindeutig identifizieren und handeln lässt.

Wertpapiere

1. Warum dürfen deutsche REITs im Gegensatz zu Immobilienfonds hierzulande nicht in Wohnimmobilien zu investieren?
Das Thema Wohnimmobilien ist in Deutschland ein weitaus politischeres als in vielen anderen Ländern – meiner Meinung nach zum Nachteil sowohl von Anlegern als auch Mietern. Allein auf die Kombination der Begriffe „Wohnraum“ und „Kapitalmärkte“ dürften weite Teile der politischen Führung quer durch alle Parteien allergisch reagieren. In diesem Zusammenhang verweise ich an das seit Frühjahr 2019 in Planung befindliche Volksbegehren in Berlin. Das Gesetz über deutsche Immobilien-Aktiengesellschaften mit börsennotierten Anteilen (REITG) trat erst 2007 in Kraft und schließt gleich im ersten Abschnitt des ersten Paragraphen den Erwerb und die Nutzung von Bestandsmietwohnimmobilien aus. Die (offenen) Immobilienfonds sind hingegen in der Nachkriegszeit und damit in einer historisch günstigen Situation groß geworden, in der nicht nur der Wohnungsmarkt weitaus weniger politisiert war. Zudem sind viele dieser Fonds bei „unverdächtigen“ Instituten wie den Sparkassen und Volksbanken beheimatet. Ausländische REITs dürfen übrigens in Deutschland Bestandsmietwohnimmobilien erwerben sowie bewirtschaften und machen von diesem Recht auch rege Gebrauch.
2. Warum werden Wertpapiere an der Londoner Börse zu so hohen Kurswerten von zum Teil mehreren tausend Pfund je Anteil gehandelt?
Die London Stock Exchange (LSE) weist eine Besonderheit auf, denn die Notiz der Wertpapiere erfolgt dort traditionell nicht in britischen Pfund (Great Britain Pound, GBP), sondern in Pence (Great Britain Pence, GBp). Somit steht eine an der LSE notierte Aktie also beispielsweise nicht bei 3.000 Pfund (GBP), sondern bei 3.000 Pence (GBp) beziehungsweise 30,00 Pfund.

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