Sparanlagen

Sicherheit und Liquidität

Auf meinen Vorträgen und Seminaren werde ich nicht müde, die Wichtigkeit einer Liquiditätsreserve zu betonen. Warum? Einerseits, um jederzeit nichtplanbare Ausgaben decken zu können, beispielsweise für den Ersatz der kaputten Waschmaschine oder eine teure Autoreparatur. Andererseits, um finanzielle Engpässe, etwa den Wegfall des Gehalts, zu überbrücken. Beides sollte ohne Rückgriff auf das persönliche Risikokapital, vor allem in Form börsennotierter Wertpapiere, möglich sein. Der Teufel ist bekanntlich ein Eichhörnchen und die Kurse ausgerechnet dann im Keller, wenn illiquide Anleger unter Verkaufsdruck stehen.

Wie hoch sollte die Reserve bemessen sein? Das lässt sich so pauschal gar nicht bestimmten, bei Beamten und Mietern kann sie niedriger, bei Selbständigen und Eigenheimbesitzern sollte sie höher ausfallen. Mit den in der Literatur vielzitierten drei Monatsgehältern liegen die meisten Haushalte sicher nicht verkehrt. Hinzu gesellt sich derjenige Anteil am Gesamtvermögen, der gemäß der persönlichen Risikotoleranz und Risikotragfähigkeit möglichst schwankungsarm angelegt werden soll.

Für die Liquiditätsreserve ebenso wie die schwankungsarme Anlage eignen sich Tages- und gegebenenfalls Festgelder. Sie verbinden höchste Sicherheit und Verfügbarkeit mit einfacher Handhabung. Zudem fallen für die Kontoeröffnung und -verwaltung keine Kosten oder Gebühren an. Bei der Auswahl des passenden Angebots geht Sicherheit immer vor Ertrag! Es versteht sich von selbst, dass sämtliche Hochzinsanlagen hierfür explizit nicht in Frage kommen. Das gilt auch für das bisweilen irreführenderweise so genannte „P2P-Tagesgeld“ des baltischen Anbieters Bondora.

Ohnehin sollten Anleger von vorne herein mit einer real negativen Rendite (Tagesgeldzins abzüglich Inflationsrate) kalkulieren und diesen Verlust als Kosten der steten Zahlungsfähigkeit verbuchen. Hierbei handelt es sich übrigens um eine historische Konstante, wie ich in einem früheren Blogbeitrag ausgeführt habe. Nachfolgend stelle ich meine beiden favorisierten Anbietern von Tages- und Festgeld vor, von denen einer innerhalb und einer außerhalb des Bankensystems agiert.

Außerhalb des Bankensystems: Bundesschatz

Wer seine Liquiditätsreserve außerhalb des Bankensystems und dennoch nicht unter dem Kopfkissen aufbewahren möchte, muss seit 2013 ins benachbarte Ausland ausweichen. Seinerzeit hatte die Bundesregierung beschlossen, das Privatkundengeschäft aufzugeben und die Ausgabe von Bundesschatzbriefen, Finanzierungsschätzen und Tagesgeldanleihen via Finanzagentur eingestellt.

Deutlich anlegerfreundlicher gibt sich hingegen der österreichische Fiskus. So können Privatpersonen aus der gesamten Europäischen Union (EU) direkt in Bundesschätze der Alpenrepublik anlegen. Die Mindestinvestition beträgt 100 Euro, die Laufzeiten variieren zwischen einem Monat und zehn Jahren. Die Zinssätze bewegen sich im marktüblichen Bereich zwischen 0,00 und 0,40 Prozent.

Das Formular zur Kontoeröffnung kann direkt auf der Seite der Österreichischen Finanzagentur ausgefüllt und muss anschließend ausgedruckt mit einer Ausweiskopie (Führerschein, Personalausweis, Reisepass) gen Wien verschickt werden. Nach Einrichtung und Freischaltung des Kontos gibt es per Post die Zugangsdaten, mit denen es via Internet verwaltet werden kann.

Sofern dem Kontoeröffnungsantrag eine Ansässigkeitsbescheinigung – die gibt es beim örtlichen Finanzamt – beigefügt wird, fällt auch keine Österreichische Kapitalertragsteuer an, hierzulande wird auf etwaige Erträge die Abgeltungssteuer fällig, sofern der Sparerpauschbetrag ausgeschöpft wurde. Diese müssen Anleger übrigens selbst deklarieren. Alle gängigen Fragen beantwortet die Finanzagentur auf einer eigens dafür eingerichteten Seite, zum Angebot und der Kontoeröffnung gelangen Sie mit einem Klick auf nachfolgendes Banner:

Sparen - Banner von bundesschatz.at

Innerhalb des Bankensystems: WeltSparen

Wer sich auch innerhalb des Bankensystems wohl fühlt und flexibel bleiben möchte ohne „Tagesgeldhopping“ zu betreiben ist bei Deutschlands führendem Zinsportal sehr gut aufgehoben. Die 2013 gegründete Vermittlungsplattform bietet ihren Kunden den Zugriff auf mehrere hundert Tages- und Festgeldangebote europäischer Banken. Der Clou: Anleger müssen sich nur einmal anmelden und identifizieren und können danach über das Portal das für sie passende Angebot aussuchen und jederzeit bei Fälligkeit wechseln. Das hierfür notwendige, kostenlose Verrechnungskonto wird bei der MHB-Bank in Frankfurt geführt.

Nun gilt es aber, was das Angebot dieser und anderer Zinsportale angeht, Abstufungen in Punkto Sicherheit vorzunehmen. Der Grund: Zahlreiche Partnerbanken sind in kein wirksames Einlagensicherungssystem eingebunden. Zudem kommen gerade finanzschwache Staaten trotz einer entsprechenden EU-Richtlinie ihren Entschädigungsverpflichtungen nur mit erheblichem Druck und dann auch nur mit deutlicher Verzögerung nach, wie es Bulgarien nach der Pleite der Corporate Commercial Bank im Jahr 2014 vorexerziert hat. Ergänzend sei angemerkt, dass bisher keiner der über 160.000 Kunden von WeltSparen (*) von einem solchen Vorfall betroffen war.

Die Sicherheitsproblematik sehe übrigens nicht nur ich so, sondern auch die Stiftung Warentest, die von Banken beziehungsweise ihren Angeboten in den baltischen Staaten, Italien, Malta, Osteuropa, Portugal und Zypern mangels ausreichender Wirtschaftskraft des Landes ausdrücklich abrät. Zu Recht, wenn Sicherheit vor Ertrag geht, lohnen die wenigen Zehntelprozentpunkte das zusätzliche Risiko nicht.

Erfreulicherweise kann WeltSparen (*) auch mit Angeboten aus Ländern aufwarten, die über den Zweifel der Stiftung Warentest erhaben sind und für Privatkunden teilweise nur über das Portal erhältlich sind. Hierzu zählen Tages- und Festgelder in Euro von Banken aus Deutschland und Österreich sowie Großbritannien, Norwegen und Schweden. Hinweis: Auch bei Euro-Anlagen ist die Einlagensicherung der drei letztgenannten Länder nominal in Pfund und Kronen ausgewiesen. Aus diesem Grund empfiehlt die Stiftung Warentest einen Wechselkurspuffer einzuplanen und nicht mehr als 80.000 Euro je Institut anzulegen.

Wer auch seine liquiden Mittel über das Eurosystem hinaus diversifizieren möchte, für den hat WeltSparen (*) Festgeldangebote in US-Dollar und norwegischen Kronen ab drei Monaten Laufzeit in petto. Die Anlage in Kronen erfolgt bei der norwegischen BN Bank mit Sitz in Trondheim und ist für hiesige Anleger die vermutlich einzige Möglichkeit, ein Bankkonto im skandinavischen Königreich aus der Ferne zu eröffnen.

Was spricht für eine Anlage in Norwegen? Einlagen sind bis zu zwei Millionen norwegische Kronen abgesichert, was aktuell deutlich über 200.000 Euro entspricht. Zudem glänzt Norwegen mit hervorragenden ökonomischen Rahmenbedingungen, die öffentliche Verschuldung ist niedrig und das vom norwegischem Pensionsfonds, dem größte Staatsfonds der Welt, verwaltete Vermögen kreist um eine Billionen Euro. Erkauft wird diese interessante Perspektive, wie auch eine Anlage in US-Dollar, mit einem Wechselkursrisiko. Für den unmittelbaren Notgroschen sind Fremdwährungsanlagen daher ebenso ungeeignet wie langfristige Festgelder.

Neukunden von WeltSparen (*) erhalten aktuell eine Willkommensprämie, deren Höhe sich nach dem Anlagebetrag des ersten abgeschlossenen Produktes bemisst. Um die Prämie zu erhalten, genügt es, eine E-Mail mit dem Stichwort „Willkommensprämie“ an kundenservice@weltsparen.de zu senden. Für weitere Informationen zu WeltSparen sowie zur Kontoeröffnung klicken Sie einfach auf folgendes Banner (*):

Sie suchen weiter nach einem zu Ihnen passenden Tagesgeldkonto? Dann nutzen Sie hierzu doch den laufend aktualisierten Vergleichsrechner (*):