Depotbanken

Regulatorische Einschränkungen

Die gesamte Bandbreite an Hochdividendenwerten lässt sich nicht bei jeder Bank respektive Broker zu akzeptablen Konditionen handeln. Hierauf bin ich in einem Blogbeitrag ausführlich eingegangen. Zudem hat das Inkrafttreten der Richtlinie 2014/65/EU über Märkte für Finanzinstrumente, kurz MiFID II, die Handelbarkeit bestimmter Wertpapiere mit dem Jahresauftakt 2018 spürbar erschwert.

Die Richtlinie schreibt für strukturierte Finanzprodukte wie Exchange Traded Funds (ETFs) oder Exchange Traded Notes (ETNs) eine definierte Zielmarktdefinition in deutscher Sprache vor. Eine solche liegt für zahlreiche außerhalb der Europäischen Union (EU) notierten Wertpapiere nicht vor. Ohne Zielmarktdefinition erfolgt keine Handelsfreigabe für Privatkunden! Nähere Informationen zum Thema finden sich in meinem Gratiskurs. Umgehen lassen sich diese Einschränkungen zur Zeit noch mit ausgesuchten Bankverbindungen außerhalb der EU.

Inländische Depotbanken

Das wohl breiteste Angebot mit Zugang zu fast allen Weltbörsen bei gleichzeitig äußerst attraktiven Konditionen bieten im Inland (Deutschland) ansässige Institute, die den Wertpapierhandel und die Depotverwaltung über Interactive Brokers in Großbritannien abwickeln lassen. Die beiden bekanntesten und größten dieser sogenannten Wiederverkäufer sind CapTrader und LYNX Broker. Mit Ausnahme von ETFs und ETNs lassen sich dort so gut wie alle Wertpapiere respektive Hochdividendenwerte handeln.

Die Servicezentrale von CapTrader befindet sich in Ratingen bei Düsseldorf. Das Institut habe ich in einem Artikel detailliert vorgestellt. In drei weiteren Blogbeiträgen habe ich die Depoteröffnung, die Depotverwaltung und schließlich die Depotsicherheit (Stichwort: Wertpapierleihe) ausführlich thematisiert. Zur Kontoeröffnung gelangen Sie mit einem Klick auf nachfolgendes Banner (*):

LYNX Broker ist der deutsche Ableger der gleichnamigen, erst 2006 in den Niederlanden gegründeten Bank und hierzulande in Berlin ansässig. Die Konditionen sind mit denen von CapTrader vergleichbar. LYNX Broker habe ich allerdings im Gegensatz zu CapTrader nicht persönlich getestet. Für weitere Informationen klicken Sie bitte auf dieses Banner (*):

Ausländische Depotbanken

Dasselbe breite Wertpapierspektrum lässt sich bei der Swissquote Bank handeln. Der führende Schweizer Onlinebroker verlangt für Depot nebst Verrechnungskonto aktuell Verwaltungsgebühren in Höhe von 0,025% des Depotvolumens pro Quartal (mindestens 15, höchstens 50 Franken). Die Handelskosten an den großen Börsen sind vertretbar, wenngleich deutlich höher als bei CapTrader und LYNX Broker. Ausgehende Überweisung werden zudem mit zwei Euro respektive Schweizer Franken (je nach Konto) in Rechnung gestellt. Negativzinsen fallen ab einem Barbestand von über einer Millionen Schweizer Franken an.

Wer sich hingegen mit einem Depot in der Eurozone wohler fühlt, kann auf die Dienste des Onlinebrokers Internaxx aus Luxemburg zurückgreifen. Hier sind ebenfalls alle gängigen Wertpapiere beziehungsweise Hochdividendenwerte handelbar. Sowohl das Leistungsspektrum als auch die Gebührenstruktur sind der Swissquote Bank sehr ähnlich. Beide ausländische Broker bieten übrigens einen komplett deutschsprachigen Service einschließlich Kontoeröffnung per Post an. Einlagen sind bis 100.000 CHF beziehungsweise Euro abgesichert.

Der Handel bei Internaxx unterliegt analog zu den beiden inländischen Depotbanken den regulatorischen Einschränkungen durch MiFID II, Kunden des Instituts müssen also auf den Handel mit den meisten außereuropäischen ETFs und ETNs verzichten. Bei der Swissquote Bank hingegen greift die EU-Richtlinie nicht. Der Schweizer Broker ist damit der einzige mir bekannte Anbieter mit deutschsprachigem Service, der den Wertpapierhandel für Privatanleger mit EU-Wohnsitz nicht eingeschränkt hat!

Sie suchen weiter nach der zu Ihnen passenden Depotbank? Dann nutzen Sie hierzu doch den laufend aktualisierten Vergleichsrechner (*):

(*) Bei den mit Sternchen gekennzeichneten Verweisen handelt es sich um sogenannte Affiliate-Links. Für Bestellungen, die nach einem Klick auf so einen Verweis getätigt werden, erhalte ich vom Anbieter eine Provision. Der Verkaufspreis ändert sich dadurch nicht. Weitere Informationen hierzu finden sich auf der Blogseite Transparenz sowie bei Wikipedia.