Dividendenstrategie – Das Blitz-Depot für Aktienliebhaber

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In zwanzig Minuten zum Wertpapiersparplan

Über ein Jahr ist es mittlerweile her, dass ich mit dem Blitz-Depot für Jedermann eine Möglichkeit vorgestellt habe, in zwanzig Minuten ein ausschüttungsstarkes und nahezu kostenfreies ETF-Weltportfolio einzurichten – Depoteröffnung inklusive. Hierfür habe ich die Dienste des seinerzeit noch jungen, rein app-basierten Brokers Trade Republic (*) in Anspruch genommen. Tatsächlich handelte es sich bei dem Blogartikel und Podcast um die mit Abstand beliebtesten Beiträge des Jahres 2019 auf meiner Plattform!

Selbstverständlich bin ich als Trade-Republic-Kunde der ersten Stunde mit gutem Beispiel vorangegangen und habe das Blitz-Depot mit den in der Grundvariante vorgestellten fünf Exchange Traded Funds (ETFs) bestückt, um die Leistungsfähigkeit des Brokers zu testen. Diesbezüglich hat tatsächlich alles reibungslos geklappt, die Verbuchung der Dividenden, die Abrechnungen sowie die Jahressteuerbescheinigung ergingen ebenso automatisiert wie korrekt und aussagekräftig.

Handelsspektrum und Neuigkeiten

In der Folge hat Trade Republic (*) sein Angebot kontinuierlich weiterentwickelt. Seit November 2019 bietet der Broker kostenlose ETF-Sparpläne ab 25,00 Euro je Ausführung an. Das Spektrum umfasste zunächst 280 ETFs, derzeit sind über 300 unterschiedliche Papiere im Angebot. Dieses umfasst erfreulicherweise auch alle im Blogbeitrag zum Blitz-Depot vorgestellten ETFs.

Insgesamt können Stand heute knapp 8.000 Aktien und ETFs sowie 40.000 Optionsscheine und Zertifikate provisionsfrei gehandelt werden, es fällt mit Ausnahme der Sparpläne lediglich eine Fremdkostenpauschale von einem Euro je Order an, die Handelszeiten gehen von 07:30 bis 23:00 Uhr. Übrigens wurde in der jüngsten Ausgabe des Extra-Magazins (*) der Frage nachgegangen, ob die sogenannten Low-Cost-Broker vergleichsweise schlechte Börsenkurse bieten. Das Fazit, welches Trade Republic mit einschließt, lautet: „Anleger sind bei Low-Cost-Brokern […] in punct Kosten und Ausführungsqualität auf der sicheren Seite.“ Die versprochene Bindung an den Referenzmarkt XETRA wird demnach durchgehend eingehalten.

Eine weitere positive Veränderung sind die ergänzenden Informationen, die mittlerweile standardmäßig zu jedem Wertpapieren mitgeliefert werden. Diese umfassen zahlreiche Kennzahlen, unter anderem die Dividendenrendite und Dividendenhistorie, was gerade für suchfaule Einkommensinvestoren eine echte Erleichterung darstellt. Zu guter Letzt konnte Trade Republic im April 2020, also inmitten der Shutdown-Wirren, eine Finanzierungsrunde über 62 Millionen Euro erfolgreich abschließen. Notiz am Rande: Mit dem Peter Thiel Founders Fund ist sogar eine hochkarätige Investorenlegende nun mit an Bord.

Logo von Trade Republic
Der Innovator unter den Neo-Brokern, Bildquelle: Seite des Unternehmens

Kostenlose Aktiensparpläne

Zumindest einen Teil der Geldregens haben die Strategen von Trade Republic (*) genutzt, um ihr Leistungsangebot um eine interessante Komponente zu erweitern. So können Anleger bei Trade Republic seit Anfang September über 1.000 Aktien aus aller Herren Länder besparen. Und das in guter Neo-Broker-Tradition natürlich ebenfalls kostenlos. Zudem hat Trade Republic die Einstiegshürde noch weiter herabgesetzt und die Mindestrate sowohl für Aktien- als auch ETF-Sparpläne auf lediglich 10,00 Euro je Ausführung gesenkt.

Bereits in meinem letzten Beitrag zum Blitz-Depot bei Trade Republic hatte ich ausgeführt, dass sich unter den handelbaren Einzeltiteln viele Hochdividendenwerte tummeln. Nun habe ich die Gelegenheit genutzt und mich analog zum ETF-Depot auf die Suche nach einem Einzelwert-Depot für Einkommensinvestoren gemacht, welches sich über den App-Broker abbilden lässt. Die Vorgaben dafür habe ich direkt aus dem Blogbeitrag übernommen:

  • Dividendenrendite: Fünf Prozent pro Jahr bezogen auf das Gesamtportfolio
  • Zahlungsfrequenz: Unterjährige Ausschüttungen
  • Allokation: Streuung über möglichst viele Instrumente und Regionen

Um die geplante Vergleichbarkeit herzustellen und den Aufwand in Grenzen zu halten, soll das Einzelwert-Depot zudem auf insgesamt fünf Positionen beschränkt bleiben. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass die in Frage kommenden Wertpapiere eine gewisse Antifragilität bezüglich des Geschäftsmodells aufweisen sollten, um (Total-)Ausfälle zu vermeiden. Zudem muss sichergestellt sein, dass die Aktien ebenso wie die ETFs sparplanfähig sind.

Die leidige Quellensteuer

Bei der Vorsortierung habe ich zunächst eine Ländervorauswahl getroffen. Sämtliche Wertpapiere aus den USA, Großbritannien, Singapur und Hongkong sind steuerrechtlich einfach zu handhaben. In den drei letztgenannten Ländern fällt keine Quellensteuer auf Dividenden an, Ausschüttungen US-amerikanischer Papiere werden mit 15 Prozent Quellensteuer belastet, die jedoch in voller Höhe gemäß dem Doppelbesteuerungsabkommens zwischen den USA und Deutschland auf die Abgeltungssteuer angerechnet wird, wie mir über die Abwicklungsabteilung von Trade Republic (*) mitgeteilt wurde.

Im Gegenzug fällt leider Kanada raus, hier werden wie bei so vielen deutschen Instituten 25 Prozent Quellensteuer einbehalten, von denen jedoch nur 15 Prozent auf die heimische Abgeltungssteuer anrechenbar sind. Die Differenz können Anleger beim kanadischen Fiskus zurückfordern, was Geld und Zeit kostet und daher für mich nicht in Frage kommt. Differenziert sieht die Sache bei australischen Papieren aus, je nachdem, um was für einen Titel es sich handelt. Bei Spark Infrastructure beispielsweise fällt keine Quellensteuer an, wie mir ein Anleger berichtet hat; allerdings ist der Titel nicht sparplanfähig. Hier sollten Investoren also vorab den Kundenservice kontaktieren, um unliebsame Überraschungen zu vermeiden.

Letztendlich habe ich mich für eine breit streuende Beteiligungsgesellschaft, einen weltweit aufgestellten Pharmakonzern, ein in mehreren Industrieländern operierendes Infrastrukturunternehmen, einen alteingesessenen Energieversorger sowie eine diversifizierte Immobiliengesellschaft entschieden. Vier der Positionen sind Quartalszahler, eine schüttet halbjährlich aus. Bei einer gleichgewichteten Investition in alle fünf Titel beträgt die Dividendenrendite auf das Jahr hochgerechnet derzeit 6,8 Prozent.

Ares Capital Corporation

Die 2004 gegründete Ares Capital ist die nach Marktkapitalisierung größte und hierzulande vermutlich auch bekannteste Business Development Company (BDC). Gehandelt werden kann das Papier bei Trade Republic über die Wertpapierkennnummer (WKN) A0DQY4. BDCs sind besonders regulierte Private-Equity-Gesellschaften, die überwiegend in nicht börsennotierte Unternehmen des US-amerikanischen Mittelstands, der für sich genommen drittgrößten Volkswirtschaft der Welt, investieren.

Das Portfolio von Ares Capital umfasst etwa 350 unterschiedliche Beteiligungen, wobei mehrheitlich Fremdkapital in Form von Anleihen und Krediten zur Verfügung gestellt wird. Gut drei Viertel der Fremdkapitalfinanzierungen sind durch Vermögenswerte besichert. Im Branchenmix dominieren das Gesundheitswesen mit 22 und Konsumgüterhersteller mit 18 Prozent der Portfoliounternehmen. Als eine von wenigen BDCs verfügt Ares Capital über ein Rating der drei führenden Agenturen. Dieses liegt sowohl bei Moody’s mit Baa3, S&P mit BBB- sowie Fitch mit BBB durchweg im Investment-Grade-Bereich. Fitch attestierte Ares Capital im Februar 2019 sogar, über die stärkste Bilanz des Sektors zu verfügen: „[We] believe that Ares has the strongest capital structure in the BDC space.”

Die Marktkapitalisierung der BDC beläuft sich auf gut fünf Milliarden Euro, der Kurs schwankte in den letzten zwölf Monaten zwischen 7,26 und 17,69 Euro, zuletzt stand er bei 11,80 Euro. Ausgeschüttet wird quartalsweise nahezu der gesamte Überschuss (nach Investitionen), die Dividendenrendite beläuft sich auf 11,2 Prozent. Einkommensinvestoren profitieren hierbei doppelt von den speziellen gesetzlichen Rechten und Pflichten, denen BDCs unterliegen. So sind die Beteiligungsgesellschaften einerseits von der Körperschaftssteuer befreit, müssen im Gegenzug jedoch einen Großteil ihres Gewinns auskehren.

Übrigens musste Ares Capital die Dividende im Zuge des Shutdown-Crashs bisher nicht kürzen und das, obwohl der Kurs des Papiers in der Spitze um 57 Prozent in die Knie gegangen ist – BDCs sind aufgrund ihres Geschäftsmodells höchst volatil. Zur Stabilität des Unternehmens trägt nicht zuletzt die vergleichsweise moderate Fremdkapitalquote von etwa 50 Prozent bei.

GlaxoSmithKline

Ein ebenso lukrativer wie streitbarer Wirtschaftssektor ist die Pharmabranche. Und hier gehört die in London beheimatete GlaxoSmithKline (GSK) mit ihren über 100.000 Mitarbeitern zu den großen globalen Spielern. Bezogen auf den 2019er Umsatz liegt das Unternehmen mit knapp 34 Milliarden Britischen Pfund (GBP) im Vergleich der internationalen Pharmakonzerne auf Rang sieben. Handelbar ist der Titel bei Trade Republic unter der WKN 940561.

Der aktuelle Kurs beläuft sich auf circa 16 Euro und schwankte über die letzten zwölf Monate zwischen 10,47 und 22,04 Euro. Die Marktkapitalisierung liegt demnach bei rund 79 Milliarden Euro. Das Unternehmen selbst ist in drei Bereiche gegliedert. GSK Pharma produziert eine breite Palette von Medikamenten, unter anderem Antibiotika und Antidepressiva sowie Mittel gegen Asthma, Epilepsie, Erkältungskrankheiten, Gicht, Grippe, Herpes, HIV, Krebserkrankungen und Raucherentwöhnung. GSK Biologicals wiederum stellt verschiedene Impfstoffe, GSK Consumer Healthcare zahlreiche Gesundheitsprodukte und Hygieneartikel her. Produktionsstandorte unterhält das Unternehmen in Europa, Nordamerika und Asien, vertrieben werden die Produkte weltweit.

Insbesondere die beiden erstgenannten Sparten tragen in besonders hohem Maße zum gut kalkulierbaren und auch in konjunkturellen Schwächephasen sprudelndem Cashflow bei. Das spiegelt sich auch in der Dividende wider, die seit mindestens 20 Jahren noch nie ausgesetzt oder gekürzt werden musste. Gezahlt wird quartalsweise, annualisiert beläuft sich die Dividendenrendite auf 5,5 Prozent. Die Auszahlungsrate betrug zuletzt 80 Prozent des Gewinns. Die Fremdkapitalquote liegt bei 76 Prozent, was für Pharmaunternehmen mit einem gut bestückten Produktportfolio durchaus typisch ist. Leisten kann sich GSK die Schulden allemal, ist doch der Kapitaldienst mehrfach durch den Cashflow gedeckt. Im Shutdown-Crash ging es dieses Jahr um marktübliche 35 Prozent nach unten.

National Grid

Ebenfalls in London beheimatet ist der größte britische Übertragungsnetzbetreiber National Grid, der über die WKN A2DQWX bei Trade Republic gehandelt werden kann. Entstanden ist das Unternehmen im Zuge der Liberalisierung beziehungsweise Privatisierung des Energie- und Versorgungssektors. Der öffentliche Netzbetreiber Central Electricity Generating Board (CEGB) wurde dabei im Jahr 1990 umbenannt und in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, die Anteile an die zwölf regionalen Energieversorger in England verteilt. Im Dezember 1995 wurden die Aktien von National Grid erstmals an der London Stock Exchange (LSE) zum Handel zugelassen, innerhalb eines Jahres haben die zwölf Energieversorger ihre Aktienpakete fast vollständig versilbert.

Heute weist National Grid eine Marktkapitalisierung von fast 36 Milliarden Euro auf. Der Kurs schwankt aktuell um die 10,00 Euro, in den vergangenen zwölf Monaten oszillierte er zwischen 8,26 und 12,91 Euro. Erwirtschaftet haben die über 22.000 Mitarbeiter von National Grid im vergangenen Jahr einen Umsatz von 15 Milliarden GBP. Neben dem Überlandnetz auf der Insel besitzt National Grid Strom- und Gasnetze in Australien und den USA, das Tochterunternehmen National Grid USA ist sogar im S&P 500 gelistet.

Insbesondere das knapp 9.000 Kilometer lange Übertragungsnetz in England und Wales liefert sehr gut kalkulierbare und konjunkturunabhängige Umsätze. Als faktischer Monopolist verfügt National Grid hier über einen klassischen Burggraben, im Gegenzug unterliegt der Betrieb ebenso wie die Entgelte freilich den Vorgaben der zuständigen Regulierungsbehörde. Das hat jedenfalls ausgereicht, um seit 1996 eine kontinuierlich steigende (!) Dividende zahlen zu können, selbst durch die Weltfinanzkrise und den Shutdown-Crash hindurch, bei dem der Kurs um 34 Prozent nachgab.

Gezahlt wird halbjährlich, die Dividendenrendite beträgt auf das Jahr hochgerechnet 5,3 Prozent. National Grid schüttete zuletzt circa 80 Prozent des Überschusses aus. Die Schuldenquote liegt bei infrastrukturtypischen 71 Prozent, hierzu gilt analog die Aussage bezüglich GSK.

PPL Corporation

In diesem Jahr durfte die unter der WKN 895250 handelbare Pennsylvania Power and Light Corporation, kurz PPL, ihren einhundertsten Geburtstag feiern. Der Konzern hat seinen Hauptsitz im namensgebenden US-Bundesstaat. Über sieben Tochtergesellschaften wird vor allem Strom in beziehungsweise für Pennsylvania, Kentucky, Montana und Virginia produziert und verteilt. Ferner wird in wesentlich kleinerem Umfang auch Gas vertrieben Die vergleichsweise bescheidenen Geschäftsaktivitäten in Großbritannien soll eine kürzlich veröffentlichten Pressemeldung zufolge veräußert werden.

Im vergangenen Jahr erzielte der Konzern mit seinen über 12.000 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 7,8 Milliarden sowie einen Gewinn von knapp 1,8 Milliarden US-Dollar (USD) bei 140 Milliarden ausgelieferten Kilowattstunden Strom. Das macht beim aktuellen Kurs von um die 24,00 Euro eine Börsenbewertung von circa 18,6 Milliarden Euro. Innerhalb der letzten zwölf Monate bewegte sich die Spannbreite des Kurses von 16,37 bis 33,51 Euro.

Die Hauptvermögenswerte von PPL sind vor allem zahlreiche Kohle- und Gas- sowie ein Kernkraftwerk nebst der dazugehörigen Netzinfrastruktur. Hinzu kommen Wasserkraftanlagen und Solarparks. Wie auch National Grid kann PPL als Quasimonopolist einerseits die Ertragslage gut kalkulieren, andererseits ist der Konzern in der Preisgestaltung nicht frei. Analog zum britischen Versorger reicht das jedoch allemal für eine bis 1999 zurückreichende, makellose Dividendenhistorie.

Derzeit schüttet PPL 0,415 USD je Anteil und Quartal bei einer Ausschüttungsquote von 68 Prozent aus und kommt so auf eine Dividendenrendite in Höhe von knapp 5,9 Prozent pro Jahr. Die langfristigen Verbindlichkeiten des Unternehmens liegen bei 45 Prozent der Vermögenswerte. Die Kursverluste im Shutdown-Crash summierten sich auf 55 Prozent und damit knapp über den 50 Prozent, die PPL im Zuge der Weltfinanzkrise zu verzeichnen hatte.

W. P. Carey

Der Real Estate Investment Trust (REIT) wurde im Jahr 1973 vom US-amerikanischen Immobilieninvestor William Polk Carey gegründet. Gehandelt werden können die Anteile von W. P. Carey bei Trade Republic über die WKN A1J5SB, der aktuelle Kurs bewegt sich um die Marke von 56,00 Euro und damit im mittleren Bereich zwischen den Kursextremen der letzten 12 Monate von 35,73 beziehungsweise 84,32 Euro. Damit bringt das Immobilienunternehmen eine Marktkapitalisierung von knapp zehn Milliarden Euro auf die Börsenwaage.

Analog zu BDCs sind auch REITs von jeglichen Unternehmenssteuern befreit und im Gegenzug zu Mindestausschüttungsquoten verpflichtet. Voraussetzung für den Status als REIT, der im Gegensatz zur BDC nicht nur in den USA, sondern rund um den Globus in knapp 40 Ländern gesetzlich verankert wurde, ist ein Geschäftsmodell mit dem Fokus auf der Bewirtschaftung und Verwaltung von Immobilien.

Genau in diesem Segment hat sich W. P. Carey breit gemacht, was durchaus wörtlich zu nehmen ist. Konkret ist das Unternehmen auf den Erwerb und die Vermietung von Gewerbeimmobilien in Amerika und Europa spezialisiert. Aktuell verwaltet der REIT über 1.200 Objekte, die an 352 unterschiedliche Organisationen vermietet sind. Hierunter befinden sich unter anderem Hotels, Behörden, Bildungseinrichtungen, Industrie- und Handelsunternehmen. Die durchschnittliche Mietvertragsdauer beträgt 10,7 Jahre, die Belegungsquote 98,9 Prozent. 63 Prozent der Objekte befinden sind in den USA, der Rest in Kanada, Mexiko und Europa, zwei Drittel der Verträge sind mit Inflationsanpassungsklauseln versehen. Hierzulande bekannte Mieter sind beispielsweise die Metro und Hellweg. Der Immobilienbestand wird mit knapp 10,3 Milliarden USD bewertet, die Schulden belaufen sich auf 6,1 Milliarden USD.

Auch wenn es im Shutdown-Crash für W. P. Carey um gute 50 Prozent nach unten ging, konnte die Dividende im laufenden Jahr sogar erhöht werden. 1,044 USD je Anteil schüttete das Unternehmen für das aktuelle Quartal aus, was einer Dividendenrendite von 6,2 Prozent pro Jahr entspricht. Etwa 90 Prozent des Überschusses wurden dazu ausgekehrt, ein für REITs üblicher Wert.

Aktiensparplan bei Trade Republic

Ausblick und Fazit

Auch in diesem Fall positioniere ich mich mit „skin in the game“ und habe noch im September eine kleine Erstinvestition in alle fünf Titel über Trade Republic (*) getätigt. Ebenfalls habe ich sowohl für die Einzelwerte als auch die ETFs im Bestand (siehe oben) Sparpläne mit identischen Monatsbeträgen angelegt. Dies war ebenso intuitiv und selbsterklärend, wie es nach wie vor für die Depoteröffnung (*) der Fall sein dürfte. Für die Käufe respektive die Einrichtung der Sparpläne waren auch diesmal nicht mehr als zehn Minuten erforderlich.

Auch nach einem Jahr bin ich vom Bedienkomfort des Neo-Brokers und der bis ins Detail durchdachten Oberfläche begeistert. Natürlich steht die volle Bandbreite an Wertpapieren insbesondere der internationalen Kapitalmärkte sowie Instrumente wie Optionen nicht zur Verfügung, dafür lässt sich in 20 Minuten und in der Sparplan-Variante zu Kosten von null Euro ein vollwertiges Dividenden-Weltportfolio zusammenstellen.

So, und nun heißt es erst einmal Buy-and-Take. Über den Verlauf des Blitz-Kombinations-Depots für Einkommensinvestoren werde ich beizeiten berichten. Im Rahmen der Sparpläne werden übrigens bei Bedarf auch Bruchteile sowohl von Einzelaktien als auch ETFs erworben. Diese lassen sich selbstverständlich auch jederzeit wieder veräußern. Ebenso können die Sparpläne nach Belieben geändert oder ausgesetzt werden. Und nach wie vor werden sämtliche Angaben zu Wertpapieren wie Kurse, Dividenden etc. automatisch und in Echtzeit in Euro ausgewiesen, auch wenn diese im Original in USD oder GBP notieren. Auch das kann für Anleger mit Wohnsitz in der Eurozone durchaus eine Erleichterung darstellen.

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6 Antworten auf „Dividendenstrategie – Das Blitz-Depot für Aktienliebhaber“

  1. Hallo Luis,
    Danke für den Beitrag! Ich habe jetzt seit einigen Monaten bereits das Blitzdepot mit ETF eröffnet und mittlerweile ist eine mittlere fünfstellige Summe investiert.

    Bereits seit längerem überlege ich auch in Einzelwerte zu gehen. Nun meine Frage, du investiert also Testweise in alle 10 (5 ETF und 5 Einzelwerte) gleichgewichtet via Sparplan? Sollte ich jetzt einige ETF Anteile verkaufen um den Ausgangstand gleichgewichtet zu haben oder über gleiche Sparpläne und bei frischen Geldeingang der Dividenden die Gleichgewichtung im Depot herstellen? Ich hoffe, meine Frage ist verständlich erklärt 😉

    1. Hallo Sven,
      ich glaube, ich habe verstanden … 😉

      Genau, der besseren Vergleichbarkeit wegen investiere ich monatlich in alle fünf ETFs und fünf Einzelaktienden gleichen Betrag. Zuvor habe ich per Einmalanlage die Einzelwerte auf etwa denselben Stand gebracht wie die ETFs. Ich selbst würde nicht ETF-Anteile verkaufen, nur um eine gleichgewichtete Ausgangslage zu schaffen, sondern dann tatsächlich über die Zeit mit frischem Geld die Einzelaktien aufstocken. Das ist aber letztlich Geschmackssache.

      Beste Grüße
      Luis

  2. Hallo Luis,

    eine ganz interessante Aktienauswahl hast Du da vorgenommen! 🙂 Ich habe SSE anstelle von National Grid, werde mir den englischen Versorger aber wahrscheinlich auch noch ins Depot packen. Anstelle von WP Carey habe ich Realty Income. GlaxoSmith habe ich ebenfalls . Ares habe ich lieber über eine Sammelanlage (FGB) abgedeckt, wobei die BDCs durch die Corona-Politik bei mir im Kurs über 50 % hinten liegen… 😮 Bei den Versorgern setze ich momentan auf BEP, Red Electrica, Spark Infrastructure, Next Era Energy (Preferred Share) sowie den Keppel Infrastructure Trust.

    Beste Grüße

  3. Hallo Luis,
    ich mag die Blogbeiträge mit Aktienvorstellung am meisten. Diesen und den „Hochdividenden-Engeln“-Beitrag finde ich klasse. Ich muss nachfragen, da ich hier bei einem Punkt anderer Auffassung bin. Vielleicht liege ich auch falsch. Ich habe selbst Aktien von PPL im Depot und mache mir Gedanken, wie es mit der Dividende weitergeht. Du schreibst/sprichst von einem bescheidenen UK-Anteil der veräußert werden soll. So bescheiden ist dieser aber nicht, so lese ich es aus dem letzten 10-K Bericht. UK macht ca. knapp 1/3 des Umsatzes und ca. 52% des Net Incomes aus. Falls UK wegfällt, muss Ersatz gefunden werden, um die Dividende zu zahlen. Oder sehe ich hier etwas falsch. Daher würde ich aktuell nicht in die PPL investieren.
    VG Thorbjorn

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