Dividendenstrategie – Das Blitz-Depot für Jedermann

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In zwanzig Minuten zum Weltportfolio

Ein seit jeher immer wieder geäußerter Wunsch vieler Leser ist der nach einem schlank, schnell und vor allem auch steuereinfach umzusetzenden Einkommensdepot, ohne tief in die Welt der Hochdividendenwerte einzusteigen zu müssen. Breit diversifiziert sollte der Ansatz ebenfalls sein sowie nach Möglichkeit sparplanfähig. Es versteht sich von selbst, dass er auch nicht viel kosten darf. Die Initialzündung, eine solche Lösung zu entwickeln und wie gehabt mit eigenem Geld zu testen erfolgte auf der diesjährigen Invest. Nachfolgend präsentiere ich mein Blitz-Weltportfolio für Jedermann, welches in zweimal zehn Minuten eingerichtet ist – einschließlich Depoteröffnung!

Schritt 1: Die Depoteröffnung

Trade Republic beziehungsweise die Brokersoftware des gleichnamigen Unternehmens war eine der aus meiner Sicht interessantesten Innovationen, die auf der Invest 2019 vorgestellt wurden. Seinerzeit befand sich diese noch in der Testphase, Anfang Mai wurde der Zugang für das breite Publikum freigeschaltet. Spätestens, nachdem ich das ebenso passionierte wie sympathische Team persönlich kennengelernt habe war ich motiviert genug, die Plattform auf Herz und Nieren zu prüfen und vor allem auf ihre Eignung für Einkommensinvestoren zu testen.

Was also ist das Besondere an Trade Republic? Nun, das Berliner Startup ist der erste rein app-basierte und provisionsfreie deutsche Broker. Die Kontoeröffnung (*) ist ausschließlich per Smartphone möglich, für das Depot fallen ebenso wenig Gebühren an wie Provisionen für Wertpapierkäufe und -verkäufe – lediglich eine Fremdkostenpauschale in Höhe von einem Euro pro Order stellt der Broker in Rechnung. Der Vollständigkeit halber sollte erwähnt werden, dass auch keine Negativzinsen auf Einlagen erhoben werden – was heutzutage keineswegs selbstverständlich ist. Auch auf Wertpapierleihgeschäfte wird verzichtet.

Da stellt sich natürlich die Frage, wie der Broker überhaupt Geld verdient – Luft und Liebe der Anleger allein dürften kaum das wirtschaftliche Überleben sichern. Tatsächlich refinanziert sich Trade Republic über sogenannte Rückvergütungen. Hierbei handelt es sich um eine branchenübliche Beteiligung der Handelspartner an der Maklermarge, die sich wiederum aus dem sogenannten Spread speist. Dieser kann bei hochliquiden Standardwerten ein Zehntelprozent oder weniger, bei marktengen Nischenwerten aber auch schon einmal fünf Prozent und mehr betragen. Durch die (fast) vollständige Automatisierung aller Prozesse soll die Rückvergütung zuzüglich Fremdkostenpauschale die Kosten decken.

Das schließt die Kosten der nicht gerade trivialen Regulierung mit ein. Denn selbstverständlich firmiert Trade Republic als Bank, wobei der Broker auf Kredit- und Einlagengeschäfte verzichtet, was die Struktur schlank hält und die Kosten reduziert. Die Wertpapierabwicklung und -verwaltung hat das Unternehmen an die HSBC, die Einlagenverwaltung an die deutsche Solarisbank ausgelagert. Die Liquidität ist also durch die heimische Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro pro Kunde geschützt, verwahrte Wertpapiere bleiben als Sondervermögen ohnehin immer in dessen Eigentum.

Die strikte Kostenoptimierung hat allerdings auch einen Preis. Gehandelt werden kann ausschließlich am elektronischen Handelssystem der Börse Hamburg, der LS Exchange, die vom Düsseldorfer Finanzdienstleister Lang & Schwarz betrieben wird. Nicht zuletzt der Transparenz wegen sind sämtliche Kurse (sofern verfügbar) direkt an XETRA gebunden. Gehandelt werden kann wochentags von 7:30 bis 23:00 Uhr.

Allen Interessenten, die Trade Republic testen möchten, hat der Broker den Weg zur Konto- und Depoteröffnung denkbar einfach gestaltet. Die App selbst führt nach Installation und Start selbsterklärend durch den Eröffnungsvorgang, der tatsächlich inklusive Video-Identifizierung keine zehn Minuten dauert. Die Freischaltung erfolgte zumindest in meinem Fall innerhalb von 24 Stunden. Die intuitive Bedienbarkeit setzt sich auch danach fort, tatsächlich ist Trade Republic die benutzerfreundlichste Brokerplattform, die ich kenne.

Logo von Trade Republic
Automatisierer und Kostenbrecher, Bildquelle: Seite des Unternehmens

Schritt 2: Die Depotbestückung

Kommen wir zur Gretchenfrage nicht nur aller Einkommensinvestoren: Was ist denn nun handelbar? Insgesamt haben die Kunden von Trade Republic über die LS Exchange Zugriff auf 6.800 Aktien, 500 Exchange Traded Funds (ETFs) und rund 40.000 Derivate. Letztere beschränken sich ausschließlich auf Optionsscheine und Zertifikate.

Unter den Aktien finden sich fast ausschließlich Einzeltitel, US-amerikanische Closed-end Funds (CEFs) oder kanadische Trusts können beispielsweise nicht geordert werden. Dies wäre zum Zeitpunkt der Recherche zudem ein unwirtschaftliches Unterfangen gewesen. Denn ausgerechnet für die Verbuchung von Dividenden ausländischer Aktien (nicht jedoch ausländischer ETFs) hat Trade Republic seinerzeit eine saftige Gebühr genommen. Mitte Juli 2019 wurde diese jedoch gestrichen, sodass auch der Handel mit dividendenstarken Auslandsaktien deutlich an Attraktivität gewonnen hat.

Für das anvisierte Blitz-Weltportfolio kommen unter den auferlegten Rahmenbedingungen vorerst also nur ETFs in Betracht. Diese minimieren zumindest den Aufwand sowie die laufenden Kosten, gleichwohl ist damit der Verzicht auf bestimmte Instrumente des Hochdividendensektors verbunden, für die nun mal hierzulande keine strukturierten Wertpapiere verfügbar sind. Das ETF-Angebot galt es also nach folgenden Kriterien zu sieben beziehungsweise zusammenzustellen:

  • Dividendenrendite: Fünf Prozent pro Jahr bezogen auf das Gesamtportfolio
  • Zahlungsfrequenz: Unterjährige Ausschüttungen
  • Allokation: Streuung über möglichst viele Instrumente und Regionen

Die Ergebnisliste dominiert der Branchenprimus iShares, ein Spross der weltgrößten Vermögensverwaltung BlackRock. Dank der großen Produktpalette ist es jedoch möglich, mit fünf Positionen ein der Modernen Portfoliotheorie entsprechendes Einkommensportfolio zusammenzustellen, welches zudem den Kriterien (fast) in Gänze genügt. Hierbei handelt es sich um folgende Positionen:

  • Dividendenaktien Industrieländer: STOXX Global Select Dividend 100 ETF (WKN: A0F5UH), 1.211 Millionen Euro Marktkapitalisierung, 0,46 Prozent Gesamtkostenquote und 4,1 Prozent Dividendenrendite pro Jahr, quartalsweise Ausschüttungen
  • Dividendenaktien Schwellenländer: EM Dividend ETF (WKN: A1JNZ9), 491 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung, 0,65 Prozent Gesamtkostenquote und 6,0 Prozent Dividendenrendite pro Jahr, quartalsweise Ausschüttungen
  • Immobilienaktien Industrieländer: Developed Markets Property Yield ETF (WKN: A0LEW8), 3.289 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung, 0,59 Prozent Gesamtkostenquote und 3,5 Prozent Dividendenrendite pro Jahr, quartalsweise Ausschüttungen
  • Staatsanleihen Schwellenländer: J.P. Morgan $ EM Bond ETF (WKN: A0NECU), 9.440 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung, 0,45 Prozent Gesamtkostenquote und 4,9 Prozent Dividendenrendite pro Jahr, monatliche Ausschüttungen
  • Unternehmensanleihen Welt: Fallen Angels High Yield Corp Bond ETF (WKN: A2AFCX), 690 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung, 0,50 Prozent Gesamtkostenquote und 4,8 Prozent Dividendenrendite pro Jahr, halbjährliche Ausschüttungen

Ergänzend sein angemerkt, dass der J.P. Morgan $ EM Bond ETF ausschließlich in Staatsanleihen aus Schwellenländern investiert, die in einer Hartwährung beziehungsweise US-Dollar denominiert sind. Zu dieser Anlageklasse wurde kürzlich eine Studie veröffentlicht, welche erstmals das Rendite-Risiko-Profil über die vergangenen 200 Jahre untersucht. Eine lesenswerte Zusammenfassung dazu hat Dr. Gerd Kommer auf dem Blog seines gleichnamigen Beratungsunternehmens verfasst. Der Fallen Angels High Yield Corp Bond ETF wiederum bewegt sich an der Bonitätsschwelle weltweiter Unternehmensanleihen von „Investment Grade“ zu „Non-Investment Grade“ beziehungsweise „Speculative Grade“.

Die Eckdaten zum ETF-Blitzdepot:

  • Das Portfolio umfasst genau 200 Aktien, über 300 REITs und knapp 800 Anleihen,
  • die Ausschüttungen erfolgen halbjährlich, quartalsweise und monatlich,
  • die gleichgewichtete Durchschnittsrendite beträgt aktuell knapp 4,7 Prozent pro Jahr,
  • die gleichgewichtete Gesamtkostenquote beläuft sich derzeit auf 0,53 Prozent pro Jahr.

Der zeitliche Aufwand zum Kauf der fünf Positionen betrug ebenfalls keine zehn Minuten. Wer mag, kann das Portfolio mit den folgenden, ebenfalls ausschüttungsstarken Titeln ergänzen oder einzelne Positionen durch diese ersetzen – auch hierbei handelt es sich um Produkte von iShares:

  • Asiatische Dividendenaktien: Asia Pacific Dividend ETF (WKN: A0J203)
  • Europäische Dividendenaktien: STOXX Europe Select Dividend 30 ETF (WKN: 263529)
  • Weltweite Unternehmensanleihen: Global High Yield Corp Bond ETF (WKN: A1J7MG)

Schritt 3: Die Depotverwaltung

Ebenfalls nicht viel mehr als zehn Minuten dürfte Buy-and-Take-Anleger, also Investoren, die kaufen und Dividenden einstreichen, die Verwaltung ihres Depots kosten – pro Jahr. Denn selbstverständlich hat Trade Republic die Berechnung und Abführung der Abgeltungssteuer einschließlich der Ausstellung einer Jahressteuerbescheinigung automatisiert, so dass auf diesen tendenziell ungeliebten Part der Geldanlage in vielen Fällen gar keine Zeit verschwendet werden muss.

In dem jährlichen Budget sind regelmäßige Zukäufe bereits mit einkalkuliert. Diese müssen nämlich in Ermangelung von Sparplänen noch manuell ausgeführt werden. Das ist bei einem bestehenden Depot pro Order in Sekundenschnelle erledigt. Selbst die Berechnung geht rasch von der Hand, da neben der Liquidität auch die Kurse sämtlicher Wertpapiere und der Depotstand in Euro ausgewiesen werden. Nichts desto trotz arbeitet Trade Republic aktuell an der Sparplanfähigkeit und beabsichtigt, diese bis Jahresende umzusetzen. Noch diesen Monat soll zudem die Möglichkeit, sogenannte Stop-Loss-Order aufzugeben, implementiert werden.

Mein persönliches Fazit

Technologie, die begeistert und ein Handelsspektrum, das ein wenig bremst. So lässt sich das Ergebnis meines Experiments in einem Satz zusammenfassen. Klar, Vollblut-Einkommensinvestoren, die ausgiebig im reichhaltigen Angebot der Hochdividendenwerte wildern wollen, sind mit den gewohnten Depotbankempfehlungen derzeit besser bedient.

Für die eingangs zitierten Leser, die nach einem frugalen Ansatz in der einkommensorientierten Geldanlage streben, ist die skizzierte und allemal langweilige Lösung eine Überlegung wert. Und das ganz ohne Mindesteinlage. Mittel- bis langfristig können sie zudem den Yield-On-Cost-Effekt wirken lassen. Hierzu müssen sie freilich den Verlockungen widerstehen, mit welchen die App beziehungsweise ihre ständig verfügbaren Inhalte in Echtzeit aufwarten.

Zusammenfassend stehen den Vorteilen des Bedienkomforts, der Automatisierung sowie niedrigen Kosten der Nachteil der eingeschränkten, aber stetig wachsenden Wertpapierauswahl sowie bei wankelmütigen Anlegern die ständige Verfügbarkeit entgegen. Dafür lässt sich in 20 Minuten und für nur fünf Euro ein vollwertiges Dividenden-Weltportfolio zusammenstellen – unabhängig von der Gesamtinvestition. Mit dem Wegfall der Gebühren für die Verbuchung von Dividenden ausländischer Aktien könnte sich Trade Republic zudem für Einzeltiteljäger als interessant erweisen. Bei einer ersten Durchsicht habe ich zahlreiche australische, kanadische und US-amerikanische Hochdividendenwerte gefunden. Genug Material, für einen weiteren Blogbeitrag!

Ergänzender Hinweis: Ja, mittlerweile existiert zumindest ein weiterer ausländischer App-Broker, der sogar auf den einen Euro Fremdkostenpauschale verzichtet. Den kann beziehungsweise möchte ich nicht empfehlen. Zum einen verfüge ich über keinerlei praktische Erfahrung mit der Plattform, zum zweiten hat das Trade-Republic-Team durch den persönlichen Kontakt erhebliche Sympathiepunkte sammeln und mit einem „runden“ Gesamtpaket überzeugen können!

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51 Antworten auf „Dividendenstrategie – Das Blitz-Depot für Jedermann“

  1. Vielen Dank für den tollen Artikel. Aufgrund mangelnder Sparplanoptionen wäre meine Frage in welchen Abständen sollte gekauft(3,4 oder 6 Monate) werden und ab welcher Summe machen 5 ETF Sinn?

    Was wäre bei 200-300 Euro sinnvoll?

    Vielen Dank und viele Grüße
    Dennis

    1. Hallo Dennis,
      meine wichtigste Regel für das manuelle Investieren lautet, dass ein Kauf oder Verkauf nicht mehr als ein Prozent des Ordervolumens kosten sollte. Da ein Auftrag bei Trade Republic einen Euro kostet, würde meine Auftragsgröße mindestens 100 Euro betragen. Unter dieser Vorgabe wäre ein Start mit den fünf ETFs ab 500 Euro wirtschaftlich, ein Zukauf ab 100 Euro. Wenn der monatliche Sparbeitrag beispielsweise 100 Euro beträgt, würde ich diese einmal monatlich reihum investieren, also im ersten Monat in den ersten ETF, im zweiten Monat in der zweiten ETF usw. Bei zweihundert und dreihundert Euro würde ich den Betrag genauso im monatlichen Wechsel anlegen. Wichtig ist: Du legst ein System für Dich fest und ziehst das dann konsequent durch. Beantwortet das Deine Frage?

      Beste Grüße
      Luis

      1. Hallo Luis,

        ganz herzlichen Dank für deine Rückmeldung. Sprich du würdest die 5 ETFs auch alle gleich gewichten? Gerade bei den EM Aktien bin ich etwas besorgt. Die Anleihen und die Immobilien hätte ich weniger Bauchschmerzen.

        Gruß
        Dennis

        1. Hallo Dennis,
          ich habe in meinem Trade-Republic-Depot die fünf ETFs gleich gewichtet, weil ich es gerne ganz einfach habe und daher fast immer eine sogenannte naive Diversifikation betreibe. Aber meine Aufteilung ist natürlich nur ein Vorschlag und kann beziehungsweise sollte der persönlichen Präferenz angepasst werden, Bauchschmerzen sollte niemand mit seinem Depot haben. Pass die Gewichtung daher an, wichtig ist dann, dass Du Deine eigene Vorgabe dann auch „durchziehst“.

          Beste Grüße
          Luis

          1. Die Regel „nicht mehr als ein Prozent des Ordervolumens kosten“ finde ich ziemlich gut und werde ich selber mal beherzigen. Danke für den Tipp 🙂

  2. Ein super Beitrag – und sehr nah an dem von mir favorisierten „einfachen“, aber trotzdem vergleichsweise breitdiversifizierten, kostengünstigen ETF-basierten Einkommensportfolio dran für eine größere Einmalanlage.
    Ich freue mich auf das Hochdividendenseminar im November und ich hoffe, dass du da dieses Blitt-Portfolio auch noch einmal aufgreifst.
    Besten Dank im Voraus und für diesen Ansatz im Beitrag.

    1. Freut mich, wenn es gefällt – die Zeit war auch reif für so einen Blogbeitrag! Wie ich die Jungs und Mädels von Trade Republic kennen gelernt habe, werden die die Sparpläne bis Ende des Jahres tatsächlich umgesetzt haben.

      Beste Grüße
      Luis

      1. Hallo,
        Danke für den wunderbaren Artikel – der wie die Seite hilfreiche Infos und Impulse liefert.
        Da die ETF-Sparpläne ja nun da sind – ich bin dabei – nun meine Frage: Sind bei Trade Republic vielleicht auch Aktien-Sparpläne absehbar?

        Grüße aus Lübeck von Jan Ole

  3. Hallo

    Danke für den gut verständlichen Beitrag.

    Eine Frage dazu:
    seit einem halben Jahr habe ich ein Konto bei Lynx.
    Was ist der Unterschied / Vorteil nun wieder „umzusteigen“
    Da ich nicht der geübte EDVler bin scheut es mich wieder ein neues System (kennenzu)lernen.

    Grüße aus Dresden

    1. Hallo,
      das ist doch auch gar nicht notwendig! In diesem Fall bot es sich einfach an, ein ETF-Portfolio mit einer Depotbank vorzustellen und als Experiment durchzuführen. Selbstverständlich lässt sich das skizzierte Portfolio so auch bei CapTrader, LYNX Broker, Comdirect oder Consors nachbilden, ein Depotwechsel ist dafür nicht erforderlich. Klar, Anleger sparen an der Orderprovision bei Trade Republic, aber nur deshalb würde ich auch nicht zwingend wechseln – bei LYNX Broker als Allzweckbroker bist Du auf jeden Fall gut aufgehoben!

      Beste Grüße
      Luis

  4. Hallo Luis, danke Dir für diesen Beitrag!
    Eine Frage zu deinem Produktvorschlag „iShares STOXX Global Select Dividend 100 UCITS ETF“: Wenn ETFs in Irland aufgelegt wurden, kann die Fondsgesellschaft die Hälfte der in den USA abgezogenen Quellensteuern auf Dividenden für sich reklamieren und zurückbekommen. Diese Gutschrift kommt einem als Anleger zugute und müsste sich doch automatisch in einer etwas besseren Wertentwicklung des ETF auswirken? Konkrete Frage also: macht es ggf. Sinn, hier ein anderes Produkt mit IE-ISIN auszuwählen?
    Beste Grüße!

    1. Hallo,
      das ist korrekt. Irische Fonds zahlen im Vergleich zu deutschen Fonds dank des günstigeren Doppelbesteuerungsabkommens mit den USA lediglich halb so viel Quellensteuer auf Dividenden US-amerikanischer Aktien. Das sollte sich in der Wertentwicklung entsprechend des US-Anteils am Fondsvermögen niederschlagen. Alternativ zu einem irischen böte sich auch ein synthetisch replizierendes Produkt mit deutscher ISIN an, hier fällt gegebenenfalls gar keine US-amerikanische Quellensteuer an.

      Beste Grüße
      Luis

      1. Nabend, Luis,
        ist das korrekt? Der „Vertrag“ sieht vor, dass der ETF dir jew. die Index-Rendite bringt (minus ggfls Tracking Error = Tracking Differenz). Der Swapper oder der irische oder frz, dtsch, etc Replizierer geben dir die vereinbarte Index-Rendite und die wird leider von zB MSCI als NET-Version mit max. Q.Steuer errechnet (d.h. mit 30% Q.Str auf US-Aktien). Das mit irischer DBA ist ja schon alt, da muessten alle IE gefuehrten ETFs auf US-Aktien mit der Zeit ganz schoen sichtbar vor den andersdomizilierten liegen … (tun sie nicht) 😉
        LG Joerg

        1. Hallo Jörg,
          ich habe lediglich die rechtliche Lage wiedergegeben. Der etwaige Steuerschwund fließt ja in den Tracking-Differenz mit ein. Statistisches Material zur Wertentwicklung unterschiedlich domizilierter ETFs habe ich mir bisher noch nicht angeschaut. Auch bin ich mir nicht sicher, ob Indizes mit Quellensteuerabzug berechnet werden. Intuitiv hätte ich das verneint, da ja dann für jedes Land beziehungsweise Doppelbesteuerungsabkommen ein anderer Index ermittelt werden müsste. Aber ich werde das mal nachforschen!

          Beste Grüße
          Luis

          1. Googlest du nach:
            MSCI_January2018_IndexCalcMethodology.pdf
            S.37: „MSCI uses the maximum withholding tax rate applicable to institutional investors in calculating MSCI net dividends.“
            Bedeutet leider Indices werden mit: 30% QStr f. US-Aktien berechnet, schnueff.

            Richtig ist, dass irischdomizilierte ETFs nur 15% auf Div. v. US-Aktien Qstr zahlen (deshalb sitzt ja die Mehrheit schon in IE).
            Falsch/naiv ist, zu hoffen, dass DU die 1:1 bekommst (fuer die Wettbewerblichkeit der KAG ist es natuerlich besser = Schutz vor Umdomizilierung; sowie Hoffnung auf bessere TD).
            Wenn es anders waere, muessten Swapper (die ja wirklich synthetisch die reine MSCI-Net-Index-Rendite liefern – also mit max. Qstr berechnet) HINTER den IE physischen Replizierern zurueckfallen, weil ja bei US-Aktien-Indices 15% der Dividenden-Ausschuettung mehr bei den Replizierern haengen bleibt.
            Ist aber nicht der Fall, zB:
            https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00B3XXRP09,IE00B5BMR087,LU0490618542,DE000A1C22M3,FR0011550185
            https://www.fondsweb.com/de/vergleichen/tabelle/isins/IE00B3YCGJ38,IE00B6YX5C33,LU0496786574,LU1681048804,LU1135865084
            LG & schoenes WoEnde
            Joerg

          2. Vielen Dank für die ausführlichen Informationen. Wieder etwas dazugelernt, das war mir so auch nicht bekannt! Weißt Du, wie das Thema bei US-ETFs gehandhabt wird? Also ETFs, die von US-amerikanischen Emittenten für das US-Publikum emittiert werden? Da wäre es ja widersprüchlich, Quellensteuern einzubehalten.

            Beste Grüße
            Lusi

  5. Hallo Luis,

    danke für deinen Blogbeitrag. Ich habe dein Buch gelesen, aber für mich als Anfänger festgestellt, dass es (noch) zu kompliziert für mich in der Umsetzung ist. Das hier vorgestellte Portfolio hört sich für mich schon deutlich interessanter an.

    Ich hätte nun noch eine Frage dazu: Ich bin 30 Jahre alt und seit einem Jahr an der Börse. Ich habe angefangen den Vanguard All World ETF zu besparen. Ergänzt habe ich diesen mit ausgewählten Einzelaktien, die ich in guter Buy-and-(check-and)-Hold Manier lange halten möchte. Diese Einzelaktien sind eine Mischung aus Wachstumswerte, aber auch Dividendentitel.

    Wie ist deine Einschätzung, würden die oben genannten ETFs noch eine Bereicherung meines Depots darstellen, oder habe ich durch den Vanguard bereits vieles abgedeckt? Dazu kommt noch, dass ich teilweise Aktien halte, die eh hoch in MSCI World Index gewichtet sind (Johnson & Johnson, Microsoft, 3M, McDonalds, Visa, …).

    Mein Ziel ist langfristiger Vermögensaufbau und Aufbau eines positiven, ständig steigenden Cashflow durch Ausschüttungen und Dividenden.

    Danke für deine Antwort

    Viele Grüße
    Dominik

    1. Hallo Dominik,
      was soll ich sagen, durch einen All-World-ETF hast Du nun mal (annähernd) die ganze Welt abgedeckt. Technisch betrachtet benötigst Du keine weitere Bereicherung. Mir scheint jedoch, dass Du Dein Profil schärfen solltest, momentan scheinst Du einen Gemischtwarenladen zu besparen, ETFs und Einzeltitel sowie Wachtums- und Substanzwerte, zudem definierst Du als Ziel Vermögensaufbau (Kursgewinne?) und Cashflow (Einkommen?). Wenn Du experimentieren möchtest um festzustellen, was Dir am meisten liegt, ist das alles in Ordnung – das habe ich seinerzeit auch so gemacht. Irgendwann ist dann die Zeit gekommen, einen Schwerpunkt zu setzen. Den musst Du selbst finden und davon Deine Strategie ableiten, die wiederum die Wertpapierauswahl bestimmt.

      Beste Grüße
      Luis

  6. Oh, da habe ich den Kommentar doch zuerst in’s Kontakt-Fenster geschrieben, etwa verwirrende Anordnung.
    Super Artikel, schätze vor allem immer die hands-on Pragmatik bei dir!
    Bitte unbedingt lebendig halten und aktualisieren, wenn sich neue etf Empfehlungen ergeben!
    Weiter so!

  7. Vielen Dank für dem Artikel!
    Ich würde mir eine nähere Vorstellung des Fallen Angels ETF wünschen, da dieser denke ich noch nicht so bekannt ist. Was ist der Unterschied zu den bereits bestehendem High Yield Corporate ETFs ebenfalls vom Anbieter Ishares? Ist das Ausfallrisiko höher oder niedriger? Vielen Dank!

    1. Beide ETFs investieren in dieselbe Anlageklasse, wobei die Regionen und Sektoren variieren. Zudem sind die durchschnittliche Laufzeit und das durchschnittliche Rating der im Fallen Angels ETF enthaltenen Anleihen länger beziehungsweise höher als im High Yield Corporate ETF.

      Beste Grüße
      Luis

  8. Hallo Luis,
    ich fand Trade Republic erstmal interessant, bis auf die Handy-Bindung und die Dividendengebühren.
    Da letztere ja wohl angesagt sind, ein Pluspunkt mehr.
    Wie geht denn da die Wertpapierübertragung? Gesetzlich sollte es eigentlich zu 0 Gebühren sein.
    Sagen wir, ich kaufe interessante Wertpapiere zu 1€ flat bei Trade Republic, und übertrage sie dann auf mein onvista-bank-Depot (Transaktionskosten 7€ flat), damit ich sie auf dem PC-24″-Großbildschirm besser überblicken kann?

    1. Genau, die Dividendengebühren sind komplett abgeschafft. Für einen Wertpapierübertrag von einem deutschen zu einem anderen deutschen Broker dürfen in der Tat keine eigenen Gebühren in Rechnung gestellt werden. Fremdgebühren aber sehr wohl. Ob und in welcher Höhe diese anfallen hängt von Einzelfall ab. Die andere Frage ist, ob es Dir den zeitlichen Aufwand wert ist. Zudem könnte es natürlich gut sein, dass Trade Republic die Geschäftsbeziehung kündigt, wenn Kunden es mit den Wertpapierüberträgen übertreiben sollten. Berechtigt dazu wären sie jedenfalls!

      Beste Grüße
      Luis

  9. Hallo Luis,
    vielen Dank für diesen wertvollen Beitrag. Das bietet einen guten Einstieg in die Einkommensinvestoren-Welt. Das Depot habe ich mir auch größtenteils nachgebaut.
    Eine Frage hätte ich zur Bestückung des Depots mit dem Stoxx Europe Select Dividend ETF sowohl auch mit dem Stoxx Global Select Dividend.
    Ich habe mir die Positionen der jeweiligen ETFs angeschaut und festgestellt, dass im Global Select bereits eine Vielzahl der Unternehmen enthalten sind, die auch im Europe Select bereits enthalten sind. Wäre es demnach nicht sinnvoller, einfach nur den Global Select zu kaufen, statt beide im Depot zu führen?

    Viele Grüße
    Oliver

    1. Hallo Oliver,
      vielen Dank für das Lob! Überschneidungen bei „großen“ Indizes bleiben nicht aus. Vor allem wenn ich eine Basisinvestition wie einen Welt-ETF mit individuellen Schwerpunkten wie beispielsweise Branchen- oder Länder-ETFs kombiniere. Diese Schnittmenge nehme ich bewusst in Kauf, im Gegenzug richte ich das Depot nach meinen Präferenzen ein. Anleger, die beispielsweise europäische (Dividenden-)Werte übergewichten möchten, kombinieren dafür genau den Global Select mit dem Europe Select.

      Beste Grüße
      Luis

  10. Hallo,
    ich bin gerade über diesen wunderbaren Artikel gestolpert und habe ihn quasi verschlungen da mich dieses Thema im Moment etwas umtreibt.

    Nun habe ich eine Frage bezüglich des REIT ETF’s : wäre es eine Alternative den iShares Developed Markets Property Yield ETF (WKN: A0LEW8) durch den Lyxor FTSE EPRA/NAREIT Global Developed UCITS ETF (WKN: LYX0Y2) zu ersetzen?
    Der Nachteil (zumindest für mich) vom Lyxor ist zwar, dass er ein Swapper und mit 140mio noch nicht ganz so groß ist, allerdings ist der, für mich, viel größere Vorteil, dass er im Gegensatz zum iShares von der Teilfreistellung profitiert. Bei etwa gleicher Jährlicher Ausschüttung kommt damit nach Steuern mit dem Lyxor mehr beim Anleger an. Oder übersehe ich etwas und es sprechen sehr gute Gründe gegen den Lyxor?

    Beste Grüße,
    Daniel

    1. Hallo Daniel,
      vielen Dank für die lobenden Worte. Nein, gegen den Lyxor-ETF spricht erstmal nichts, allerdings müsste ich mich mit den steuerrechtlichen Details noch einmal im Detail beschäftigen. Ich konnte den im Rahmen dieser Untersuchung allerdings nicht berücksichtigen, da er über Trade Republic nicht handelbar ist.

      Beste Grüße
      Luis

  11. … und wer noch Unternehmensanleihen aus den Schwellenländern beimischen mag: iShares J.P. Morgan $ EM Corp Bond, Ausschüttungsrendite 4,5 Prozent, halbjährlich gezahlt.

  12. Hey, danke für den interessanten Beitrag!

    Ich möchte demnächst einen größeren Betrag in Dividenden ETFs investieren, wobei mein Ziel einfach der Cashflow ist und im Idealfall einfach das Ding nicht mehr anzufassen für die nächsten Jahre.

    Mit den Dividenden wiederum würde ich nach Lust und Laune noch etwas herumspielen und anderweitig in Sparpläne und p2p investieren.

    Nun habe ich bei meiner Suche für meine Idee auch noch einen Artikel von Focus Money gefunden, der sich um 5 Dividenden ETFs dreht.

    Dort wurde folgendes Portfolio empfohlen, welches insgesamt monatliche Ausschüttungen bietet:

    * iShares J.P. Morgan USD EM Bond EUR Hedged
    * Vanguard USD Corporate Bond
    * Vanguard FTSE All-World High Dividend Yield
    * SPDR S&P Global Dividend Aristocrats ETF
    * iShares EURO Dividend

    Meine Frage nun: Inwiefern unterscheidet sich dein Musterdepot von diesem und/oder lassen sich beide vielleicht sogar sinnvoll kombinieren? Sorry, ich frage als absoluter Anfänger.

    Zuletzt: Macht es Sinn bei Dividenden ETFs den großen Einmalbetrag auf z.B. ein Jahr aufzuteilen oder kann auch eine Einmalanlage sofort sinnvoll sein, weil man dann direkt Dividenden einfährt?

    Viele Grüße
    Michael

    1. Hallo Michael,
      unterm Strich dürfte es keinen großen Unterschied machen, in welche ETF-Fünfer-Kombination Du nun anlegst. Deine ist etwas aktienlastiger, dafür sind bei mir Immobilienwerte ausgeprägter. Aber das ist letztlich Geschmackssache, die genaue Aufteilung hat kaum Auswirkungen auf die langfristige Gesamtrendite, wie beispielsweise Meb Faber untersucht hat. Ob einmalige oder gestreckte Anlage, das kommt darauf an, womit Du Dich wohler fühlst. Der akademischen Lehre folgend ist die gestreckte Anleger weniger riskant und renditeträchtig als eine Einmalanlage. Da Du als „absoluter Anfänger“ fragst, würde ich persönlich die Investition strecken, um hereinzuwachsen und ein Gefühl für das Rendite-Risiko-Profil zu bekommen.

      Beste Grüße
      Luis

      1. Hallo Luis,

        vielen Dank für deine Antwort!

        Ja, das habe ich mir für mich inzwischen auch vorgenommen, die Investition zumindest ein wenig zu strecken über einige Monate. Ich glaube inzwischen auch, dass es mir als „Anfänger“ vielleicht besser liegen würde, einfach um ein Gefühl dafür zu bekommen. Ich wäre trotzdem relativ ungeduldig und würde maximal auf ein Jahr strecken. Aber das dürfte reichen, um zwischendurch evtl. bei Bedarf nochmal ein wenig umzuschwenken.

        Luis, darf ich dich dennoch noch einmal um Rat fragen bezüglich der Zusammenstellung des Portfolios?

        Du sagst, „mein“ Porrtfolio wäre etwas aktienlastiger. Ich sehe aber auch, dass dieses Portfolio nur (laut Focus) 4,2% Rendite verspricht, während deines bei 5% ist.

        Lass es mich so formulieren: Wenn du 100.000 Euro zur Verfügung hättest mit dem Ziel einer langfristigen guten Dividendenstrategie: In welche 5-10 ETFs würdest du investieren?

        Oder nochmal anders: Würden deine hier genannten 5 + 3 mit meinen erwähnten 5 harmonieren und wenn ja, wie?

        Keine Sorge, ich suche nicht nach „der“ Antwort, aber bin durchaus für praktikable Tipps mehr als offen 🙂

  13. Hallo,

    und herzlichen Dank für den informativen Beitrag!

    Da ich aktuell kein weiteres Depot eröffnen, einfach mittels Sparplänen investieren und hierbei möglichst Kosten vermeiden möchte, habe ich versucht, das Blitzdepot bei comdirect mittels verfügbarer TOP-Preis-ETFs abzubilden. Dadurch werden auch kleinere Sparraten wirtschaftlich.

    Hierzu habe ich die Liste der fünf Vorschläge um die drei Ergänzungsvorschläge erweitert, so dass es acht Positionen sind. Insbesondere im Aktienbereich musste ich allerdings Alternativen finden. Vielleicht ist die Aufstellung für comdirect-Kunden hilfreich. Hier meine Zusammenstellung:
    (Disclaimer: Nachfolgende Aufstellung stellt KEINE Anlageempfehlungen dar.)

    *IMMOBILIEN*

    Lyxor FTSE EPRA/NAREIT Global Developed UCITS ETF – EUR DIS (LYX0Y2)
    –> Wurde weiter oben als mögliche Alternative benannt und sollte (einigermaßen) deckungsgleich sein.

    *ANLEIHEN*

    iShares Global High Yield Corp Bond UCITS ETF – USD DIS (A1J7MG)
    –> wie vorgeschlagen

    iShares J.P. Morgan $ EM Bond EUR Hedged UCITS ETF – DIS H (A1W0MQ)
    –> Anlehnung an Vorschlag, aber Variante in Euro gehedged.

    Shares Fallen Angels High Yield Corporate Bond UCITS ETF – USD DIS (A2AFCX)
    –> wie vorgeschlagen

    *AKTIEN*

    Lyxor STOXX Europe Select Dividend 30 UCITS ETF – EUR DIS (LYX0Y9)
    –> Anlehnung an Vorschlag, aber von Lyxor anstatt ishares.

    Lyxor UCITS ETF SG Global Quality Income NTR – D EUR DIS (LYX0PP)
    Franklin LibertyQ European Dividend UCITS ETF – EUR DIS (A2DTF2)
    –> Beide als Ersatz für die Vorschläge für Industrie- und Schwellenländer. / Hier muss ich nochmals prüfen, ob die Abdeckung einigermaßen passt.

    iShares UK Dividend UCITS ETF – GBP DIS (A0HGV6)
    –> UK als dividendenstarke Alternative zum ETF mi Schwerpunkt Asien-Pazifik. / Hier bin ich noch am grübeln, ob mir das zu viel Risiko hineinbringt.

    Ich würde mich über Anregungen und Alternativen insbesondere für den Bereich Aktien freuen.

    Durch die Erweiterung auf acht gleich gewichtete Positionen ist der Bereich Immobilien etwas weniger stark gewichtet. Gibt es hier noch interessante Alternativen zu Ergänzung?

    Eine tolle Ergänzung zum Blitzdepot wäre eine Depotzusammenstellung mit anderen Anlageklassen, soweit man sie in D-Land erwerben kann (und es so etwas nicht bereits gibt. Falls doch, freue ich mich über einen Hinweis.). Einige Möglichkeiten habe ich in Blogbeiträgen schon identifiziert. Eine kompakte Darstellung dürfte auf ebenso großes Interesse stoßen, wie das Blitzdepot.

    Vielen Dank!
    MCS

  14. Aus aktuellem Anlass (bin diese Woche selber drauf „reingefallen“):

    Wenn ihr Einzelaktien (z.B. YieldCos) bei Captrader handelt, achtet unbedingt auf den Spread! Dieser beträg,t soweit ich das bisher sagen kann, schon mal so 5-10 ct pro Aktie. Gerade bei „günstigen“ Titeln <5€/Aktie, sind das dann schnell bis zu 10% "Ausgabeaufschlag". Da relativieren sich die "günstigen" Ordergebühren mal ganz fix.

    Also wie so oft, Augen auf beim Aktienkauf. Der Feind der Rendite (Gebühren) lauert überall..

    Gruß
    Timo

  15. Hallo Luis,

    ich würde mich als Neuling in diesem Thema bezeichnen und bin aktuell auf der Suche nach einer für mich geeigneten Strategie. Hinsichtlich Dividendenstrategie bin ich an Deinem Blog hängengeblieben.
    TradeRepublic hatte ich auch im Visier, jedoch haben mich die Gebühren auf Dividendenzahlung davon abgehalten, dort ein Depot zu eröffnen.

    Gerade am Anfang stehen vermutlich vielen Kollegen nicht die finanziellen Mittel zur Verfügung um von den Ausschüttung leben zu können.
    Das trifft auch auf mich zu. Daher bin ich auf der Suche nach einem Depot bzw. Broker, der ein DRIP (DIVIDENDEN REINVESTITIONSPROGRAMM) hat, um möglichst schnell das nötige Vermögen aufzubauen. Das erscheint zumindest mir logisch.
    Welche Wege bist Du gegangen um Dein Zielportfolio uz erreichen? Wie hast Du angefangen.

    Macht ein solches Programm (DRIP) deiner Meinung nach Sinn und wenn ja welchen Broker kannst Du empfehlen? Soweit ich weiß bietet TradeRepublic das noch nicht an.

    Grüße Michael

    1. Hallo Michael,
      die Gebühr auf Dividendenzahlungen ist bei Trade Republic abgeschafft und seit dieser Woche gibt es auch ETF-Sparpläne. Das ist meines Erachtens interessanter im Rahmen des Vermögensaufbaus als DRIPs. Letztere sind eine nette Dreingabe, ich nutze sie mittlerweile nicht mehr. Lieber sammel ich die Ausschüttungen und lege reinvestiere diese in regelmäßigen Intervallen. Das ist wesentlich „passiver“ und vor allem kannst Du dann gezielt und antizyklisch investieren. Was es damit auf sich hat, wie ich angefangen habe und mein Zielportfolio erreicht habe, darüber werde ich übrigens in Kürze in einem ausführlichen Podcast berichten. Die Information hierzu geht rechtzeitig an alle Abonnenten raus!

      Beste Grüße
      Luis

  16. Moin Luis,
    ist deiner Einschätzung nach, nach den jüngsten Entwicklungen bei Trade Republic (keine Dividenden Gebühren & Sparlänen) noch etwas raus zu kitzeln?
    Vielen Dank im voraus für deine Antwort!
    Viele Grüße
    Mathias

      1. Moin Luis,
        ich meine ob durch die weggefallenen Gebühren für Dividenden und Sparpläne, vielleicht andere Titel interessant geworden sind.
        Viele Grüße
        Mathias

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