Münchhauseneffekt – Am Inflationsschopf aus dem Schuldensumpf?

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Zur aktuellen Weltverschuldungsorgie

Mit Ludwig von Beethoven begeht der wohl berühmteste Sohn meiner alten Heimatstadt in diesem Jahr seinen 250. Geburtstag. Als der Wegbereiter der Romantik in Bonn geboren wurde, feierte ein sprichwörtlich legendärer Landsmann in meiner neuen Heimatregion sein 50. Wiegenfest. Hieronymus Carl Friedrich Freiherr von Münchhausen war wohl ein begnadeter Erzähler, gleichwohl litt er seinen Lebensabend lag an dem ihm damals schon anhaftenden Ruf des „Lügenbarons“. Als solcher ritt er nicht nur auf einer Kanonenkugel und einem zweigeteilten Pferd, er schaffte es gar, sich am eigenen Schopf aus dem Sumpf zu ziehen. Diese berühmte Parabel dürfte auch bei einem der am weitesten verbreiteten ökonomischen Gemeinplätzen Pate gestanden haben, der aktuell wieder fröhliche Urstände feiert, nämlich der Entschuldung des Staates durch Inflation. Vorzugsweise sogar durch solche Preissteigerungen, die er schlitzohrigerweise selbst initiiert hat. „Münchhauseneffekt – Am Inflationsschopf aus dem Schuldensumpf?“ weiterlesen

Rezension – Gold: Wie Sie sich vor Inflation, Zentralbanken und finanzieller Repression schützen

Titelbild von Gold

Von James Rickards, 208 Seiten, 19,90 Euro, FinanzBuch Verlag 2016.

Den Lesern im deutschsprachigen Raum dürfte der US-amerikanische Bestsellerautor James Rickards vor allem durch seine beiden, Finanzsystem und Geopolitik verknüpfende Bücher „Währungskrieg“ (*) und „Die Geldapokalypse“ (*) bekannt sein. Beiden Themenkomplexen bleibt er auch in seiner jüngsten Publikation treu. Das liegt nicht zuletzt an seinem zentralen Credo: Gold sei nicht wirklich ein Investment – sondern Geld. Und ein „integraler Bestandteil des Weltwährungssystems“ dazu. Warum und wie es historisch dazu gekommen ist wird übrigens in meinem Buch „Gold-Revision – Vom kosmischen Fall zum irdischen Aufstieg der Edelmetalle“ detailliert erläutert. weiterlesen

Barwerte – Das liebe Geld im Mai 2017

Neue Buchbesprechung

Auch im Wonnemonat Mai hat ein fachkundiger Leser und ausgewiesener Kenner der Materie „Bargeld statt Buchgewinn“ einer kritischen Prüfung unterzogen – in diesem Fall, soviel vorab, mit positivem Fazit. Die Rezension stammt aus der Feder von Lars Hattwig, einem thematisch sehr nah verwandten Bloggerkollegen. Mit „Finanziell umdenken!“ betreibt er seit 2011 eine Plattform zu den Themen passives Einkommen und finanzielle Unabhängigkeit, auf der bereits über 600 lesenswerte Fachartikel veröffentlicht wurden: weiterlesen

Anleihen – Langfristig (vielleicht) zur schwarzen Null

Finanzielle Repression als Ausweg aus der Staatsschuldenkrise?

Wenn schon am kurzen Ende der Zinskurve, also mit Tages- und Festgeld und Sparbüchern, seit jeher bestenfalls auf Kapitalerhalt gehofft werden darf, lässt sich dann wenigstens an deren langem Ende, das heißt mit klassischen Anleihen, inflationsbereinigt Geld verdienen? War nicht über Generationen hinweg der Couponschneider geradezu der Inbegriff des Rentiers respektive Einkommensinvestors, dessen alljährliches Ritual im sorgfältigen Abtrennen des jeweiligen Zinskupons vom Anleihebogen bestand, um diesen im Anschluss bei der Hausbank in Bargeld einzulösen? weiterlesen