Inhalt
- Altersvorsorge unter Druck
- Podcast im Videoformat
- teuerliche Änderungen bei der betrieblichen Altersvorsorge
- Rentenfaktoren und ein Urteil des Bundesgerichtshofs
- Insolvenz eines Versicherers und ihre Folgen
- Probleme bei berufsständischen Versorgungswerken
- Das geplante Altersvorsorgedepot
- Versicherungsvertrag verkaufen statt kündigen
- Haftungsausschluss
- Podcast abonnieren
- Income Insights
- Beitrag teilen
- Deine Meinung
Beitrag im Audioformat
Altersvorsorge unter Druck
Die Rahmenbedingungen für private und betriebliche Altersvorsorge haben sich in den vergangenen Monaten spürbar verändert. Neue Gerichtsurteile, Probleme bei Versicherern und Versorgungswerken sowie politische Reformansätze werfen Fragen zur Verlässlichkeit bestehender Modelle auf. Hinzu kommen steuerliche Änderungen, die insbesondere bei Auszahlungen zu einer spürbar höheren Belastung führen können. Im Gespräch zeigen Felix Früchtl und ich zentrale Entwicklungen auf und betrachten deren Auswirkungen auf Anleger und Sparer.
Podcast im Videoformat
Wer kein Video mehr verpassen möchte, abonniert am besten meinen YouTube-Kanal. Dazu genügt es beim erstmaligen Aufruf das eingeblendete Abonnement zu bestätigen oder alternativ auf der Startseite auf „Abonnieren“ beziehungsweise direkt im Video auf das Bloglogo unten rechts zu klicken. Zu den Inhalten und Zeitmarken:
- 0:00:00 Überblick: Urteile und neue Risiken
- 0:02:06 Ende der Fünftelregelung
- 0:03:06 Höhere Steuerlast für Sparer
- 0:04:16 Auswirkungen auf Rendite
- 0:05:36 Lohnt sich betriebliche Vorsorge?
- 0:07:13 Steuerstundung statt Steuervorteil
- 0:07:53 Streit um Rentenfaktoren
- 0:09:02 BGH-Urteil stärkt Sparer
- 0:10:40 Welche Verträge betroffen sind
- 0:11:31 Rentenfaktor einfach erklärt
- 0:13:16 Pleite der FWU Versicherung
- 0:14:25 Warum Kunden kein Geld sehen
- 0:15:32 Angebote mit hohen Verlusten
- 0:17:01 Risiko bei geförderten Verträgen
- 0:20:02 Probleme bei Versorgungswerken
- 0:22:03 Verluste durch Fehlentscheidungen
- 0:24:18 Rentenkürzungen und Folgen
- 0:25:45 Fehlende Kontrolle und Transparenz
- 0:32:11 Neues Altersvorsorgedepot erklärt
- 0:33:57 Chancen durch Kapitalmarkt
- 0:35:18 Kritik am neuen Modell
- 0:37:09 Einschränkungen und Zugriff
- 0:38:35 Politische Risiken im System
- 0:42:59 Vergleich mit privater Vorsorge
- 0:44:04 Hilfe bei alten Verträgen
teuerliche Änderungen bei der betrieblichen Altersvorsorge
Ein Urteil des Bundesfinanzhofs hat die steuerliche Behandlung von Einmalzahlungen aus der betrieblichen Altersvorsorge definiert. Bislang konnten solche Auszahlungen häufig unter die sogenannte Fünftelregelung fallen, die eine Verteilung der Steuerlast über mehrere Jahre ermöglichte.
Diese Möglichkeit entfällt nun. Die Begründung: Kapitalauszahlungen seien keine „außergewöhnlichen Einkünfte“, da sie bereits bei Vertragsabschluss als Option feststehen. Für Sparer bedeutet das eine unmittelbare Besteuerung im Auszahlungsjahr, in der Regel zum Spitzensteuersatz.
Felix Früchtl verweist darauf, dass bei durchschnittlichen Auszahlungen im Bereich von 60.000 bis 70.000 Euro schnell mehrere tausend Euro zusätzliche Steuerbelastung entstehen können. Die tatsächliche Rendite eines Vertrags kann dadurch deutlich sinken.
Zugleich betont er, dass steuerliche Vorteile grundsätzlich als Stundung zu verstehen seien. Die Steuer werde nicht vermieden, sondern lediglich zeitlich verschoben. Mit dem Wegfall der Fünftelregelung entfällt ein zentrales Element dieser Verschiebung.
Rentenfaktoren und ein Urteil des Bundesgerichtshofs
Ein weiteres Gesprächsthema ist die Entwicklung der Rentenfaktoren in klassischen Vorsorgeprodukten. Diese bestimmen, wie hoch die monatliche Rente aus dem angesparten Kapital ausfällt.
In der Praxis wurden diese Faktoren in den vergangenen Jahren vielfach abgesenkt. Zwar haben Versicherer in der Vergangenheit Anpassungen nach oben in Aussicht gestellt, solche Erhöhungen jedoch bisher nicht realisiert.
Ein weiteres Urteil des Bundesgerichtshofs setzt hier Grenzen. Die nachträgliche Absenkung von Rentenfaktoren sei nur unter engen Voraussetzungen zulässig. In vielen Fällen müssten frühere Kürzungen rückgängig gemacht werden.
Betroffen sind vor allem ältere Verträge, insbesondere aus den Jahren zwischen 2000 und 2008. Versicherungsnehmer sollten prüfen, ob ihre Verträge unter das Urteil fallen und gegebenenfalls aktiv auf Anpassungen drängen.
Insolvenz eines Versicherers und ihre Folgen
Mit der Insolvenz der FWU Versicherung wird ein weiterer Problembereich sichtbar. Rund 300.000 Kunden in Deutschland sind betroffen, insgesamt geht es um ein Volumen von etwa neun Milliarden Euro.
Bislang haben Betroffene keine Auszahlungen erhalten. Forderungen können zwar angemeldet werden, eine tatsächliche Verteilung der Masse wird jedoch frühestens im kommenden Jahr erwartet.
Der Insolvenzverwalter unterbreitet inzwischen Vergleichsangebote, die sich auf etwa 60 bis 70 Prozent des zuletzt ausgewiesenen Rückkaufswertes belaufen. Felix Früchtl bewertet diese Quote als vergleichsweise hoch, weist jedoch darauf hin, dass eine Entscheidung mit Unsicherheiten behaftet bleibt.
Besonders problematisch kann die Situation bei geförderten Produkten werden. Werden diese aufgelöst, können staatliche Zulagen und steuerliche Vorteile zurückgefordert werden. In einzelnen Fällen kann dies dazu führen, dass Kunden unter dem Strich zusätzliche Zahlungen leisten müssen.
Probleme bei berufsständischen Versorgungswerken
Neben Versicherungen geraten auch Versorgungswerke unter Druck. Diese Einrichtungen, die etwa für Ärzte, Anwälte oder Architekten zuständig sind, kombinieren Umlage- und Kapitalanlageelemente.
Am Beispiel eines Versorgungswerks für Zahnärzte wird deutlich, welche Risiken entstehen können. Nach internen Untersuchungen sollen erhebliche Teile des Vermögens durch verlustreiche Investitionen verloren gegangen sein. Genannt werden unter anderem Beteiligungen an Start-ups, Immobilienprojekten und alternativen Anlageformen wie beispielsweise Anteile an einer Garnelenfarm.
Die Folge sind deutliche Einschnitte. Teilweise mussten Rentenansprüche nach unten korrigiert werden. In anderen Fällen stehen Verluste im Raum, deren Auswirkungen noch nicht vollständig absehbar sind.
Ein strukturelles Problem sieht Felix Früchtl in der Organisation dieser Einrichtungen. Anlageentscheidungen würden häufig von Personen getroffen, die nicht aus dem Investmentbereich stammen. Gleichzeitig bestehe eine begrenzte externe Kontrolle, da die Versorgungswerke nicht der Aufsicht der BaFin unterliegen.
Das geplante Altersvorsorgedepot
Vor diesem Hintergrund gewinnt das geplante staatlich geförderte Altersvorsorgedepot an Bedeutung. Es soll ab 2027 eine Alternative zu bestehenden Modellen bieten.
Im Kern bleibt das Prinzip der Förderung erhalten: Beiträge werden staatlich bezuschusst oder steuerlich begünstigt. Neu ist, dass erstmals auf Garantien verzichtet wird. Dadurch können Anlagen stärker am Kapitalmarkt ausgerichtet werden, etwa über Fonds oder ETFs.
Erträge innerhalb des Depots bleiben steuerfrei, solange sie nicht ausgezahlt werden. Die Besteuerung erfolgt erst in der Auszahlungsphase. Gleichzeitig bestehen Einschränkungen: Ein Großteil des Kapitals muss verrentet werden, nur ein begrenzter Anteil kann als Einmalzahlung entnommen werden.
Die Bewertung des Modells fällt ambivalent aus. Einerseits eröffnet es den Zugang zum Kapitalmarkt. Andererseits bleibe die Struktur stark reguliert, etwa durch die Bindung an das gesetzliche Renteneintrittsalter und die nachgelagerte Verrentung.
Versicherungsvertrag verkaufen statt kündigen
Die ProLife GmbH (*) gehört zu den führenden Ankäufern von Kapitalversicherungen in Deutschland. Geschäftsführer Felix Früchtl hat seit 2007 mit seinem Team Policen von über 53.000 Kunden mit einem Volumen von mehr als einer Milliarde Euro umgesetzt.
Schon ab einem Rückkaufswert von 1.000 Euro ist ein Verkauf möglich. Nach positiver Prüfung erfolgt die Auszahlung schnell und unkompliziert – in der Regel innerhalb von nur 18 Tagen. Wichtig: Kosten entstehen erst nach erfolgter Auszahlung und werden transparent mit dem Auszahlungsbetrag verrechnet.
Eine kostenlose und unverbindliche Erstanfrage (*) kann direkt online gestellt werden und dient der Erstellung eines individuellen Angebots. Der Rabattcode NURBARESISTWAHRES gewährt dabei nur im Erfolgsfall – also bei tatsächlichem Verkauf – einen Nachlass auf die Bearbeitungsgebühr.
Haftungsausschluss
Zu den Risiken und Nebenwirkungen des Handels mit Derivaten und Wertpapieren, den veröffentlichten Informationen sowie besprochenen Möglichkeiten der Geldanlage einschließlich potenzieller Interessenskonflikte verweise ich auf den Haftungsausschluss und die Transparenzrichtlinien, die analog für den Podcast und das Video gelten.
Podcast abonnieren
Wer keine Folge des Nur-Bares-ist-Wahres-Podcasts verpassen möchte, kann diesen direkt über die gängigen Potcatcher per Stichwortsuche oder Podcast-Feed abonnieren. Alternativ dazu informiere ich regelmäßig auf meinen zahlreichen Foren und Gruppen sowie im Blogtelegramm über jede neue Folge.
Anzeige
Income Insights
Abonniere meine kostenlosen Finanz-Tipps und ich schenke Dir drei Reports, um Deine Rendite zu optimieren, Dein Risiko zu reduzieren und 1.000 Ausschüttungen pro Jahr einzunehmen – mit lediglich fünf Minuten Aufwand pro Tag und ohne das Depot starken Schwankungen aussetzen zu müssen:
Beitrag teilen
Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann teile ihn bitte mit einem Klick auf Facebook oder Twitter, damit auch andere davon profitieren können!
Deine Meinung
Rückmeldungen machen meine Inhalte besser. Was hat Dir gefallen, was könnte verbessert werden? Hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag oder schreib mir gleich hier eine Direktnachricht.



