Cashtest – Horizons Gold Yield ETF

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Einstieg und Überblick

Zum Abschluss der Besprechung von James Rickards Gold-Buch schrieb ich: „Typischerweise dient physisches Gold als natürlicher Hedge gegen schwächelnde Papiergeldsysteme. Diese Funktion hat Gold inne, da es über keinerlei Konterpartrisiko verfügt, das heißt in keinem Gläubiger-Schuldner-Verhältnis sondern gewissermaßen allein ‚für sich‘ steht. Damit scheidet das Edelmetall als Anlageklasse für Einkommensinvestoren eigentlich aus. Tatsächlich existiert aber ein börsengehandeltes Wertpapier, welches die Hedgefunktion des Goldes mit einer Ertrags- und Ausschüttungsstrategie koppelt und es damit auch für Einkommensinvestoren wieder glänzen lässt. Dieses Investment werde ich in einem späteren Blogbeitrag in gewohnter Ausführlichkeit besprechen.“

Bei dem Wertpapier handelt es sich um den Gold Yield ETF des kanadischen Anbieters Horizons. Das Wertpapier selbst ist als Exchange Traded Fund (ETF) konzipiert und wird an der Toronto Stock Exchange (TSE) gehandelt. Üblicherweise wird das Fondsvermögen eines ETF passiv investiert. Das heißt Entscheidungen über Käufe und Verkäufe erfolgen automatisiert nach festen Regeln. Allerdings bildet der Gold Yield ETF im Gegensatz zu den hier bereits vorgestellten Global X SuperDividend ETF und PowerShares Preferred Shares ETF keinen Index, sondern eine spezielle Strategie ab. Konkret verfolgt er eine sogenannte Covered-Call-Strategie.

Cashtest - Logo von Horizons
Logo von Horizons, Bildquelle: Seite des Unternehmens

Fonds, die eine solche Strategie umsetzen, werden daher auch als Covered-Call-Fonds beziehungsweise Covered-Call-ETFs bezeichnet. Diese habe ich ausführlich in Kapitel 16.4 von „Bargeld statt Buchgewinn“ besprochen. Die Funktionsweise sowie Chancen und Risiken eines solchen Strategie-ETFs möchte ich nachfolgend direkt am Beispiel des Gold Yield ETF demonstrieren.

Historie und Kennzahlen

Vorab noch einige Worte zur Firma Horizons: Hierbei handelt es sich um ein recht junges Unternehmen, das erst 2005 in Toronto gegründet wurde. Die innovative Firma hat sich dabei von Anfang an auf die Emission und Verwaltung „unkonventioneller“ ETFs spezialisiert. Neben Covered-Call-ETFs umfasst die Produktpalette überwiegend weitere Strategie-ETFs wie beispielsweise gehebelte oder inverse Fonds. Stand November 2017 betreut Horizons ein Vermögen von knapp neun Milliarden kanadischen Dollar in 80 ETFs, die allesamt an der Heimatbörse TSE notiert sind. Seit 2011 gehört Horizons zum südkoreanischen Vermögensverwalter Mirae Asset Global Investments Group.

Wie genau funktionieren Covered-Call-ETFs? Hierbei wird ein Basiswert wie beispielsweise eine Aktie, ein Index oder eben ein Rohstoff mit einer Optionsstrategie gekoppelt. Optionen? Sind das nicht diese hochriskanten Finanzwetten? Ja, sofern die Option ungedeckt ist. Nein, sofern sie gedeckt ist. Letzteres ist bei Covered-Call-Strategien immer der Fall (daher auch der Name). Ein „covered call“ ist eine Kaufoption, die den Käufer berechtigt aber nicht verpflichtet, besagten Basiswert zu einem vorab festgelegten Preis (Ausübungspreis) innerhalb eines bestimmten Zeitraums vom Verkäufer der Option zu erwerben. In der Regel umfasst ein Optionsgeschäft, ein sogenannter Kontrakt, 100 Einheiten des Basiswerts. Die Laufzeiten bewegen sich zwischen einem und 24 Monaten. Hat der Verkäufer (Stillhalter) den Basiswert im Bestand, ist die Option gedeckt (englisch „covered“). Somit ist sichergestellt, dass bei Ausübung der Option durch den Käufer das Wertpapier geliefert werden kann. In diesem Fall ist also ein Emittentenrisiko ausgeschlossen. Der Stillhalter erzielt dabei eine Einnahme aus dem Verkaufspreis der Option. Die sogenannte Optionsprämie zahlt der Käufer für den Erwerb des Kaufrechts.

Plastisch möchte ich die Funktionsweise anhand eines fiktiven Beispiels verdeutlichen, das ich bereits in „Bargeld statt Buchgewinn“ verwendet habe: Ein Anleger erwirbt zu Jahresbeginn 100 Aktien zum Preis von 50 Euro pro Stück. Die Gesamtinvestition beträgt also ohne Berücksichtigung der Gebühren 5.000 Euro. Die Gesellschaft hat zudem bereits die Ausschüttung einer Dividende von einem Euro je Anteil für das neue Jahr beschlossen. Nach Verbuchung der Titel in seinem Depot verkauft der Investor auf die gesamte Position eine gedeckte Kaufoption. Diese beinhaltet das Recht die 100 Aktien zum Preis von 55 Euro pro Stück bis zum Ende desselben Jahres beziehen zu können. Als Optionsprämie verlangt der Anleger sechs Euro pro Aktie, der Preis für den Kontrakt beläuft sich also auf insgesamt 100 mal sechs Euro beziehungsweise 600 Euro. Wie könnte am Jahresende die Gewinn- und Verlustrechnung für den Anleger aussehen? Dies hängt vom Kursverlauf der Aktie ab:

  • Jahresschlusskurs 50 Euro: Da der Kurs unter dem Ausübungspreis der Option liegt lohnt sich die Ausübung für den Käufer nicht, da er die Aktien über die Börse preiswerter beziehen kann als via Option. Sie verbleiben also im Eigentum des Anlegers. Sein Depotwert beträgt unverändert 5.000 Euro. Zudem sind ihm die Optionsprämie von 600 Euro sowie eine Dividende in Höhe von 100 Euro zugeflossen. Das Gesamtvermögen des Anlegers beläuft sich nun auf 5.700 Euro. Das ergibt eine Jahresrendite von 14 Prozent.
  • Jahresschlusskurs 60 Euro: Da der Kurs über dem Ausübungskurs liegt und der Käufer der Option einen sicheren Arbitragegewinn erzielen kann, sofern er die bezogenen Aktien umgehend über die Börse veräußert, übt er diese aus. Der Anleger verkauft ihm seinen Aktienbestand zu 55,00 Euro je Aktie. Neben dem Verkaufserlös von 5.500 Euro kann er die Optionsprämie von 600 Euro sowie die Dividende von 100 Euro verbuchen. Sein Vermögen beträgt insgesamt 6.200 Euro was einer Jahresrendite von 24 Prozent entspricht.
  • Jahresschlusskurs 70 Euro: Wie im Fall zuvor lohnt sich für den Käufer die Ausübung der Option, sein möglicher Arbitragegewinn steigt sogar überproportional an. Für den Anleger ändert sich hingegen nichts, da er nach wie vor verpflichtet ist, seinen Aktienbestand zu 55 Euro je Stück an den Käufer der Option zu veräußern. Seine Jahresrendite beträgt damit unverändert 24 Prozent.
  • Jahresschlusskurs 40,00 Euro: Analog zum ersten Fall lässt der Käufer der Option sein Ausübungsrecht verfallen. Der Depotwert des Anlegers ist auf 4.000 Euro gesunken, zuzüglich der vereinnahmten Summe aus Optionsprämie und Dividende von insgesamt 700 Euro beläuft sich sein Vermögen auf 4.700 Euro. Seine Rendite für dieses Jahr beträgt -6 Prozent.

Fazit: Eine Covered-Call-Strategie lohnt insbesondere bei stagnierenden sowie leicht steigenden oder fallenden Kursen. Bei stark fallenden Kursen bietet die Strategie einen Puffer in Höhe der Optionsprämie, bei stark steigenden Kursen deckelt die Ausgabe der Kaufoption den realisierbaren Kursgewinn auf Höhe des Ausübungspreises. Voraussetzung dafür ist, dass ein liquider Handel mit Optionen auf den Basiswert existiert.

Vermutlich hat sogar der eine oder andere Leser zumindest unbewusst in ein Covered-Call-Papier investiert. Tatsächlich steckt hinter den recht bekannten und beliebten Discountzertifikaten exakt ein solches Konstrukt aus Wertpapier und Kaufoption.

Was im Beispiel oben mit Aktien demonstriert wurde, funktioniert im Prinzip auch genauso mit Gold. Hierbei entfällt natürlich die Dividende, statt einer Aktie hält der Anleger eine entsprechende Position Edelmetall, auf die nach obigem Muster Kaufoptionen verkauft oder „geschrieben“ werden. Bei Gold ist das jederzeit sehr preiswert möglich. So existiert beispielsweise an der weltweit größten Terminbörse, der Chicago Board Options Exchange (CBOE), ein äußerst liquider Handel mit Optionen auf das Edelmetall.

Theoretisch könnte sich jeder Investor selbst eine solche Lösung „stricken“. Allerdings erfordert die Umsetzung einer Covered-Call-Strategie spezielles Fachwissen und aktive Depotpflege. Passiv orientierte Einkommensinvestoren können beides seit Ende 2010 an das Management des Gold Yield ETF delegieren. Einzige Position des ETFs ist Gold, welches aus Kostengründen über den SPDR Gold Trust ETF gehalten wird, ein ETF der selbst wiederum Anteile an physischem Gold verbrieft. Auf etwa ein Drittel dieses Goldportfolios schreibt der ETF laufend Verkaufsoptionen. Die Nettoerlöse aus der Optionsstrategie werden regelmäßig ausgeschüttet. Die Marktkapitalisierung des ETF liegt bei gut 21 Millionen kanadischen Dollar, die Dividendenrendite betrug zuletzt auf das Jahr hochgerechnet etwa fünf Prozent.

Konditionen und Besteuerung

Der Preis für die Delegation von Fachwissen und Zeit ist moderat. Auf 0,6 Prozent summieren sich die Managementkosten. Das ist mehr, als bei vielen ETFs üblich. Andererseits erfordert die Covered-Call-Strategie einen administrativen Mehraufwand, der vergütet werden will. Handelbar ist der ETF ausschließlich über die TSE. Wie bereits früher festgestellt, sind nicht alle gängigen (Online-)Broker an diesen Börsenplatz angebunden. Detaillierte Angaben zu 15 Brokern stehen in meinem Einkommensinvestoren-Report, den jeder Abonnent meines Blogtelegramms beziehungsweise Gratiskurses erhält. Die Ordergebühren an der TSE sind in der Regel geringfügig höher als die an den großen US-amerikanischen oder europäischen Börsen, fallen bei einem günstigen Broker aber kaum ins Gewicht.

Anleger, die den ETF erwerben wollen, sollten ihre Order in jedem Fall limitieren! Mit seiner Marktkapitalisierung fällt der Fonds für kanadische Verhältnisse zwar nicht aus dem Rahmen, ist im internationalen Vergleich aber dennoch ein Leichtgewicht. Das hat zur Konsequenz, dass der Kauf- und Verkaufskurs phasenweise deutlich auseinanderfallen kann. Um hier nicht zu teuer einzukaufen oder zu billig zu verkaufen sollte daher immer ein Kurslimit gesetzt werden!

Wie für viele kanadische Wertpapiere üblich schüttet der Gold Yield ETF monatlich aus. Die Ausschüttungshöhe variiert allerdings, im Jahr 2017 zwischen 1,74 und 2,18 Cent je Anteil. Das liegt daran, dass der Preis der Ertragskomponente, also der Kaufoption, in Abhängigkeit zahlreicher Parameter schwankt. Zu diesen Parametern gehören beispielsweise die Laufzeit, die Volatilität des Basiswerts und der Ausübungspreis.

Steuerrechtlich haben wir es hier mit einen Sonderfall zu tun. Denn im Gegensatz zu einem „normalen“ ETF erzielt der Gold Yield ETF einzig und allein Erträge aus dem Verkauf von Optionen. Hierbei handelt es sich weder um Dividenden noch Zinsen oder Kursgewinne, sondern um sonstige Einkünfte. Für diese sieht das Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen den Kanada und Deutschland 25 Prozent kanadische Quellensteuer vor, die in voller Höhe auf die hiesige Abgeltungssteuer angerechnet werden kann. Faktisch entfällt damit hierzulande eine weitere Besteuerung. Es gibt allerdings auch Broker (meines Wissens Internaxx aus Luxemburg), welche auf die Erträge analog zu Dividenden nur 15 Prozent Quellensteuer einbehalten. In diesem Fall sind weitere 10 Prozent Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und gegebenenfalls Kirchensteuer fällig.

Chancen und Risiken

Den Ausschüttungen zum Trotz hat der Gold Yield ETF den Anlegern bisher keine rechte Freude gemacht. Dafür ist weniger die Strategie denn vielmehr der Basiswert verantwortlich. Nur wenige Monate nach Auflage des Fonds, am 06. September 2011, markierte der Goldpreis sein bisheriges Allzeithoch bei 1.920,65 US-Dollar je Unze. Danach ging es bis Anfang 2016 stetig bergab. Seither pendelt der Unzenpreis um die 1.200 US-Dollar (siehe Grafik).


Historischer Goldkurs von GoldBroker.com

Die bisherige Entwicklung verdeutlicht, dass die Chancen und Risiken des Gold Yield ETF in erster Linie unmittelbar am Goldpreis hängen. Die Optionsstrategie kann bestenfalls flankierend wirken, bei fallenden Kursen also den Verlust reduzieren. Hier sind wir auch bei einem zweiten wichtigen Punkt, der über das Wohl und Wehe des Fonds entscheidet: Das Management der Optionsstrategie. Eine Covered-Call-Strategie ist ihrem Wesen nach konservativer als eine Direktanlage, wie etwa der Vergleich einer Aktie mit einem entsprechenden Discountzertifikat, welches Chancen und Risiken senkt, belegt. Zudem verfügt der Stillhalter in aller Regel über einen systematischen Vorteil.

Beides greift jedoch nur, wenn entsprechende Strategien professionell umgesetzt und vor allem Risiken konsequent überwacht und gegebenenfalls glattgestellt werden. So existieren auch Negativbeispiele schlecht gemanagte Covered-Call-Fonds, was sich unschwer an deren Kursverläufen im Zuge des Lehmann-Crashs im Jahr 2008 und der anschließenden Erholung der Weltbörsen ablesen lässt. Hier bleibt dem Anleger letztlich nichts anderes übrig, als auf die Fachleute von Horizons und ihre Expertise zu bauen.

Wie sieht die langfristige Perspektive für Gold aus? Das ist schwer zu beurteilen. Die jüngste globale Schuldenorgie hat dem Kurs des Edelmetalls bisher jedenfalls ebenso wenig Auftrieb gegeben wie die nach wie vor schwelende Eurokrise oder die politische Großwetterlage. Andererseits: Wenn Sie die Wahl hätten, Ihren Nachkommen in 100 Jahren eine Millionen Euro in Gold oder in Bundesanleihen zukommen zu lassen, wofür würden Sie sich entscheiden?

Den Vorteil einer (ergänzenden) Goldanlage demonstriert aber ohnehin der obige Kursverlauf, vor allem im direkten Vergleich mit einem beliebigen der großen Aktienindizes: Sowohl dem Platzen der Dotcom-Blase ab 2001 als auch dem Ausbruch der Weltfinanzkrise ab 2007 folgten Börsencrashs mit historisch außerordentlichen Kursverlusten. Der Goldkurs schloss beide Extremphasen hingegen mit einem deutlichen Plus ab. Hier liegen sicherlich zwei drastische Beispiele für eine wünschenswerte Gegenläufigkeit (negative Korrelation) zweier Anlageklassen vor. Der Wert des Goldes besteht also vor allem in seinem Beitrag zur Optimierung des Rendite-Risiko-Profils eines Wertpapierportfolios (Diversifikation). Und ja, dafür eignet sich durchaus auch „Papiergold“.

Zusammenfassung und Stammdaten

Einkommensinvestoren, die ihr Portfolio um eine Rohstoffkomponente ergänzen möchten, kommen kaum um Covered-Call-Produkte herum. Sie kombinieren den Substanzwert des Rohstoffs mit den laufenden Erträgen aus gedeckten Stillhaltergeschäften. Dieser Ansatz lässt Warren Buffetts berühmte Goldkritik aus seinem Aktionärsbrief von 2011, wonach es viel besser sei „ eine Gans zu haben, die Eier legt, als eine, die einfach nur da sitzt, und Versicherungs- und Lagerkosten verursacht“ ins Leere laufen.

Der Gold Yield ETF von Horizons bildet besagte Strategie mit dem gelben Edelmetall als Basiswert zu vertretbaren Konditionen ab. Als Beimischung beziehungsweise zur Diversifikation eines Hochdividendenportfolios ist der Fonds nach meinem Dafürhalten gut geeignet. Der Gold Yield ETF ist über das Börsenkürzel HGY an der TSE handelbar. Die Internationale Wertpapierkennnummer (ISIN) lautet CA44050F1036. Zahlreiche weitere Wertpapiere, die eine ertragsstarke Covered-Call-Strategie verfolgen, finden sich einschließlich aller wichtigen Informationen im Premiumbereich.

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4 Antworten auf „Cashtest – Horizons Gold Yield ETF“

  1. Hallo Luis,
    alles gute im neuen Jahr, schön wieder von dir zu hören. Danke für den ausführlichen Artiklel.
    Den größten Nachteile eines solchen Covered Call Fonds sehe ich im limitierten Aufwärtspotential.
    Natürlich liefern solche Instrumente ein laufendes Einkommen, deshalb besitze ich selbst einige ETF’s und Closed End Funds mit dieser Strategie und verkaufe auch teilweise auf meine Dividendentitel Calls. Diese Strategie erhöht den Cashflow und reduziert die Volatilität des Portfolios.
    Bei einem Gold ETF, der ja keine eigene Rendite abwirft, geht es dagegen hauptsächlich doch darum, das Portfolio zu diversifizieren, um bei einem Crash, wie der Dot Com Blase, von der gegensätzlichen Wertentwicklung zu profitieren.
    Einige Crash Gurus prophezeien ja sogar die totale Entwertung aller Vermögenswerte, bis auf Gold 😉
    Gerade in einem solchen Worst Case Szenario sollte das Aufwärtspotential der Absicherung nicht beschränkt sein.
    Im Prinzip hat man doch am Ende nur das Risiko nach unten, einen kleinen Cashflow durch die Calls und eine limitierte Absicherung für die anderen Anlageklassen .

    Viele Grüße
    Matthias

    1. Hallo Matthias,
      da hast Du grundsätzlich Recht. Eine Covered-Call-Strategie reduziert das Risiko (definiert als Volatilität) und limitiert die Rendite vor allem durch Begrenzung des Auswärtspotenzials. Umgekehrt trägt man nach Aufzehrung der Optionsprämie das volle Risiko. Dieses wirkt sich vor allem bei starken und/oder lang andauernden Kursverfall aus. Dann wird es schwierig, aus dem Tal der Tränen wieder rauszukommen, wenn das Potenzial nach oben durch Schreiben von Optionen begrenzt ist.

      „Schön“ zu sehen ist das wie im Artikel beschrieben bei einigen Covered-Call-Fonds im Zuge der ausbleibenden Kurserholung nach der Weltfinanzkrise. Aus dem Grund ist auch ein professionelles Risikomanagement unerlässlich: Laufzeit, Optionspreis, Anteil des verschriebenen Portfolios, Glattstellen – genug Material für einen eigenen Blogbeitrag 😉

      Meiner Meinung nach spielt es übrigens kaum eine Rolle, ob der Basiswert ein Aktie, Gold oder ein anderer liquider Vermögenswert ist. Wer Gold jedoch als Versicherung halten möchte, sollte das in jedem Fall physisch tun!

      Beste Grüße
      Luis

      PS: Dir natürlich ebenfalls ein frohes neues Jahr 2018!

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