Blitz-Depot: Neujustierung Tasty-Portfolio – Folge 025

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Hoher Cashflow, weniger Komplexität

13,5 Prozent Ausschüttungsrendite und rund 17 Prozent Gesamtrendite seit Jahresanfang – trotzdem habe ich mein Tasty-Blitz-Depot im Sommer deutlich umgebaut. Aus zeitweise 20 Positionen sind wieder zwölf geworden. Der Grund liegt nicht in der bisherigen Entwicklung des Depots, sondern in einer Schwäche des zuvor verwendeten Regelwerks.

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  • 0:00 13,5 % Ausschüttung und 17 % Rendite
  • 1:27 So hat sich das Echtgelddepot entwickelt
  • 4:14 Die Ausschüttungen steigen
  • 6:18 Das Depot liefert 13,5 % Cashflow
  • 7:43 Warum ich das Depot umgebaut habe
  • 10:05 Diese Positionen mussten raus
  • 10:51 So ist das Depot heute aufgestellt
  • 12:12 Gleicher Index, unterschiedliche Strategie
  • 13:07 So laufen die einzelnen Positionen
  • 14:39 Drei Lehren aus dem Echtgelddepot
  • 15:45 Mein Zwischenfazit nach gut einem Jahr
  • 16:40 So bleibt das Depot transparent

17 Prozent Gesamtrendite seit Jahresanfang

Zum Jahresanfang lagen 18.500 Euro eigenes Kapital im Depot. Durch regelmäßige Einzahlungen stieg die Summe bis Anfang Oktober auf 32.500 Euro, der Depotwert auf rund 37.400 Euro. Da die Einzahlungen zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfolgten, lässt sich die Rendite nicht aus der Differenz dieser beiden Werte ableiten. Unter Berücksichtigung der Zu- und Abflüsse ergibt sich für 2026 bislang eine Gesamtrendite von knapp 17 Prozent in Euro.

Für ein Income-Depot ist allerdings die zweite Komponente mindestens ebenso wichtig: die laufende Ausschüttung. Bis einschließlich September kamen nach US-Quellensteuer rund 2.300 Euro herein. Auf Basis der aktuellen Ausschüttungen sind derzeit etwa 4.800 Euro pro Jahr vor Quellensteuer zu erwarten. Bezogen auf den gegenwärtigen Depotwert entspricht das rund 13,5 Prozent.

Eine hohe Ausschüttungsrendite allein ist allerdings noch kein Erfolg. Verliert ein ETF beispielsweise 25 Prozent an Wert und schüttet gleichzeitig 20 Prozent aus, hat der Anleger unter dem Strich nichts gewonnen. Umgekehrt greift es bei einem Income-Produkt ebenfalls zu kurz, ausschließlich auf den Kursverlauf zu schauen.

Warum das Depot wieder kleiner wurde

Im Frühjahr bestand das Depot noch aus 18 offensiven und zwei defensiven Positionen. Die breite Streuung war bewusst gewählt: Viele der neuen Income-ETFs besitzen kaum einen Track Record und setzen teilweise neue oder aktiv gemanagte Optionsstrategien ein.

Dabei hatte ich jedoch einen anderen Punkt unterschätzt. Mein regelbasiertes Ein- und Ausstiegssystem lässt sich für breite Märkte historisch recht gut überprüfen. Ob das gleichermaßen für einzelne Nischen wie REITs, BDCs, Kryptowährungen oder Silber gilt, kann ich anhand der verfügbaren Daten nicht belastbar feststellen.

Die Konsequenz war ein größerer Schnitt im Juli. Mehrere Spezialpositionen flogen aus dem Depot. Seither konzentriert sich der offensive Teil wieder auf marktbreite Aktienindizes. Übrig geblieben sind zehn offensive und zwei defensive Positionen.

Diversifikation findet auch innerhalb einer Strategie statt

Auffällig sind dabei vermeintliche Doppelungen. So befinden sich mehrere Income-ETFs auf den S&P 500 im Depot, ebenso unterschiedliche Produkte auf Nasdaq und Russell 2000.

Der gleiche Basiswert bedeutet bei diesen ETFs jedoch nicht die gleiche Strategie. Die Fonds können mit unterschiedlichen Optionslaufzeiten arbeiten, Calls verschieden weit aus dem Geld verkaufen oder unterschiedliche Overlays einsetzen. Beim letzten Update lagen zwei Income-Produkte auf den Russell 2000 innerhalb weniger Monate rund 20 Prozentpunkte auseinander.

Diversifikation muss deshalb nicht zwangsläufig bedeuten, möglichst viele verschiedene Basiswerte zu halten. Bei Options-Income-ETFs kann auch die Streuung über unterschiedliche Strategien sinnvoll sein.

Drei Lehren nach gut einem Jahr

Die bisherige Entwicklung bestätigt vor allem drei Punkte. Erstens ist eine hohe Ausschüttungsrendite noch keine Investmentstrategie. Entscheidend bleibt die Gesamtrendite aus Ausschüttung und Wertentwicklung. Zweitens kann Diversifikation auf mehreren Ebenen stattfinden – auch über unterschiedliche Income-Strategien. Drittens sollte ein Regelwerk nur dort eingesetzt werden, wo seine Belastbarkeit hinreichend überprüfbar ist.

Das Zwischenfazit fällt damit positiv, aber nicht euphorisch aus. Das Tasty-Blitz-Depot produziert bislang den gewünschten hohen Cashflow und kommt 2026 auf rund 17 Prozent Gesamtrendite. Gleichzeitig ist das Regelwerk heute einfacher als noch vor einem halben Jahr. Ob diese Konstruktion dauerhaft funktioniert, wird sich erst in der Rückbetrachtung zeigen. Einstweilen steht es als selbstaktualisierende Google-Tabelle zur Verfügung, die ich monatlich um die aktuellen Depotdaten ergänze.

Haftungsausschluss

Zu den Risiken und Nebenwirkungen des Handels mit Derivaten und Wertpapieren, den veröffentlichten Informationen sowie besprochenen Möglichkeiten der Geldanlage einschließlich potenzieller Interessenskonflikte verweise ich auf den Haftungsausschluss und die Transparenzrichtlinien, die analog für den Podcast und das Video gelten.

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