Die Schatzmeister: Zehn Prognosen für 2026 – Folge 32

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Boom oder Crash?

2025 war ein Lehrstück darüber, wie Unsicherheit, Geldpolitik und Knappheiten zusammenwirken. Während viele Anleger auf Charts starrten, Narrativen folgten oder sich von Schlagzeilen treiben ließen, zeigt der nüchterne Blick in reale Portfolios ein anderes Bild: Rendite entsteht selten dort, wo sie am lautesten versprochen wird, sondern häufig in den stillen Marktsegmenten. Der Jahresrückblick der Schatzmeister ist deshalb mehr als eine Performance-Show – er ist eine Erinnerung daran, dass Disziplin, Beharrlichkeit und Substanz wichtiger sind als kurzfristige Trends.

Diese Schatzmeister-Folge wird von IncomeShares präsentiert. IncomeShares bietet euch eine neue Generation von Sammelanlagen mit monatlichen Dividenden und Ausschüttungsrenditen von sechs Prozent p. a. und mehr – ideal für alle Investoren, die auf regelmäßige Erträge setzen. Die Produkte basieren auf bewährten Optionsstrategien wie Covered Calls und Cash Secured Puts, sind MiFID-II-konform und daher wie ein klassischer ETF ganz einfach über die Börse handelbar.

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  • 0:00:00 Unser Jahresabschluss und Rückblick
  • 0:01:30 Sponsor stellt Income-Produkte vor
  • 0:02:50 Persönliche Silvester- und Reisegeschichten
  • 0:07:45 Wechsel zum Thema Geldanlage 2025
  • 0:08:00 Alex erklärt seine 24,5 % Rendite
  • 0:15:00 Warum Währung die Performance verändert
  • 0:16:00 Luis über Gold, Silber und Optionen
  • 0:20:54 Luis nennt seine Gesamtperformance
  • 0:21:20 Anlageklassen, Dividenden und Krypto
  • 0:25:24 Alex: seine besten und schlechtesten Werte
  • 0:27:01 Luis: Flops, Tops und riskante Strategien
  • 0:36:10 Lars nennt eigene Gewinner und Verlierer
  • 0:38:38 Wie wir uns für das Jahr 2026 aufstellen
  • 0:45:40 Die große Prognose-Runde startet
  • 0:53:50 Sicherheit: Handy oder PC fürs Investieren
  • 0:56:46 Zuschauerfrage zur Depotaufteilung
  • 0:59:50 Was tun, wenn alles teuer wirkt

Wenn Risiko plötzlich Rendite wird:

Der auffälligste Befund des Jahres 2025 ist der Durchbruch von Gold und insbesondere Silber. Was jahrelang als „totes Kapital“ galt, entpuppte sich als einer der stärksten Renditetreiber überhaupt. In Alex Portfolio waren es ausgerechnet fünf Minenwerte, die rund 14 Prozentpunkte der gesamten Jahresperformance von 24,5 Prozent lieferten – bei einem Gewicht von nur etwa 22 Prozent. Der Rest des Depots, überwiegend dividendenstarke Qualitätsaktien, brachte zwar verlässliche Ausschüttungen, aber deutlich weniger Kursgewinne.

Diese Schieflage ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines größeren Makrotrends: Je unsicherer die Welt erscheint – geopolitisch, fiskalisch und geldpolitisch –, desto attraktiver werden knappe, physische Güter. Der Silberpreis begann sich dynamisch zu bewegen, Gold kletterte stetig, und plötzlich wirkten die Argumente gegen Rohstoffe weniger überzeugend. Entscheidend ist dabei nicht der kurzfristige Hype, sondern die längerfristige Zyklik.

Edelmetallzyklen dauern Jahre, nicht Monate. Wer in diesem Umfeld systematisch rebalanciert, handelt eher nach Lehrbuch und sichert Gewinne. Alex zeigt einen alternativen Ansatz auf: Er reduziert nicht wegen der Gewichtung, sondern nur bei klarer Überbewertung. Das ist keine Spekulation, sondern Risikomanagement mit Augenmaß.

Rendite, Cashflow und die Illusion der Sicherheit

Meine Zahlen zeigen eine andere, ebenso lehrreiche Perspektive: 10,7 Prozent Cashflow-Rendite auf das eingesetzte Kapital, getrieben vor allem durch Optionsstrategien. In einer Welt, in der Staatsanleihen und Sparbücher keine reale Rendite bieten, ist dieser Fokus auf laufende Erträge konsequent. Doch die Geschichte dahinter ist alles andere als bequem.

Eine jahrelang stabile Optionsstrategie erlitt 2025 einen massiven Einbruch von rund 11.000 Dollar, ausgelöst durch extreme Marktbewegungen im Zuge von Handels- und Zollkonflikten. Das ist die klassische „Truthahn-Illusion“: Lange Zeit läuft alles glatt, bis ein seltenes Ereignis das System sprengt. Die Lektion ist unmissverständlich – es gibt keine risikofreie Rendite. Wer Prämien kassiert, verkauft immer auch Versicherung gegen das Unvorhersehbare.

Gleichzeitig zeigt meine Erfahrung mit physischen Edelmetallen, wie mächtig langfristiges Denken sein kann. Goldkäufe unter 300 Dollar pro Unze und Silbermünzen zum Nennwert von zehn Euro wirken heute fast absurd günstig. Diese Positionen sind keine Trading-Ideen, sondern Vermögensanker. Sie schützen nicht durch Zinssätze oder Algorithmen, sondern durch physische Existenz außerhalb des Bankensystems – ein Punkt, der in Zeiten fragiler Finanzmärkte politisch wie ökonomisch relevant bleibt.

Wechselkurse, Zinsen und die Macht der Makroökonomie

Ein zentrales, oft unterschätztes Thema ist der Einfluss von Währungen und Zinsen auf die Depotrealität. Viele Anleger feiern Gewinne in Dollar, vergessen aber, dass sie in Euro leben und konsumieren. Mein Dollar-lastiges Optionsportfolio sah in US-Währung deutlich besser aus als in Euro – eine stille Erinnerung daran, dass Wechselkurse genauso wichtig sind wie Aktienkurse.

Gleichzeitig litten REITs und andere zinssensitive Anlagen unter der anhaltenden Unsicherheit der Geldpolitik. Hohe Zinsen drücken Immobilienbewertungen, während defensive Sektoren wie Pharma, Telekom und Versicherungen vergleichsweise stabil blieben. Diese Verschiebung ist kein Zufall, sondern Ausdruck eines Systems, in dem Kapitalkosten politische Variablen sind.

Alex Ausblick auf Öl unterstreicht diese Logik: Jahre der Unterinvestition, getrieben von ESG-Dogmen und politischem Druck, könnten in Angebotsengpässe münden. Unternehmen mit soliden Bilanzen und robustem Cashflow stehen dann plötzlich besser da als jene, die in vermeintlich „zukunftssichere“ Branchen drängten. Auch hier zeigt sich: Märkte sind keine moralischen Institutionen, sondern Mechanismen, die Knappheit belohnen.

Freiheit, Sicherheit und die Praxis der Geldanlage

Abseits der Zahlen wurde im Gespräch ein grundsätzlicher Punkt deutlich: Wie viel Sicherheit verträgt Flexibilität? Die Diskussion über Banking-Apps, Zwei-Faktor-Authentifizierung und Regulierungswut zeigt ein Spannungsfeld, das weit über Geldanlage hinausgeht. Technische Sicherheit ist notwendig, doch übermäßige Kontrolle frisst Lebenszeit und Eigenverantwortung.

Ähnlich kritisch bewerten wir übertriebene Diversifikation in Form von 20 P2P-Plattformen oder Mini-Positionen unter fünf Prozent. Wer sein Vermögen zu stark zersplittert, gewinnt keine Stabilität, sondern bürokratischen Aufwand. Investoren benötigen Klarheit, nicht Sammelleidenschaft.

Auch die Frage „Was tun, wenn alles teuer wirkt?“ wird pragmatisch beantwortet: Cash halten ist keine Schwäche, sondern Offenhalten von Optionen. In einer Welt voller kurzfristiger Verlockungen ist Geduld eine Form von Potenz. Wer nicht investiert, nur um beschäftigt zu wirken, bleibt souverän – finanziell wie geistig.

Fazit: Was bleibt von 2025?

2025 war ein Jahr, das zeigte, wie wertvoll unabhängiges Denken ist. Edelmetalle bestätigten ihren Platz als Krisenversicherung, Dividenden bewiesen ihre Stabilität und Optionen ihre Ambivalenz. Gleichzeitig wurde klar, dass Politik, Geldsystem und Märkte untrennbar verbunden sind – und dass Anleger gut beraten sind, sich nicht blind auf Institutionen zu verlassen.

Wer sein Vermögen als Ausdruck persönlicher Freiheit begreift, investiert nicht aus Angst, sondern aus Überzeugung. Er jagt keinen Moden nach, sondern baut auf Substanz, Cashflow und langfristige Resilienz. Die Lektion von 2025 lautet deshalb nicht, welche Aktie man kaufen sollte, sondern wie man denkt: kritisch, eigenverantwortlich und ohne Illusionen. Denn nur wer die Regeln des Spiels versteht, kann wirklich frei spielen.

Haftungsausschluss

Zu den Risiken und Nebenwirkungen des Handels mit Derivaten und Wertpapieren, den veröffentlichten Informationen sowie besprochenen Möglichkeiten der Geldanlage einschließlich potenzieller Interessenskonflikte verweise ich auf den Haftungsausschluss und die Transparenzrichtlinien, die analog für den Podcast und das Video gelten.

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