Börsenfitness: Langeweile gewinnt!

Beitrag im Audioformat

Erfolgsfaktoren für Fitness und Finanzen

Disziplin, Durchhaltevermögen und Frustrationstoleranz – diese Eigenschaften braucht man im Sport genauso wie an der Börse. In diesem Video ziehen wir Parallelen zwischen körperlicher Fitness und erfolgreichem Investieren. Neben persönlichen Erfahrungen sprechen wir über langfristige Strategien, mentale Stärke und typische Fehler. Ergänzt wird das Ganze durch einen Blick auf Fitnessaktien und deren Geschäftsmodelle. Ein ungewöhnlicher, aber inspirierender Zugang zu Geldanlage und Lebensführung.

Dieser Beitrag wird von Trading 212 (*) unterstützt. Mit dem BaFin-regulierten Broker erhältst Du Zugang zu über 10 000 Wertpapieren an 13 internationalen Börsen, darunter dividendenstarke Aktien wie Michelin, aber auch ETFs, ETPs und CEFs. Und das komplett provisionsfrei. Zusätzlich profitierst Du von attraktiven Zinsen, kostenlosen Währungskonten und einem persönlichen 24/7-Kundenservice. Eröffne jetzt Dein Depot bei Trading 212 (*) und sichere Dir exklusiv über meinen Partnerlink (*) Teilaktien im Wert von bis zu 100 Euro.

Podcast im Videoformat


Wer kein Video mehr verpassen möchte, abonniert am besten meinen YouTube-Kanal. Dazu genügt es beim erstmaligen Aufruf das eingeblendete Abonnement zu bestätigen oder alternativ auf der Startseite auf „Abonnieren“ beziehungsweise direkt im Video auf das Bloglogo unten rechts zu klicken. Zu den Inhalten und Zeitmarken:

  • 0:00:00 Fitness und Finanzen als Lebensstrategie
  • 0:02:48 Persönliche Trainingsroutinen und Motivation
  • 0:05:57 Ausdauer, Langeweile und mentale Stärke
  • 0:09:14 Übergang von Fitness zu Börse
  • 0:10:41 Einstieg in Fitnessaktien und World Gym
  • 0:13:36 Geschäftsmodelle von Fitnessstudios
  • 0:16:02 Fitnessmarkt Taiwan und Wachstumspotenzial
  • 0:19:11 Vergleich mit Planet Fitness und Gym Group
  • 0:22:04 Karteileichen und das wahre Studiomodell
  • 0:24:38 Cashflow, Dividenden und Ausschüttungen
  • 0:27:51 Bilanzierung, Leasing und Risiken
  • 0:31:18 Bewertung, Margen und Verschuldung
  • 0:36:44 Politische Risiken und Taiwan-Abschlag
  • 0:49:12 Persönliche Investmentampeln der Gäste
  • 0:58:37 Fitness, Investieren und langfristiges Denken

Fitness als Spiegel wirtschaftlicher Realität

Körperliche Fitness ist kein Zustand, sondern ein Prozess. Sie entsteht vor allem durch Wiederholung. Dieser Gedanke lässt sich erstaunlich präzise auf wirtschaftliches Handeln übertragen. In unserem Gespräch wird deutlich, dass viele Menschen sportlich wie finanziell ähnlich agieren: Sie beginnen euphorisch, investieren Zeit oder Geld – und verlieren dann die Konsequenz. Fitnessstudios kalkulieren genau damit. Niedrige Preise senken die Einstiegshürde, lange Verträge sichern Einnahmen, während ein erheblicher Teil der Mitglieder kaum erscheint.

Für den Betreiber ist das betriebswirtschaftliche Logik. Für den Einzelnen ist es ein Lehrstück über Selbsttäuschung. Dieser Mechanismus ist auch an den Kapitalmärkten präsent. Viele Anleger kaufen Produkte, keine Strategien. Sie unterschreiben implizit Verträge mit ihrer eigenen Bequemlichkeit: Sparpläne ohne Verständnis, Dividenden ohne Analyse, Renditeerwartungen ohne Risikobewusstsein. Fitness lehrt hier etwas Unbequemes: Fortschritt beginnt dort, wo Wiederholung langweilig und trotzdem fortgesetzt wird.

Das Geschäftsmodell Fitnessstudio – nüchtern betrachtet

Aus Anlegersicht sind Fitnessstudioketten zunächst unspektakulär. Hohe Fixkosten, Personal, Mieten, Geräte. Kein technologischer Burggraben, kein Netzwerkeffekt im klassischen Sinn. Und dennoch sind einige dieser Unternehmen hochprofitabel. Der Grund liegt im Geschäftsmodell. Erfolgreiche Ketten verkaufen nicht primär Training, sondern Zugang. Der tatsächliche Verbrauch ist sekundär. Besonders ausgeprägt ist dieses Prinzip bei Franchise-Systemen, bei denen operative Risiken ausgelagert werden und die Zentrale von stabilen Gebührenströmen lebt.

Im Vergleich dazu stehen eigenbetriebene Modelle mit geringeren Margen, aber stärkerer Kontrolle. Für Einkommensinvestoren ist entscheidend, wie belastbar der Cashflow wirklich ist. Bilanzierungsfragen, insbesondere Leasingverhältnisse, spielen dabei eine zentrale Rolle. Wer Dividenden beurteilen will, muss hinter die Zahlen schauen. Operativer Cashflow allein reicht nicht aus, wenn Investitionen und Mietverpflichtungen dauerhaft Mittel binden.

Dividenden, Bewertungen und politische Realität

Ein besonderer Reiz entsteht dort, wo hohe Dividendenrenditen auf niedrige Bewertungen treffen. In der Diskussion wurde deutlich, dass dies beispielsweise bei einer taiwanesischen Fitnesskette der Fall ist – allein aufgrund des Firmensitzes in einer sensiblen Region. Der Bewertungsabschlag ist keine Willkür. Kapitalmärkte preisen Risiken ein, auch wenn sie abstrakt bleiben wie etwa geopolitische Parameter.

Für Anleger bedeutet das: Chancen entstehen nicht trotz, sondern wegen dieser Risiken. Aber nur, wenn sie bewusst getragen werden. Eine hohe Dividende ist kein Geschenk, sondern oft ein Signal für Unsicherheit. Wer darauf setzt, sollte Positionsgrößen begrenzen und sich nicht der Illusion hingeben, politische Risiken seien theoretischer Natur – siehe Russland.

Disziplin schlägt Bequemlichkeit – auch an der Börse

Ein zentraler Erfolgsfaktor für Fitness wie Finanzen ist die Fähigkeit, Langeweile auszuhalten. Im Ausdauer- und Krafttraining wie beim langfristigen Investieren entscheidet nicht der spektakuläre Moment, sondern die Summe unspektakulärer Wiederholungen. Wer ständig reagiert, zahlt Kosten. Wer geduldig bleibt, sammelt Vorteile. Diese Haltung steht im Gegensatz zur modernen Finanzindustrie, die Aktivität belohnt und Ruhe als Risiko verkauft.

Für Privatanleger mit Einkommensfokus heißt das: Weniger Entscheidungen, dafür bessere. Dividenden sind kein Ersatz für eine Analyse, so wie Mitgliedschaften kein Ersatz für Training sind. Eigenverantwortung lässt sich nicht outsourcen. Sie ist oft unbequem, aber unabdingbar. Geld und Gesundheit gibt man nicht in fremde Hände.

Fazit: Reich und fit durch gleiche Regeln

Fitness und Finanzen folgen derselben Logik. Niemand zwingt zur Disziplin, aber jeder zahlt für deren Abwesenheit. Erfolgreiche Geschäftsmodelle nutzen menschliche Schwächen, erfolgreiche Anleger kennen ihre eigenen. Wer Cashflow-Investments verfolgt, sollte sich nicht von Renditeversprechen blenden lassen, sondern Geschäftsmodelle, politische Rahmenbedingungen und eigene Ziele nüchtern abgleichen.

Haftungsausschluss

Zu den Risiken und Nebenwirkungen des Handels mit Derivaten und Wertpapieren, den veröffentlichten Informationen sowie besprochenen Möglichkeiten der Geldanlage einschließlich potenzieller Interessenskonflikte verweise ich auf den Haftungsausschluss und die Transparenzrichtlinien, die analog für den Podcast und das Video gelten.

Podcast abonnieren

Wer keine Folge des Nur-Bares-ist-Wahres-Podcasts verpassen möchte, kann diesen direkt über die gängigen Potcatcher per Stichwortsuche oder Podcast-Feed abonnieren. Alternativ dazu informiere ich regelmäßig auf meinen zahlreichen Foren und Gruppen sowie im Blogtelegramm über jede neue Folge.

Anzeige

captrader_728x90px_pazos_erste%20wahl.png

Income Insights

Abonniere meine kostenlosen Finanz-Tipps und ich schenke Dir drei Reports, um Deine Rendite zu optimieren, Dein Risiko zu reduzieren und 1000 Ausschüttungen pro Jahr einzunehmen – mit lediglich fünf Minuten Aufwand pro Tag und ohne das Depot starken Schwankungen aussetzen zu müssen:

Beitrag teilen

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann teile ihn bitte mit einem Klick auf Facebook oder Twitter, damit auch andere davon profitieren können!

Logo von Facebook   Logo von X

Deine Meinung

Rückmeldungen machen meine Inhalte besser. Was hat Dir gefallen, was könnte verbessert werden? Hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag oder schreib mir gleich hier eine Direktnachricht.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    © 2017 bis 2026 Luis Pazos | Alle Rechte vorbehalten | Impressum |Datenschutz