Cash Call: Silber-Crash – Folge 20

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Panik oder Chance für Anleger?

Der massive Einbruch beim Silberpreis hat viele Investoren verunsichert. War das der Beginn einer längeren Schwächephase – oder eine Gelegenheit für langfristig orientierte Anleger? In diesem Cash Call beleuchten wir, warum starke Schwankungen bei Edelmetallen nichts Ungewöhnliches sind und welche Mechanismen dahinterstecken. Du erfährst, wie Geldpolitik, Nachfrage aus Industrie und Anlegerverhalten die Preise bewegen. Außerdem diskutieren wir typische Fehler wie Panikverkäufe und zeigen, weshalb Disziplin oft wichtiger ist als der perfekte Einstiegszeitpunkt. Wer verstehen will, warum Rücksetzer Teil jedes langfristigen Trends sind und wie man emotionale Fehlentscheidungen vermeidet, findet hier verständliche Antworten.

Dieser Beitrag entstand in Zusammenarbeit mit CapTrader (*). Ich bin dort seit Jahren zufriedener Kunde – überzeugt von den niedrigen Gebühren, dem professionellen Handelszugang und dem verlässlichen Support. Gemeinsam haben wir ein exklusives Willkommensangebot für meine Leser entwickelt. Wer jetzt über meine Partnerseite (*) ein Depot eröffnet, bekommt ein kostenloses 1:1-Gespräch mit mir zu einem frei wählbaren Finanzthema.

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  • 0:00:00 Warum langweilige Investments oft gewinnen
  • 0:03:42 Rendite oder Durchhalten entscheidet am Ende
  • 0:07:18 Glück, Timing und die Illusion der Kontrolle
  • 0:10:51 Warum alles auf eine Karte riskant ist
  • 0:13:59 Einstieg in Gold und Silber als Thema
  • 0:17:12 Erhält Gold wirklich die Kaufkraft?
  • 0:21:04 Geldmenge treibt Gold- und Silberpreise
  • 0:24:47 Crashs gehören zu jedem Rohstoffmarkt
  • 0:28:36 Globale Nachfrage verändert den Markt
  • 0:32:18 Physisch oder Börse: Wo liegt der Unterschied?
  • 0:36:21 Warum Silber knapper wird als viele denken
  • 0:40:29 Minenaktien als Chance mit hohen Risiken
  • 0:44:41 Gold-Silber-Verhältnis als Strategie
  • 0:48:33 Optionen auf Edelmetalle als Renditetool
  • 0:52:19 Wetten gegen Amerika sind gefährlich
  • 0:56:37 Fazit: Langfristig denken statt kurzfristig handeln

Warum Disziplin wichtiger ist als der perfekte Treffer

Die persönliche Langfristrendite entsteht nicht aus einzelnen Glücksgriffen, sondern aus der Fähigkeit, über lange Zeiträume investiert zu bleiben. Die bekannten Erfolgsgeschichten großer Technologiewerte verleiten zu der Annahme, man müsse nur das „richtige Unternehmen“ früh genug finden. Ausgeblendet werden die zahllosen gescheiterten Versuche, die im gleichen Zeitraum stattgefunden haben.

Dieses verzerrte Bild führt zu riskanten All-in-Entscheidungen, die im Einzelfall funktionieren können, im Regelfall aber Vermögen zerstören. Wer ernsthaft an generationenübergreifenden Vermögensaufbau denkt, muss zuerst den Erhalt des Kapitals sichern. Erst auf dieser Basis lässt sich über zusätzliche Rendite sprechen. Langweilige, stetige Cashflows und das regelmäßige Rebalancing im Depot wirken unspektakulär, sind aber Ausdruck eines Ansatzes, der nicht auf Glück, sondern auf System setzt.

Gold und Silber zwischen Kaufkraft und Geldpolitik

Um zunächst mit einen weit verbreiteten Mythos aufzuräumen: Gold erhält nicht automatisch die Kaufkraft über Jahrhunderte hinweg. Historische Vergleiche zeigen, dass sich für eine Unze Gold heute weniger, dafür andere Güter kaufen lassen als in der Antike. Der reale Warenkorb verändert sich, technischer Fortschritt verschiebt die Maßstäbe. Dennoch haben Edelmetalle eine besondere Eigenschaft: Sie sind kein Versprechen eines Schuldners, sondern ein physischer Wert ohne Drittparteirisiko. In einer Welt stetig wachsender Geldmengen ist dieser Aspekt relevant.

Die enge Korrelation zwischen der Ausweitung der Geldmenge und steigenden Edelmetallpreisen ist kein Zufall, sondern Ausdruck einer monetären Realität, die sich politisch kaum ändern lässt. Gold und Silber fungieren damit weniger als Renditeturbo, sondern als Absicherung gegen die langfristigen Folgen einer expansiven Geldpolitik, die Vermögen in nominalen Größen wachsen lässt, real aber entwertet.

Volatilität, „zittrige Hände“ und die Rolle der Geduld

Der abrupte Einbruch des Silberpreises ist ein Exempel dafür, dass und wie es Marktteilnehmer regelmäßig übertreiben – nach oben wie nach unten. Solche Bewegungen trennen die sprichwörtlichen zittrigen Hände von den langfristig orientierten Anlegern. Wer in Phasen starker Kursverluste panisch verkauft, realisiert Verluste, die sich später oft als vorübergehend erweisen.

Geduld ist kein emotionaler Zustand, sondern eine bewusste Entscheidung für eine Strategie, die Schwankungen einkalkuliert. Gerade bei Edelmetallen, die historisch zyklisch verlaufen, ist das Aushalten von Durststrecken Teil des Spiels. Die Erkenntnis, dass Märkte nicht auf einem „dauerhaft hohen Niveau“ einfrieren, schützt vor falschen Erwartungen und überzogenen Hoffnungen.

Metall, Minenaktien und strategische Spielräume

In diesem Zusammenhang ist es wichtig, zwischen physischem Besitz von Edelmetallen und Investments über Finanzprodukte zu unterscheiden. Physisches Gold oder Silber sind unmittelbar verfügbar und entziehen sich dem Finanzsystem. Diese materielle Präsenz kann als umständlich empfunden werden, wirkt aber zugleich disziplinierend, weil spontane Transaktionen weniger wahrscheinlich sind. Demgegenüber stehen Minenaktien und börsengehandelte Produkte, die höhere Renditechancen bieten können, aber auch zusätzlichen Risiken ausgesetzt sind.

Förderkosten, politische Eingriffe, Vorverkäufe der Produktion und unternehmerische Fehlentscheidungen können dazu führen, dass steigende Metallpreise nicht automatisch beim Aktionär ankommen. Ergänzend sei die Gold-Silber-Ratio als strategischer Ansatz erwähnt, mit dem sich durch systematisches Tauschen zwischen beiden Metallen langfristig der Bestand erhöhen lässt. Solche Ansätze zeigen, dass Edelmetalle nicht nur statische „Tresorwerte“ sein müssen, sondern in durchdachten Strategien auch eine aktive Rolle im Portfolio spielen können.

Fazit: Substanz verlangt Eigenverantwortung

Gold und Silber sind weder Allheilmittel noch Garant für Reichtum. Sie zwingen Anleger jedoch dazu, sich mit den Grundlagen von Vermögen auseinanderzusetzen: mit Geldpolitik, realer Kaufkraft, Volatilität und der Frage, wem man sein Eigentum anvertraut. Wer Substanzinvestments wählt, entscheidet sich bewusst gegen die Illusion einfacher Antworten und für einen Weg, der Geduld, Disziplin und eigenverantwortliches Handeln erfordert. In einer Zeit, in der politische und geldpolitische Rahmenbedingungen immer stärker in private Vermögensverhältnisse eingreifen, ist diese Haltung kein nostalgischer Rückgriff, sondern eine pragmatische Form der Selbstbestimmung.

Haftungsausschluss

Zu den Risiken und Nebenwirkungen des Handels mit Derivaten und Wertpapieren, den veröffentlichten Informationen sowie besprochenen Möglichkeiten der Geldanlage einschließlich potenzieller Interessenskonflikte verweise ich auf den Haftungsausschluss und die Transparenzrichtlinien, die analog für den Podcast und das Video gelten.

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