Blitz-Depot: Halbjahresreport ETF-Portfolio – Folge 023

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Globale Streuung mit acht Positionen

Während an den Börsen häufig nach der nächsten spektakulären Kursbewegung gesucht wird, entwickelt sich ein einfach strukturiertes Sammelanlagen-Portfolio oft vergleichsweise unspektakulär – aber stabil. Mein ETF-Blitz-Depot verfolgt genau diesen Ansatz. Es basiert auf wenigen, global diversifizierten Positionen über mehrere Anlageklassen und wird bewusst mit minimalem Eingriff geführt. Die aktuelle Halbjahresauswertung betrachtet die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2025 sowie den Start in das Jahr 2026.

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  • 0:00 Intro: Ein langweiliges ETF-Depot überrascht
  • 0:25 Konzept des ETF-Blitz-Depots erklärt
  • 2:56 Start des Depots und Einzahlungen seit 2020
  • 3:11 Entwicklung des Depots bis Ende 2025
  • 4:52 Aufbau des Portfolios mit acht Positionen
  • 7:02 Gewinner und Verlierer im Portfolio
  • 10:56 Portfolioaufteilung nach Anlageklassen
  • 12:35 Strategie und Ausblick für das Depot

Ein einfach strukturiertes Echtgelddepot

Das ETF-Blitz-Depot ist das älteste der öffentlich geführten Echtgelddepots des Formats. Es setzt überwiegend auf UCITS-konforme ETFs und wurde so konzipiert, dass es sich bei gängigen deutschen Neobrokern ohne besondere Voraussetzungen umsetzen lässt.

Der Aufbau folgt bewusst einem reduzierten Regelwerk. Das Portfolio umfasst eine überschaubare Zahl von Positionen und verfolgt einen global diversifizierten Ansatz mit Schwerpunkt auf ausschüttenden Wertpapieren. Neben klassischen Aktien- und Anleihe-ETFs enthält das Depot auch einzelne börsennotierte Fonds.

Der Start erfolgte im zweiten Halbjahr 2020 mit einer Einmalzahlung, anschließend wurde das Depot regelmäßig bespart. Bis zum zweiten Halbjahr 2024 summierten sich die Einzahlungen auf insgesamt 34.000 Euro. Seitdem wurde das Depot „eingefroren“ – es wächst seither ausschließlich durch Kursentwicklungen und Ausschüttungen.

Wertentwicklung und Ausschüttungen

Zum Jahreswechsel 2025/2026 lag der Depotwert bei 43.186 Euro. Im zweiten Halbjahr 2025 erzielte das Portfolio – inklusive Kursgewinnen und Dividenden – eine Rendite von rund sieben Prozent.

Das erste Halbjahr 2025 verlief mit knapp zwei Prozent deutlich schwächer. Hintergrund waren unter anderem Marktreaktionen auf handelspolitische Spannungen, die sich zeitweise auf die Aktienmärkte auswirkten.

Auch bei den Ausschüttungen zeigte sich ein stabiler Zufluss. Im zweiten Halbjahr 2025 wurden etwas mehr als 1.000 Euro an Dividenden und Erträgen vereinnahmt, nach rund 1.200 Euro im ersten Halbjahr. Insgesamt summierten sich die Ausschüttungen damit auf etwa 2.300 Euro.

Bemerkenswert ist dabei die geringe Aktivität im Depot. Im betrachteten Zeitraum gab es keinerlei Transaktionen.

Portfolioaufbau mit acht Positionen

Die Zusammensetzung des Depots blieb unverändert. Insgesamt umfasst das Portfolio acht Positionen mit globaler Streuung.

Neben mehreren ETFs enthält das Depot zwei börsennotierte Fonds. Dazu zählt die Ares Capital Corporation, ein Closed-End-Fund aus dem Bereich Private Equity und Private Debt, der im Portfolio eine eher spekulative, zugleich potenziell ertragsstarke Rolle einnimmt.

Der City of London Investment Trust bildet den britischen Aktienmarkt ab und gehört zu den älteren börsennotierten Investmentfonds überhaupt – seine Geschichte reicht mehr als ein Jahrhundert zurück.

Die übrigen Positionen sind ETFs mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Dazu zählen breit gestreute Dividendenstrategien für Industrieländer und Schwellenländer, ein globaler Immobilien-ETF sowie ein ETF auf Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern.

Ergänzt wird das Portfolio durch zwei weitere globale Dividendenstrategien, darunter ein ETF, der über eine Swap-Struktur repliziert. Diese Struktur kann steuerliche Vorteile auf Fondsebene bieten, insbesondere bei der Behandlung von Quellensteuern.

Gewinner, Verlierer und aktuelle Renditen

Seit der Erstinvestition zeigen sich deutliche Unterschiede in der Kursentwicklung der einzelnen Positionen.

Die schwächste Entwicklung weist derzeit Ares Capital auf. Die Aktie liegt rund 14 Prozent im Minus. Hintergrund ist der Druck auf den gesamten Bereich Private Debt. In diesem Segment kam es zuletzt zu erhöhten Mittelabrufen aus einigen geschlossenen Fonds, woraufhin einzelne Anbieter Auszahlungen begrenzten. Diese Entwicklungen haben auch börsennotierte Gesellschaften aus dem Sektor belastet.

Ebenfalls leicht im Minus liegt der JP Morgan Emerging Market Bond ETF. Die Kursentwicklung steht im Zusammenhang mit dem Zinsanstieg seit 2022, der insbesondere auf langfristige Anleihen durchgeschlagen ist.

Auf der positiven Seite steht der Developed Markets Dividend Leaders ETF mit knapp 50 Prozent Kursplus seit Erstinvestition. Auch der STOXX Global Select Dividend 100 ETF sowie der City of London Investment Trust entwickelten sich deutlich positiv. Besonders britische Aktien, die über Jahre schwächer tendierten, zeigten zuletzt eine stärkere Entwicklung.

Die aktuellen Dividendenrenditen der einzelnen Positionen bewegen sich zwischen etwa 3,4 und 11,5 Prozent. Die niedrigeren Werte finden sich vor allem bei den Immobilien- und globalen Dividenden-ETFs. Die hohe Rendite von Ares Capital resultiert hingegen aus dem zuletzt gesunkenen Kursniveau.

Regionale und sektorale Struktur

Die Vermögensverteilung zeigt eine klare Dominanz von Aktien. Rund zwei Drittel des Portfolios entfallen auf Aktienanlagen. Immobilien stellen etwa zwölf Prozent dar, alternative Investments rund zehn Prozent und Anleihen etwa elf Prozent.

Regional liegt der Schwerpunkt auf Industrieländern, die rund 55 Prozent des Portfolios ausmachen. Schwellenländer kommen auf etwa 23 Prozent. Reine US-Investments haben einen Anteil von rund zehn Prozent, britische Anlagen liegen bei etwa zwölf Prozent.

Alle Positionen sind in Euro notiert, auch wenn viele der zugrunde liegenden Anlagen international ausgerichtet sind.

Jüngste Entwicklung und Rebalancierung

Für die ersten Monate des Jahres 2026 zeigt sich ein gemischtes Bild. Im Januar und Februar entwickelte sich das Depot positiv mit Zugewinnen von rund 1,3 beziehungsweise 4,1 Prozent.

Der März startete dagegen schwächer. Auf Monatssicht lag das Depot zeitweise rund 1,9 Prozent im Minus. Insgesamt ergibt sich für das laufende Jahr dennoch ein Zuwachs von etwa 3,5 Prozent.

Einzahlungen oder Entnahmen gab es weiterhin nicht. Die Liquiditätsreserve im Depot beträgt derzeit rund 1.200 Euro.

Die Anlagestrategie bleibt klar regelbasiert und auf minimale Eingriffe ausgerichtet. Ziel ist eine ungefähr gleichgewichtete Verteilung der acht Positionen. Kleine Abweichungen werden akzeptiert.

Ein Rebalancing ist aktuell nicht vorgesehen. Stattdessen sollen sich zunächst Ausschüttungen und Liquidität ansammeln. Erst zur Jahresmitte ist geplant zu prüfen, ob das angesammelte Kapital wieder investiert wird, um die Gewichte im Portfolio anzupassen.

Zusammenfassung und Fazit

Das ETF-Blitz-Depot setzt auf eine einfache Struktur mit globaler Diversifikation und regelmäßigen Ausschüttungen. Im zweiten Halbjahr 2025 zeigte das Portfolio eine stabile Entwicklung, während gleichzeitig keinerlei Transaktionen erforderlich waren.

Die Strategie bleibt unverändert: keine zusätzlichen Einzahlungen, ein weitgehend statisches Portfolio und gelegentliche Anpassungen im Rahmen eines einfachen Rebalancing-Ansatzes. Die Entwicklung der kommenden Monate soll zeigen, wie sich das Depot weiterhin aus eigener Kraft entwickelt.

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Haftungsausschluss

Zu den Risiken und Nebenwirkungen des Handels mit Derivaten und Wertpapieren, den veröffentlichten Informationen sowie besprochenen Möglichkeiten der Geldanlage einschließlich potenzieller Interessenskonflikte verweise ich auf den Haftungsausschluss und die Transparenzrichtlinien, die analog für den Podcast und das Video gelten.

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