Aktien-Blitz-Depot – Das zweite Halbjahr 2025

Beitrag im Audioformat

Geduld ist eine Tugend

Zwölf Monate lang haben wir unsere Depots komplett unterschiedlich laufen lassen: Der eine investiert jeden Monat, der andere greift gar nicht ein. In diesem Beitrag vergleichen wir offen die Ergebnisse, sprechen über Rendite, Dividenden und die überraschenden Gewinner und Verlierer des Jahres. Du erfährst, warum scheinbar langweilige Versicherungen plötzlich zu Kursraketen wurden, welche Aktien enttäuscht haben und welche Rolle Geduld wirklich spielt. Außerdem diskutieren wir, ob Währungen dein Depot stärker beeinflussen als deine Titelauswahl – und warum viele Privatanleger genau hier falsche Schlüsse ziehen.

Podcast im Videoformat


Wer kein Video mehr verpassen möchte, abonniert am besten meinen YouTube-Kanal. Dazu genügt es beim erstmaligen Aufruf das eingeblendete Abonnement zu bestätigen oder alternativ auf der Startseite auf „Abonnieren“ beziehungsweise direkt im Video auf das Bloglogo unten rechts zu klicken. Zu den Inhalten und Zeitmarken:

  • 0:00:00 Höhepunkte, Wetter und Jahresrückblick
  • 0:03:10 Warum Konstanz wichtiger ist als Aktionismus
  • 0:06:30 Wir erklären unsere Dividenden-Strategien
  • 0:09:45 So sind die Portfolios über Sektoren verteilt
  • 0:12:20 Länder und Währungen im Überblick
  • 0:15:00 Performance 2025 in Euro und Lokalwährung
  • 0:18:00 Die besten Aktien des Jahres
  • 0:21:30 Die größten Überraschungen im Depot
  • 0:24:00 Flops, Probleme und erste Warnzeichen
  • 0:27:30 Warum manche Aktien verkauft wurden
  • 0:30:30 Wie stark Währungen die Rendite verzerren
  • 0:34:00 Umgang mit Währungsrisiken im Alltag
  • 0:37:00 Pläne und Strategie für das Jahr 2026
  • 0:40:30 Langfristige Lehren aus fünf Jahren Depot

Zwei Wege, ein Ziel und was Portfolios wirklich unterscheidet

2025 war kein Jahr der spektakulären Börsengeschichten. Keine großen Crashs, keine euphorischen Boomphasen, sondern ein zähes Ringen um Rendite. Genau solche Jahre entlarven, ob eine Anlagestrategie Substanz hat oder nur in Extremsituationen glänzt. Während ich mein Depot bewusst passiv durchlaufen ließ, investierte Clemens konsequent nach Plan: Monatliche Tranchen, Dividendenqualität statt Hype, keine ideologischen Ausschlüsse, aber klare Regeln.

Das verbindende Element beider Portfolios ist die breite Streuung über Branchen und Währungsräume. Nicht aus Modegründen, sondern aus nüchterner Einsicht. In einer politisch und fiskalisch fragmentierten Welt sollten sich Anleger nicht darauf verlassen, dass das eigene Heimatland langfristig stabile Rahmenbedingungen bietet. Steuerrecht, Regulierungsdichte und Kapitalmarktzugang sind keine Konstanten. Wer Vermögen sichern will, muss über Landesgrenzen hinausdenken.

Rendite ist nicht gleich Rendite – die stille Macht der Währungen

Die große Überraschung des Jahres war nicht eine einzelne Aktie, sondern der Wechselkurs. Währungsbereinigt lag die Performance eines der Portfolios bei rund 15 Prozent, in Euro gerechnet blieben davon gut fünf Prozent übrig. Diese Differenz ist kein Rechenfehler, sondern Realität. Sie zeigt, wie schnell sich Erfolg in Luft auflöst, wenn die Berichtswährung schwächelt.

Viele Anleger unterschätzen dieses Risiko, weil es nicht täglich im Depotstand aufscheint. Der Verlust entsteht schleichend, fast geräuschlos. Absicherungslösungen werden gern als Abhilfe verkauft, sind aber teuer und oft ineffizient. Wer sich ernsthaft mit der Geldanlage beschäftigt, kommt um eine unbequeme Wahrheit nicht herum: Währungen können nicht kontrolliert werden. Realistische Szenarien und eine ehrliche Analyse der eigenen Risikotoleranz sind kein Luxus, sondern Pflicht.

Gewinner, Verlierer und die Illusion der Kontrolle

2025 brachte keine neuen Börsenhelden hervor, sondern alte Bekannte. Versicherungen, Pharmawerte, Infrastruktur – Unternehmen mit robusten Geschäftsmodellen und berechenbaren Cashflows dominierten die Gewinnerlisten. GSK, Swiss Life, British American Tobacco oder CVS Health sind keine Social-Media-Stars, aber sie liefern, wenn der Markt keine Geschenke verteilt.

Auf der anderen Seite standen bekannte Problemfälle. Ein Pipelinebetreiber, der währungsbedingt tief ins Minus rutschte. Ein Vermögensverwalter, der von der Marktstimmung erdrückt wurde. Ein Immobilienwert, der zeigt, wie schnell selbst langweilige Geschäftsmodelle ins Straucheln geraten können. Besonders lehrreich war der Fall eines kanadischen Softwareunternehmens, das trotz guter Kennzahlen verkauft wurde – nicht wegen der Bilanz, sondern wegen Insiderverkäufen, Indexausschluss und einem Marktnarrativ, das kleine Anbieter systematisch benachteiligt.

Cash ist kein Makel, sondern ein Werkzeug

Ein weiterer roter Faden des Jahres war die Cashquote. Während viele Anleger jede freie Liquidität sofort investieren, um ja keine Rendite zu verpassen, wurde hier bewusst eine Zielgröße von rund 20 Prozent angestrebt. Nicht aus Angst, sondern aus Vorbereitung. Liquidität ist keine Meinung zum Markt, sondern eine Option auf zukünftige Chancen.

Gerade in Zeiten politischer Unsicherheit, regulatorischer Eingriffe und wachsender fiskalischer Belastungen ist Cash ein effizientes Ruhekissen. Wer immer voll investiert ist, hat keine Reserve, wenn sich Rahmenbedingungen ändern. Wer hingegen handlungsfähig bleibt, muss nicht bei jeder Kursdelle reagieren, sondern kann auswählen.

Fazit: Unabhängigkeit beginnt mit Disziplin

Das Börsenjahr 2025 war kein Spektakel, sondern eine stille Prüfung. Es hat gezeigt, dass langfristiger Vermögensaufbau weniger mit Genialität zu tun hat als mit Standhaftigkeit. Wer sein Depot nicht als Spielwiese, sondern als Teil seiner finanziellen Unabhängigkeit begreift, muss lernen, mit Unsicherheit zu leben, statt sie wegzuhedgen oder wegzudiskutieren.

Clemens’ Depot lässt sich wie gewohnt auf seinem lesenswerten Blog im Detail nachverfolgen. Mein eigenes Portfolio ist direkt bei eToro öffentlich einsehbar und kann dort bei Interesse auch 1:1 kopiert werden. Zusätzlich stelle ich mein Aktien-Blitz-Depot ab diesem Jahr nicht mehr nur als statische Excel-Tabelle, sondern als selbstaktualisierende Google-Sheets-Version zur Verfügung, die jederzeit abrufbar ist und von mir monatlich gepflegt wird.

Haftungsausschluss

Zu den Risiken und Nebenwirkungen des Handels mit Derivaten und Wertpapieren, den veröffentlichten Informationen sowie besprochenen Möglichkeiten der Geldanlage einschließlich potenzieller Interessenskonflikte verweise ich auf den Haftungsausschluss und die Transparenzrichtlinien, die analog für den Podcast und das Video gelten.

Podcast abonnieren

Wer keine Folge des Nur-Bares-ist-Wahres-Podcasts verpassen möchte, kann diesen direkt über die gängigen Potcatcher per Stichwortsuche oder Podcast-Feed abonnieren. Alternativ dazu informiere ich regelmäßig auf meinen zahlreichen Foren und Gruppen sowie im Blogtelegramm über jede neue Folge.

Anzeige

captrader_728x90px_pazos_erste%20wahl.png

Income Insights

Abonniere meine kostenlosen Finanz-Tipps und ich schenke Dir drei Reports, um Deine Rendite zu optimieren, Dein Risiko zu reduzieren und 1000 Ausschüttungen pro Jahr einzunehmen – mit lediglich fünf Minuten Aufwand pro Tag und ohne das Depot starken Schwankungen aussetzen zu müssen:

Beitrag teilen

Hat Dir dieser Beitrag gefallen? Dann teile ihn bitte mit einem Klick auf Facebook oder Twitter, damit auch andere davon profitieren können!

Logo von Facebook   Logo von X

Deine Meinung

Rückmeldungen machen meine Inhalte besser. Was hat Dir gefallen, was könnte verbessert werden? Hinterlasse gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag oder schreib mir gleich hier eine Direktnachricht.

    Schreibe einen Kommentar

    Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

    © 2017 bis 2025 Luis Pazos | Alle Rechte vorbehalten | Impressum |Datenschutz